Campos dos Goytacazes

Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro, Brasilien

Campos dos Goytacazes, amtlich portugiesisch Município de Campos dos Goytacazes, ist eine Großstadt im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien. Die Bevölkerung wurde zum 1. Juli 2020 auf 511.168 Einwohnern geschätzt.[2] Sie liegt am Rio Paraíba do Sul und ist 280 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Rio de Janeiro entfernt.

Município de Campos dos Goytacazes
Capital Nacional do Petróleo e do Açúcar
Campos
Campos dos Goytacazes
Campos.jpg
Panoramablick auf die Atlantikseite
Campos dos Goytacazes (Brasilien)
Campos dos Goytacazes
Koordinaten 21° 27′ S, 41° 11′ WKoordinaten: 21° 27′ S, 41° 11′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Rio Grande do Sul
Symbole
Brasão de Campos dos Goytacazes.png
Wappen
Bandeira de Campos dos Goytacazes.png
Flagge
Wahlspruch
„Ipsae matronae hic pro jure pugnant“
Auch Frauen kämpfen hier für das Richtige
Gründung 29. Mai 1677 (Vila de São Salvador) (345 Jahre)
28. März 1835 (Campos dos Goytacazes) (187 Jahre)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Rio de Janeiro
Höhe 14 m
Gewässer Rio Paraíba do Sul
Klima tropisch, Aw[1]
Fläche 4032 km²
Einwohner 463.731 (2010[2])
Dichte 115 Ew./km²
Schätzung 511.168 (1. Juli 2020)[2]
Gemeindecode IBGE: 3301009
Postleitzahl 28010-000 bis 28093-530[3]
Telefonvorwahl (+55) 22
Zeitzone UTC−3
Website campos.rj.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Rafael Diniz[4] (2017–2020)
Partei PPS
Wirtschaft
BIP 21.088.777 Tsd. R$
43.013 R$ pro Kopf
(2017)
HDI 0,716 (hoch) (2010)

Campos dos Goytacazes erstreckt sich über eine Fläche von rund 4.032 km² (2018) und ist damit mit Abstand die flächengrößte Gemeinde des Bundesstaates. Die Bewohner werden Campistas genannt.

In der Region wird vor allem Zuckerrohr angebaut und verarbeitet, gefolgt von Kaffee, Tabak und tropischen Früchten. Wirtschaftlich wichtiger ist jedoch nach Funden auf dem vorgelagerten Festlandssockel die Rolle als Zentrum der Erdölförderung.

Eine Attraktion der Stadt ist die aus dem Jahr 1652 stammende antike Basilika von „São Salvador“. Campos dos Goytacazes verfügt über ruhige Strände mit Häusern von lokalen Fischern und zunehmend auch mit Wochenendhäusern.

Die hohen Wellen in der Umgebung der Mündung des Rio Furado kann man zum Surfen nutzen. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich auch die Lagoa Feia (deutsch: Hässlicher See), der mit 170 km² zweitgrößte Süßwassersee Brasiliens.

GeographieBearbeiten

Umliegende Gemeinden sind São Francisco de Itabapoana, São João da Barra, Quissamã, São Fidélis, Cardoso Moreira, Italva, Bom Jesus do Itabapoana und Mimoso do Sul im Bundesstaat Espírito Santo.

KlimaBearbeiten

Die Stadt hat tropisches Klima, Aw nach der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger. Die Durchschnittstemperatur ist 23,6 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 1073 mm im Jahr. Im Südsommer fallen weniger Niederschläge als im Südwinter.[1]

BevölkerungBearbeiten

Von den laut der Volkszählung 463.731 Einwohnern im Jahr 2010 lebten 45.006 im ländlichen Raum und 418.725, rund 90 %, im urban bebauten Ortsbereich.[5]

Jahr Einwohner
1940 225.443
1950 240.829
1960 292.292
1970 318.806
1980 348.542
1991 376.496
2000 407.118
2010 463.731
2020 511.168

ReligionBearbeiten

 
Kuppel der Basilika

Campos dos Goytacazes ist Sitz des Bistums Campos.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Campos dos Goytacazes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Klima Campos dos Goytacazes: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Campos dos Goytacazes. In: de.climate-data.org. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  2. a b c IBGE: Cidades@ Rio de Janeiro: Campos dos Goyacazes – Panorama. Abgerufen am 4. Oktober 2020 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Códigos Postais de Campos dos Goytacazes. In: brasilao.com. Brasilão, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  4. Rafael Diniz 23 (Prefeito). In: todapolitica.com. Eleições 2016, abgerufen am 21. Oktober 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  5. Campos dos Goytacazes: Perfil Campos 2018. 2018, S. 51–52 (Digitalisat PDF; 19,3 MB; brasilianisches Portugiesisch).