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Wiewohl bereits ein Vierteljahrhundert alt, ist die Cambridge Encyclopedia of Language das Schmökerwerk für Sprache und Sprachen, das in unterhaltsamen Ton mit sehr viel Bildmaterial dem breitestmöglichen Publikum – und doch wissenschaftlich zuverlässig – den Zugang zu den Problemen der Sprachwissenschaft ermöglicht, und zugleich ein umfassendes Informationssystem über Sprache und Sprachen bietet. Diese sonst unerreichte Dichte der Information wird durch sehr kluge, kopfverlesene Indices erreicht, welche die Möglichkeiten der Printtechnik ausreizen. Das Glossar für den Linguistischen Fachwortschatz (ca. 2000 Lemmata) und das Register der Sprachfamilien, Sprachen, Dialekte und Schriften (nebst tabellarischer Übersicht) lassen sich dabei fast selbst als kleine Lexika ansprechen. Diese Informationsorganisation ist nun auch ein Spezialgebiet des Autors, sonst allerdings im maschinenverlesenen Bereich von Computer und Internet.

Autorenschaft und BeiratBearbeiten

Vor der informatorischen Präsentationsarchitekturierung sowie vor der technischen und wirtschaftlichen Kollektion und Distribution des spezifischen Wissens stand das internationale Networking in der eigenen Fachwissenschaft und deren Umfeld. Und das betrieb und betreibt der Hauptautor offenbar mit Erfolg. Dafür wechselte er gar von einer Professur an der Universität Reeding ins Verlagsbusiness und konnte nun vollends auf die Kontakte und Verbindungen der Cambridge University Press zugreifen.

Der Name des Hauptautors David Crystal eignet sich bestens für den Nicknamen der Crystal Clear Cambridge Encyclopedia of Language. Sein bisweilen lockerer, immer jedoch auf Gemeinverständlichkeit zielender Ausdruck findet sich durchgängig im Buch, wenn auch dieses nicht ohne einer Vielzahl Anregungen und Beiträge weiterer Fachleute – gerade auch aus angrenzenden Gebieten – möglich war.

Das Buch benennt den Wissenschaftlichen Beirat:

  • Charles Ferguson, Stanford-Universität, Linguistische Abteilung
  • Victoria A. Fromkin, Universität Kalifornien, Abteilung für weiterführende Studien
  • Shirley Brice Heath, Stanford-Universität, Erziehungswissenschaftliche Fakultät
  • Dell Hymes, Universität Virginia, Anthropologische Abteilung
  • Stephen Levison, Universität Cambridge, Linguistische Abteilung
  • John Marshall, Radcliffe-Krankenhaus, Oxford, Neuropsychologische Abteilung
  • Wilga Rivers, Harvard University, Abteilung für romanische Sprachen und Literaturen
  • Sheldon Rosenberg, Universität Illinois, Psychologische Abteilung
  • Klaus Scherer, Universität Genf, Psychologische Abteilung
  • Roland Sussex, Universität Melbourne, Russische Abteilung
  • Jan Svartvik, Universität Lund, Englische Abteilung
  • Michael Twyman, Universität Reading, Abteilung für Typographie und graphische Kommunikation
  • C‑ F. Voegelin (T) und F. M. Voegelin, Universität Indiana, Anthropologische Abteilung

Bibliografische AngabenBearbeiten

Das Werk wuchs nicht weiter, zum Beispiel dort, wo es durch die Realentwicklungen überholt wurde (Computerlinguistik, Internetlinguistik), erhielt aber bibliografisch Ergänzungen oder eben Adaptionen in andere Sprachregionen mit entsprechenden Überarbeitungen. (So findet man zum Beispiel Ausblicke auf die Zukunft der maschinellen Sprachübersetzung).[1]

  • The Cambridge encyclopedia of language. CUP, Cambridge 1987.
  • deutsch: Die Cambridge Enzyklopädie der Sprache. Campus, Frankfurt 1993. 2. Auflage: Zweitausendeins, Frankfurt 2004, ISBN 3-861-50705-6.
  • japanisch: Taishukan, Tokio 1992, ISBN 4469012025
  • italienisch: Enciclopedia Cambridge delle scienze del linguaggio. Zanichelli, Bologna 1993, ISBN 8808140784.
  • spanisch: Enciclopedia del lenguaje. Taurus, Madrid 1993, ISBN 8430601716.
  • serbo-kroatisch: Kembricka enciklopedija jezika. Nolit, Belgrad 1996.
  • ungarisch: A nyelv enciklopédiája. Osiris, Budapest 1998, ISBN 9633792118.

EinzelnachweiseBearbeiten