Capistranstiege

Stiegenanlage im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf

Die Capistranstiege ist eine Stiegenanlage im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf. Sie überwindet den Niveauunterschied zwischen Windmühlgasse und Fillgradergasse. Steile Gefälle zum Wienfluss sind typisch für den Bezirk, weswegen hier einige Stiegenanlagen angelegt worden sind. Die meisten dieser Stiegenanlagen entstanden um 1900, dies hängt mit der damals erfolgten Regulierung des Wienflusses und der damit verbundenen Assanierung der flussnahen Wohngegenden zusammen.

Gesamtansicht

Sie ist die zweite Stiege dieses Namens, eine volkstümlich Bettlerstiege genannte Capistranstiege befand sich ein wenig weiter östlich, wurde um 1900 planiert und ging in der Königsklostergasse auf.[1]

Der Straßendurchbruch zwischen Windmühlgasse und Fillgraderstraße erfolgte 1898[2], die Anlage der Stiege und die damit verbundene Benennung von Capistrangasse und -stiege nach Johannes Capistran erfolgte 1906.

Die Stiege ist in kubischen Formen mit zwei Zwischenpodesten angelegt.

MalereienBearbeiten

Im Rahmen des Street-Art-Festivals Calle Libre wurden 2015 an der Stiege Wandmalereien angebracht. Das österreichische Kollektiv Perfekt World malte zwei klassisch anmutende Frauenfiguren. Eine Frauendarstellung zeigt auch die Arbeit des aus der Dominikanischen Republik stammenden aber in Wien lebenden Künstlers Jerson Jiménez. Eher abstrakt sind die Arbeiten des österreichischen Kollektivs Skirl. Die Malereien der Pariser Künstlerin Kashink zeigen cartoonhafte Abbildungen schnurrbärtiger Männer, die oft mit zwei Augenpaaren abgebildet sind. Die Frauenfigur mit der nebenstehenden Abbildung von Schlange, Schlüssel und Schloss stammt von der österreichischen Künstlerin Frau Isa.

WeblinksBearbeiten

Commons: Capistranstiege – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bettlerstiege im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  2. Dehio Wien Vorstädte 1993, S. 253

Koordinaten: 48° 11′ 59,1″ N, 16° 21′ 28″ O