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Cantù [kanˈtu] ist eine Stadt mit 39.932 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der norditalienischen Provinz Como, Region Lombardei. Sie liegt etwa 12 Kilometer südlich vom Provinzhauptort Como in der Hügellandschaft der Brianza. Die gesamte Brianza ist bekannt für ihre Möbelindustrie.

Cantù
Wappen
Cantù (Italien)
Cantù
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Lokale Bezeichnung Cantü
Koordinaten 45° 44′ N, 9° 8′ OKoordinaten: 45° 44′ 10″ N, 9° 8′ 0″ O
Höhe 370 m s.l.m.
Fläche 23 km²
Einwohner 39.932 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 1.736 Einw./km²
Postleitzahl 22063
Vorwahl 031
ISTAT-Nummer 013041
Volksbezeichnung Canturini
Schutzpatron Apollonia von Alexandria
Website Cantù
Piazza Giuseppe Garibaldi
Piazza Giuseppe Garibaldi

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Basilika San Vincenzo im Ortsteil Galliano
 
Baptisterium
  • Der Monumentalkomplex des Ortsteils Galliano mit der Kirche San Vincenzo und dem dazugehörigen Baptisterium San Giovanni
Die Kirche wurde 1007 auf einem Vorgängerbau aus dem 5. Jahrhundert errichtet. Im dreischiffigen Innenraum sind vor allem Überreste von Fresken aus dem 10. Jahrhundert zu betrachten, die darauf schließen lassen, dass ursprünglich das ganze Innere freskiert war.
  • Die Altstadt mit teilweise autofreien Geschäftsstraßen
  • Pfarrkirche San Teodoro (Ende 11. Jahrhundert)
  • Propstkirche San Paolo (11. Jahrhundert)
  • Cappella della Madonnina (11. Jahrhundert)
  • Kirche Santi Michele e Biagio (1932)
  • Kirche San Carlo Borromeo (1967)
  • Kirche Sant'Ambrogio und Kloster (1570)
  • Kirche Santa Maria (17. Jahrhundert) und Benediktinerinnenkloster (1093)
  • Mosaik von Lucio Fontana 1955–1957
  • Stadttor Archinzi (1324)
  • Wallfahrtskirche Madonna dei Miracoli (1554)
  • Villa Brugnola mit der Kapelle der Immacolata Concezione (17. Jahrhundert)
  • Villa Calvi (Rathaus) (19. Jahrhundert)
  • Stadttheater San Teodoro

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Tiziana Sala (Lega Nord) war vom 28. Mai 2002 bis 2012 Bürgermeisterin. Seit 2012 ist es Claudio Bizzozero. Bei den Kommunalwahlen 2017 wurde Edgardo Arosio mit 52,18 % der gültigen Stimmen zum Bürgermeister gewählt.

PartnerstädteBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Wichtigster Wirtschaftszweig der gesamten Brianza sind die Familienbetriebe ist die Möbelindustrie. Das Konsortium der Möbeldesigner an der zentralen Piazza Garibaldi ist zugleich Informationszentrum der Möbelkunden. Um den Ort hat sich ein engmaschiges Netz von kleinen und mittleren Unternehmen aller Sparten entwickelt.

VerkehrBearbeiten

Cantù liegt abseits der alten Staatsstraße 35 (Strada Statale dei Giovi) von Mailand nach Como, deren Verkehr die Autobahn A9 aufgenommen hat. Cantù ist von der Ausfahrt Fino Mornasco der A9 erreichbar. Die Bahnstation Cantù wird von der Como–Lecco der Ferrovie dello Stato Italiane. Südlich der Stadt befindet sich der Bahnhof Cantù-Cermenate auf der Strecke Chiasso–Milano, wo auch Vorortezüge der von Trenord betriebenen S-Bahn Mailand halten. Cantù ist zudem mit Bussen ab Como und anderen Orten der Region zu erreichen.

SportBearbeiten

Cantù ist für seine Basketballmannschaft Pallacanestro Cantù bekannt. Der Club wurde 1936 gegründet und konnte während der 1970er und 1980er Jahre dank Talenten wie Pierluigi Marzorati, Charlie Recalcati und Antonello Riva in ganz Europa Erfolge feiern. Die Begeisterung für diesen Sport in der Bevölkerung führte zur Streetbasket-Meisterschaft Streetball, die jeden Juni dank der Unterstützung des lokalen Radiosenders Radio Cantù stattfindet.

Am 2. Juni 2002 startete die 20. Etappe des Radrennens Giro d’Italia in Cantù und endete in Mailand. Am 31. Mai 2003 endete die 20. Etappe des Giro d’Italia mit dem Sieg von Giovanni Lombardi in Cantù.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Literatur zu GallianoBearbeiten

  • Lydia L. Dewiel: Lombardei und Oberitalienische Seen. Kunst und Landschaft zwischen Adda und Po. Köln 1987, S. 147, Abb. 21, S. 115
  • Marcel Durliat: Romanische Kunst. Freiburg-Basel-Wien 1983, Abb. 888–892
  • Hermann Fillitz: Das Mittelalter I. (= Propyläen-Kunstgeschichte Bd. 5. Frankfurt am Main – Berlin [1969] 1990), Abb. 59

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Simona Martinoli: Giovanni Battista Molteni. In: Sikart (Stand: 2007) , abgerufen 22. Januar 2016.