COVID-19-Pandemie in der Volksrepublik China

Teil der Coronavirus-Epidemie 2019/20
Dieser Artikel beschreibt ein aktuelles Ereignis. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.
COVID-19-Fälle auf dem chinesischen Festland nach Provinzen ab dem 7. März bis zum 23. März 2020
Krankheit: COVID-19
Erreger: SARS-CoV-2
Erster Fall in: Wuhan
Ursprung: Wuhan
Bestätigte Fälle: 82926
Genesen: 78189
Todesfälle: 4633
Quelle: (Nationale Gesundheitskommission)
www.nhc.gov.cn
letzte Änderung: 13. Mai 2020

Die COVID-19-Pandemie in der Volksrepublik China ist ein Ausbruch der neuartigen Atemwegserkrankung COVID-19. Die Atemwegserkrankung trat erstmals Ende Dezember 2019 in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei auf.[1] Von dort breitete sie sich zunächst in China aus und entwickelte sich weltweit zu einer Pandemie, der COVID-19-Pandemie.[2]

VerlaufBearbeiten

Der erste offizielle Fall einer Covid-19-Infektion wurde am 1. Dezember 2019 bestätigt.[3] Es wird angenommen, dass es bereits im November 2019 erste Fälle gegeben hat.[4] Die Validität der chinesischen offiziellen Angaben bezüglich der Zahl der Infizierten, der neuen Infektionen und der Todeszahlen wird in Frage gestellt.[5][6]

Die Behörde, die für die offiziellen Zahlen zuständig ist und die Bekämpfung der Pandemie als oberste Behörde koordiniert, ist die Nationale Gesundheitskommission.

Dezember 2019Bearbeiten

 
Eine frühe Meldung der Wuhaner Gesundheitskommission über die Lungenentzündungsepidemie, die am 30. Dezember 2019 auf Weibo veröffentlicht wurde.

Ab dem 17. November 2019 wurden täglich zwischen einem und fünf neue Fälle gemeldet, so dass die Gesamtzahl der Infektionen bis zum 15. Dezember bei 27 lag. Am 20. Dezember wurden 60 Fälle bestätigt. Am 27. Dezember teilte Zhang Jixian, eine Ärztin des Hubei Provinz Krankenhauses für Chinesische und Westliche Medizin, den lokalen Gesundheitsbehörden mit, dass die Krankheit durch ein neues Coronavirus verursacht wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 180 Menschen infiziert.[7] Am 28. und 29. Dezember kamen drei weitere Patienten in die Klinik der Ärztin. Das Krankenhaus informierte die Gesundheitskommissionen der Provinz Hubei und der Gemeinde. Die Gesundheitskommissionen beauftragten Wuhan und Jianghan sowie das Jinyintan-Krankenhaus, am 29. Dezember epidemiologische Untersuchungen für sieben Patienten durchzuführen. Sechs von ihnen wurden nach Jinyintan verlegt, in eine Facheinrichtung für Infektionskrankheiten. Ein Patient lehnte die Verlegung ab.[8]

Am Abend des 30. Dezember wurden von der städtischen Gesundheitskommission von Wuhan Mitteilungen ins Internet gestellt, die alle Krankenhäuser in Wuhan aufforderten, jeden Lungenentzündungspatienten mit unbekannter Ursache, der auf dem Fischmarkt in Wuhan gewesen war, zu melden. Die Wuhaner Gesundheitskommission äußerte in einem Interview, dass die Untersuchung nicht abgeschlossen sei und die Experten von der Nationalen Gesundheitskommission auf dem Weg seien, die Untersuchung zu unterstützen.[9]

Am 30. Dezember warnte der chinesische Arzt Li Wenliang innerhalb einer WeChat-Gruppe Kollegen angesichts einer Serie von Lungenentzündungen im Krankenhaus in Wuhan vor einem Virus, von dem er zu diesem Zeitpunkt annahm, es verursache das schwere akute Atemwegssyndrom (SARS).[10] Nachdem sich die Warnung im Internet verbreitet hatte, wurden Li und mindestens sieben weitere Kollegen von der Polizei vorgeladen. Sie wurden beschuldigt, „unwahre Behauptungen gemacht“ zu haben, die die „gesellschaftliche Ordnung ernsthaft gestört“ hätten und mussten unter Androhung von Strafen Schweigepflichtserklärungen unterschreiben, an die sich Li Wenliang später nicht hielt.[11][12][13]

Am 31. Dezember informierten die chinesischen Behörden offiziell die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass seit Anfang Dezember mehrere Fälle von schwerer Lungenentzündung in der Stadt Wuhan aufgetreten waren, deren Erreger bisher nicht identifiziert werden konnte und für die als Auslöser ein bislang uncharakterisierter Krankheitserreger angenommen wurde. Die Meldung wurde noch am selben Tag über die Nachrichtenagenturen verbreitet.[14] Am 31. Dezember sandte das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention ein Team zur Untersuchung der unklaren Fälle nach Wuhan.[15]

Januar 2020Bearbeiten

 
Personenkontrolle an der Stadtgrenze von Xi’an in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi, Ende Januar 2020

Am 1. Januar 2020 berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua über die angeblichen „Falschmeldungen“ der Ärzte und bekräftigte, dass es keine Anzeichen für eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung der neuen Erkrankung gebe.[16] Allerdings zeigten die Erkrankungen des Krankenhauspersonals, dass das Virus prinzipiell von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Dies wurde am 20. Januar durch die chinesischen Behörden bestätigt.[17]

Der Fischmarkt in Wuhan, der als Infektionsquelle angenommen wurde, wurde am 1. Januar 2020 durch die örtlichen Behörden geschlossen und desinfiziert.[18] Später wurde nach einer Studie des Wuhaner Krankenhauses bekannt, dass der erste identifizierte Patient diesen Markt nicht besucht hatte.[19]

Am 5. Januar schloss das Chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention aufgrund von Untersuchungsergebnissen MERS-CoV und SARS-CoV als Erreger aus.[20] Am 7. Januar wurde von chinesischer Seite die Identifizierung eines neuartigen Coronavirus bei mehreren Erkrankten bekanntgegeben. Das Virus erhielt die provisorische Bezeichnung 2019-nCoV (2019 neuartiges Coronavirus).[18]

Vom 12. bis zum 16. Januar 2020 gab es staatlicherseits die immer gleichlautende Bekanntmachung, dass es keine Neuinfektionen und keine engen Kontakte zu Infizierten gegeben habe. In dieser Zeit wurden keine Präventivmaßnahmen ergriffen. Bis zum 17. Januar 2020 wurde die Kampagne für Wohltätigkeits-Kulturaktivitäten zum chinesischen Neujahrsfest (春节文化惠民活动) mit der Ausgabe von Hunderttausenden Freikarten für diverse Veranstaltungen in Wuhan weiterbetrieben, um Touristen anzulocken. Noch am 19. Januar 2020 wurde im Wohnviertel Baibuting (百步亭社区), einem Modell-Wohnbezirk in Wuhan, ein Bankett zum chinesischen Neujahrsfest für die 40.000 Bewohner des Stadtviertels abgehalten. Ab dem 19. Januar 2020 stieg die Zahl der Virusinfektionen sprunghaft an. Aber noch am 21. Januar 2020 schien die Parteiführung vorwiegend mit den Vorbereitungen zum großen Neujahrsbankett beschäftigt.[21][22] In Beijing wurden seit dem 20. Januar Krankheitsfälle in bestimmten Krankenhäusern konzentriert.[23]

Bis einschließlich 26. Januar waren offiziellen chinesischen Angaben zufolge in China 2744 infizierte Personen registriert worden. Die Zahl der bestätigten Todesopfer in China betrug 80.[24] Am 26. Januar stufte das deutsche Robert Koch-Institut die Provinz Hubei inklusive der Stadt Wuhan als Risikogebiet in China ein.

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping sprach am 26. Januar von einer ernsten Situation. Alle Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahr wurden abgesagt, und die Massenquarantäne der gesamten Provinz Hubei wurde für den 29. Januar angekündigt.[25]

Am 29. Januar wurden in allen Provinzen der Volksrepublik China Fälle der Covid-19-Infektion gemeldet. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt 9700 Personen infiziert und 213 aufgrund des Virus verstorben.[26]

Februar 2020Bearbeiten

Am 13. Februar änderten die chinesischen Behörden die Meldekriterien, und es wurden, abweichend von den Vorgaben der WHO, klinisch diagnostizierte Fälle ohne Virusnachweis erfasst. Dies ergab allein für Hubei mit 14.000 neuen Fällen die höchste Zahl an gemeldeten Neuinfektionen.[27] Diese Änderung wurde am 20. Februar zurückgenommen und die Meldekriterien entsprechen seither wieder den Vorgaben der WHO.

Am 18. Februar lag die Zahl der Neuinfektionen pro Tag in China unter 2000; am 20. Februar sank sie unter 1.000 und laut WHO-Bericht vom 26. Februar gab es erstmals mehr Neuinfektionen außerhalb Chinas als innerhalb.[28] Die von der WHO vom 16. bis 24. Februar 2020 in China durchgeführte gemeinschaftliche Mission kam zu dem Ergebnis, dass die in China durchgeführten radikalen Maßnahmen geeignet waren, das Virus einzudämmen.[29][30][31][32]

Laut Angaben der chinesischen Gesundheitsbehörden seien bis zum 25. Februar 3387 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in China im Rahmen der Pandemie an COVID-19 erkrankt. Davon seien 23 verstorben. Unter den 42.600 nach Hubei geschickten, speziell geschulten und ausgerüsteten Angehörigen der Unterstützungsteams sei es nach Aussage der Nationalen Gesundheitskommission zu keinen Infektionen gekommen.[33]

März 2020Bearbeiten

In seiner Rede am 9. März 2020 erklärte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, dass mehr als 70 Prozent der etwa 80.000 Infektionsfälle mittlerweile genesen seien und die Klinik verlassen hätten.[34] Die Zahl der Neuinfektionen in China lag an diesem Tag bei 45.[28] Wissenschaftlichen Studien zufolge dürften zu diesem Zeitpunkt die ergriffenen Quarantänemaßnahmen Wirkung gezeigt haben.[35][36]

Nachdem mehrere Tage keine neuen Infektionen gemeldet wurden, beschloss das Politbüro, dass die Pandemie in der Volksrepublik China vorbei sei.[37] Am 24. März wurden dann wieder vier neue Fälle gemeldet. Am 29. März wurden insgesamt 31 neue Infektionen gemeldet, von denen 30 Fälle importiert, also von Einreisenden, sein sollten. Der eine inländische Fall stammte aus der Provinz Gansu.[38] Ministerpräsident Li Keqiang warnte lokale Behörden am 25. März, dass sie neue Infektionen nicht verschweigen sollen. Die Befürchtung einer zweiten Welle von Infektionen besteht.[39]

Mit der Verringerung der offiziellen Zahlen von Covid-19-Infizierten in der Volksrepublik China und der weltweiten Verbreitung der Krankheit schloss die Volksrepublik China am 28. März die eigenen Grenzen für Ausländer.[40]

April 2020Bearbeiten

Die Nationale Gesundheitskommission teilte am 1. April mit, dass sie entgegen den bisherigen Gepflogenheiten ab sofort auch die asymptomatische Fälle zu der Gesamtzahl der COVID-19-Inifizierten dazuzählen werde. Am 1. April waren es 1367 asymptomatische Fälle laut offiziellen Angaben, die unter medizinischer Beobachtung standen.[41]

Am 3. April empfahl die Pressesprecherin des chinesischen Außenministeriums Hua Chunying, dass Diplomaten aus aller Welt, die gegenwärtig nicht in China seien, bis zum 15. Mai 2020 nicht nach Peking zurückzukehren sollten.[42] Für den 3. April wurden 19 neue Infektionen gemeldet, von denen 18 importierte Fälle seien und ein neuer Fall aus der Provinz Hubei stamme.[43]

Am 7. April 2020 berichteten offizielle Stellen der Volksrepublik, dass erstmals seit Beginn der Infektionswelle kein COVID-19-bedingter Todesfall mehr registriert worden sei. Die strikte Reisesperre für bestimmte Bevölkerungsgruppen Wuhans (solche mit einem „grünen Kennzeichen“ in einer viel genutzten Gesundheits-App) wurde ab dem 8. April 2020 aufgehoben. Nach offiziellen Angaben waren bis zu diesem Zeitpunkt 81.740 nCoV-2019-Infektionen diagnostiziert worden und 3331 Personen waren daran verstorben.[44]

Am 17. April 2020 korrigierte die Stadt Wuhan ihre Todeszahl von 2579 auf 3896. Dies bedeutet einen nachträglichen Anstieg um 1317 Todesfälle. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich durch die Korrektur hingegen nur um 325 auf 50.333 Fälle. Als Gründe wurde angegeben, dass viele anfangs zu Hause starben, Krankenhäuser und Personal mit dem Ansturm überfordert gewesen seien und das Krankenhäuser nicht am Meldesystem angeschlossen gewesen seien.[45]

Ab Mitte April häuften sich Fälle in der Provinz Heilongjiang. Es bestehen Befürchtungen, dass siche eine zweite Welle des Virus ausbreitet. Von chinesischer Seite wird davon ausgegangen, dass Einreisende aus Russland das Virus verbreitet haben.[46][47]

Mai 2020Bearbeiten

In der Stadt Wuhan traten am 10. Mai erstmals wieder 5[48] oder 6[49] Neuinfektionen auf. Als Reaktion sollen alle 11 Millionen Einwohner der Stadt mit Nukleinsäuretests getestet werden.[50] Nach Medienangaben ist es vorgesehen, die Einwohner in jedem Stadtbezirk Wuhans jeweils binnen zehn Tagen auf das Virus zu testen, wobei der Anfangszeitpunkt variieren kann. Mitte Mai sollen zunächst die Einwohner des Stadtbezirks Wuchang getestet werden. Medien sprechen von höchstens 100.000 Tests pro Tag.[49]

Die Stadt Shulan in der Provinz Jilin im Nordosten Chinas wurde am 11. Mai 2020 in Quarantäne gesetzt, da drei neue Infektionsfälle auftraten.[51]

Am 13. Mai 2020 wurde die Stadt Jilin (Stadt) in der Provinz Jilin unter Quarantäne gesetzt, nachdem 21 Fälle von Infektionen bekannt geworden waren. Die Zugverbindungen wurden ausgesetzt und Kinos sowie Fitnessstudios mussten schließen. Wer Jilin verlässt, benötigt einen negativen Corona-Test und muss sich an dem neuen Ort in Quarantäne begeben.[52]

MaßnahmenBearbeiten

Abgeriegelte Städte in China[53][21]
Stadt Provinz seit bis Belege
Wuhan Hubei 23. Januar 2020 8. April 2020 [54][55][56]
Huanggang 17. – 25. März 2020[57] [55][58]
Ezhou [55][59][60]
Chibi 24. Januar 2020 [61]
Jingzhou [62]
Zhijiang [63]
Yichang [64]
Qianjiang 13. März 2020 [65][66]
Xiantao 13. – 25. März 2020[57] [67]
Xianning [68]
Huangshi [69]
Dangyang [70]
Enshi [71]
Xiaogan [72]
Jingmen [73]
Wenzhou Zhejiang 2. Februar 2020 [74]
 
Messung erhöhter Körpertemperatur an einer Metrostation in Peking
 
Screening von Passagieren mit einer Wärmebildkamera am Bahnhof von Wuhan
 
Ein Großbildschirm an einem Hochhaus in der Stadt Hefei (Provinz Anhui) am 10. Januar 2020 mit der Parole „早发现、早报告、早隔离、早诊断、早治疗“ – „Früherkennung, frühzeitige Berichterstattung, frühzeitige Isolierung, frühzeitige Diagnose, frühzeitige Behandlung“

Abriegelung WuhansBearbeiten

Vom 23. Januar 2020 an wurden sämtliche Zug- und Flugverbindungen aus der Neun-Millionen-Stadt Wuhan eingestellt, ebenso alle Bus-, U-Bahn- und Fährverbindungen. Die Einwohner Wuhans wurden angewiesen, die Stadt nicht zu verlassen. Bibliotheken, Museen und Theater sagten Veranstaltungen ab. In Wuhan wurde ein Koordinierungszentrum für Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie eingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt waren 500 Infektionen offiziell bestätigt und es hatten sich 17 Todesfälle ereignet (alle in Wuhan und der Provinz Hubei). Epidemiologen schätzen die Zahl der Infizierten am 22. Januar 2020 auf etwa 4000.[75]

Vom 17. Februar 2020 an galten für die gesamte Provinz Hubei weitere verschärfte Maßnahmen, die der Eindämmung der Epidemie dienen sollten. Insgesamt verhängte die Provinzregierung durch Erlass 15 Beschränkungen. Alle nicht wesentlichen öffentlichen Orte werden geschlossen, Massenveranstaltungen untersagt. Apotheken und Supermärkte bleiben geöffnet, müssen aber bei jedem Eingelassenen die Körpertemperatur bestimmen. Zusätzlich müssen von jedem Käufer von Husten- oder Fiebermitteln alle Personaldaten erfasst werden. In der gesamten Provinz werden die Zufahrten zu allen Dörfern und Gemeinden gesperrt, um Ausreisen zu kontrollieren und Externen den Zugang zu verwehren. Der Betrieb aller Fahrzeuge ist untersagt mit Ausnahme von Transport-, Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeifahrzeugen.[76] Zeitgleich lief eine dreitägige Tür-zu-Tür-Erfassungsaktion in allen Gemeinden an, mit dem Ziel, ausnahmslos alle bisher unerkannten Fälle zu identifizieren und aufzunehmen.[77]

Maßnahmen in weiteren Städten (einschließlich Sonderverwaltungszonen)Bearbeiten

Am Donnerstag, den 23. Januar 2020, wurde die 70 Kilometer östlich von Wuhan gelegene Millionenstadt Huanggang vom öffentlichen Verkehr abgeriegelt. Am Freitag, den 24. Januar 2020 um 00:00 Uhr Ortszeit wurde eine Sperre aller Kinos, Internetcafés und des zentralen Markts von Wuhan ausgerufen. Ähnliche Maßnahmen gab es zudem im nahe gelegenen Ezhou, wo noch am 23. Januar der Hauptbahnhof gesperrt wurde. Damit betrafen die Beschränkungen fast 20 Millionen Menschen, was vom Umfang her einmalig in der neueren Geschichte ist.[78]

In Peking wurden am Donnerstag, den 23. Januar 2020, die Großveranstaltungen zur Feier des chinesischen Neujahrsfests abgesagt sowie einige touristische Attraktionen geschlossen.[79]

Am 25. Januar 2020 betrafen die ausgeweiteten Quarantänemaßnahmen der Behörden etwa 56 Millionen Menschen in 18 Städten Chinas.[80]

Des Weiteren wurde landesweit das öffentliche Verkehrssystem auf ein Minimum heruntergefahren. Der Neujahrsurlaub wurde um eine Woche bis zum 9. Februar 2020 verlängert, um möglichst vielen Menschen die Selbstquarantäne für eine Inkubationszeit des Virus zu ermöglichen.[81]

Ab Mitte Februar 2020 wurde mit Hilfe von Handy-Apps die Bewegung der Bevölkerung überwacht, um die Quarantänemaßnahmen durchzusetzen und Kontaktpersonen zu identifizieren.[82] Dazu muss jeder Bürger eine App auf sein Smartphone installieren, die mit den verschiedenen Online-Diensten, wie Alibaba oder Tencent, verknüpft ist und alle Daten ausliest. Anhand dieser Daten erhalten die Smartphone-Besitzer einen Farbcode auf das Smartphone. Rot heißt zwei Wochen Isolation, gelb sieben Tage Quarantäne und grün freier Zugang. Diese App muss bei Polizeikontrolle, Hauseingangskontrollen etc. vorgezeigt werden.[83][84]

Ab Januar 2020 begann in der Sonderverwaltungszone Hongkong die graduelle Schließung von Schulen, Kindergärten, Freizeitparks und öffentlicher Einrichtungen mit Publikumsverkehr wie Sportzentren oder Bibliotheken. Ausstehende Schulprüfungen wurden mit Maskenpflicht, Temperaturuntersuchungen und Abstandsgeboten noch durchgeführt. Ab dem 17. Januar 2020 wurden Reiserestriktionen für Besucher der Provinz Hubei eingeführt, die in der Folge auf alle Länder ausgedehnt wurden. Quarantänemaßnahmen von Einreisenden wurden elektronisch überwacht und deren Reisedaten vom Immigration Office in das Datensystem der Gesundheitsbehörden eingespeist. Eine allgemeine Maskenpflicht wurde eingeführt und im Gesundheitswesen generell das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung für alle Mitarbeiter vorgeschrieben.[85]

Nachdem die Maßnahmen eingeführt worden waren, waren Beobachter wie Amnesty International skeptisch gegenüber der Sperrung.[86][87] Mit der weltweiten Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie 2019–20 wurden diese Maßnahmen jedoch weltweit zum Vorbild.

Eine wissenschaftliche Studie prüfte im April 2020 die Effektivität der Eindämmungsmaßnahmen und glich auch die aus China gemeldeten Daten mit dem in der Studie verwendeten mathematischen Modell ab. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die chinesischen Fallzahlen plausibel den Verlauf des Ausbruchs wiedergeben würden und in sich kohärent seien. Die Modellrechnung ergab dass ab dem 7. Februar die Zahl der durch das System nicht erfassten Neuinfektionen einen Höhepunkt erreicht habe und somit die Ausbreitung entscheidend gebremst wurde. Die Forscher beschrieben die Maßnahmen als effektiv und ursächlich für die Entwicklung der Fallzahlen, jedoch könne aufgrund der paketweisen Implementierung keine Aussage über die Effektivität von Einzelmaßnahmen getroffen werden.[88]

Bau von provisorischen KrankenhäusernBearbeiten

Aufgrund der dramatisch ansteigenden Zahl von Erkrankten wurde vom 23. Januar bis zum 2. Februar 2020 in Wuhan ein erstes Notkrankenhaus, das Huoshenshan-Krankenhaus, erbaut, das für etwa 1000 Betten konzipiert war und planmäßig am 3. Februar in Betrieb genommen wurde. Am 25. Januar begann der Bau des Leishenshan-Krankenhauses, das für noch größere Kapazitäten ausgelegt war, und am 6. Februar 2020 weitgehend fertiggestellt war.[89]

Insgesamt entstanden in Wuhan 16 Notkrankenhäuser, unter anderem in Sport- und Messehallen der Stadt. Mitte März waren alle 16 geschlossen.[90]

FolgenBearbeiten

AußenpolitikBearbeiten

Die Volksrepublik wurde für das radikale Vorgehen von der WHO und dem deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn gelobt.[91][92][93]

Während viele Staaten mit der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie beschäftigt sind, versucht die VR China im Südchinesischen Meer, territoriale Ansprüche umzusetzen.[94]

Diskurse über den Ursprung des VirusBearbeiten

Auseinandersetzungen gab es, als Ende März 2020 ein G7-Gipfel anberaumt wurde und Donald Trump bei einer gemeinsamen Erklärung das Virus zunächst als China Virus und dann als Wuhan Virus bezeichnen wollte, was sich die Volksrepublik und alle anderen G7-Staaten verbaten. Der chinesisch-amerikanische Konflikt hat sich im Rahmen der Pandemie verschärft.[95] Beide Länder haben die Journalisten der jeweils anderen Seite des Landes verwiesen.[96]

Im Februar 2020 als auch im April 2020 haben sich die USA und China gegenseitig vorgeworfen, COVID-19 als Biowaffe entwickelt zu haben. Von chinesischer Seite wurde behauptet, dass das US-amerikanische Militär bei einer Übung in China das Virus eingeschleppt hätte. Donald Trump unterstellte implizit, dass die chinesischen Regierung das Virus als Biowaffe entwickelt habe.[97] Wissenschaftlich ist der Verdacht, dass es sich um ein künstlich geschaffenes Virus handelt, nicht haltbar.[98][99] Auch der Bundesnachrichtendienst hält dies für die unwahrscheinlichste Variante.[100] Nach chinesischer Sichtweise ist das Virus auf dem Huanan-Markt in Wuhan von illegal verkauften Tieren auf den Menschen übergesprungen.[100] Bezüglich der These, dass das Virus auf einem Markt vom Tier auf den Menschen übergesprungen sei, sind verschiedene wissenschaftliche Artikel veröffentlicht, die nicht schlussendlich verifizieren können, dass es sich um den Wuhaner Markt handelt.[101] Im April 2020 forderte US-Außenminister Mike Pompeo China auf, nachdem er auf mögliche – aber wissenschaftliche nicht verifizierte – Verbindung zwischen Wildtiermärkten und Zoonose verwies, diese Märkte dauerhaft zu schließen.[102]

Im Rahmen dieser Diskussion wurde im April 2020 von der chinesischen Zentralregierung veranlasst, dass wissenschaftliche Publikationen nunmehr ein mehrstufiges Zensurprozedere durchlaufen müssen.[100] Außerdem sollen drei chinesische Aktivisten, die auf GitHub eine Plattform namens Terminus2049 organisierten und zensierte Artikel über COVID-19 wiederherstellten, verhaftet worden sein.[103]

Am 24. April 2020 veröffentlichte die Chinesische Botschaft in Deutschland eine Replik auf die Anschuldigungen auf ihrer Webseite. Dabei wird auf 16 Anschuldigungen eingegangen und diese teilweise mit Belegen dementiert. Weder sei der Virus künstlich hergestellt, noch dem Virologischen Institut in Wuhan entwichen; ob der Virus aus der Volksrepublik China stamme, sei noch nicht geklärt; Verzögerungen beim Informationsaustausch seitens der VR China werden für unwahr erklärt; die Validität der Daten wird dementiert. Die angeblichen Qualitätsmängel chinesischer Schutzausrüstung werden mit unterschiedlichen Standards erklärt.[104]

Desinformationskampagne der chinesischen Außenpolitik und internationale ReaktionenBearbeiten

Im Rahmen der Diskussion über den Ursprung des Virus, aber auch bezüglich der Lieferung von medizinischer Ausrüstung versucht die chinesische Regierung, ihr eigenes Handeln positiv darzustellen und schreckt nicht davor zurück, Druck auszuüben. International versuchten die chinesischen Diplomaten auf allen erdenklichen Wegen, die internationale Diskussion über mögliche Anschuldigungen und den Ursprung des Virus zu beeinflussen.[105] Bekannt wurde, dass chinesische Diplomaten versuchten, deutsche Politiker für positive Aussagen über den chinesischen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu gewinnen. Dies wurde vom Innenministerium auf Anfrage bestätigt.[106]

Die chinesische Regierung versucht ferner Druck auf andere Länder auszuüben, um eigene Interessen durchzusetzen, indem sie die Lieferung von medizinischer Ausrüstung verweigert und droht, chinesische Verbraucher zum Boykott der Produkte dieser Länder aufzurufen, wie z. B. im Fall der Niederlande und Australien.[107][108] Aufgrund dieser chinesischen Desinformationskampagne schloss Schweden als erstes Land alle Konfuzius-Institute und hob Städtepartnerschaften auf.[109]

Die chinesische Staatszeitung China Daily veröffentlichte Anfang Mai 2020 einen Gastbeitrag der 27 europäischen Botschafter, der mit deren Einwilligung zensiert wurde. Vorher stand in dem Artikel, dass der Virus aus China stamme. Dieses Einknicken wurde in den Medien kritisiert.[110]

Kritik seitens afrikanischer StaatenBearbeiten

Nach der Vertreibung afrikanischer, vor allem nigerianischer Studenten aus ihren Wohnungen Anfang April 2020 in Guangzhou wurde den chinesischen Behörden Rassismus vorgeworfen.[111] Es kam zu Protesten der nigerianischen Regierung, die den chinesischen Botschafter einbestellte. Auch dem chinesischen Gesandten bei der Afrikanischen Union wurde eine Protestnote übergeben.[112] Die Botschafter afrikanischer Staaten verlangten in der Note von der chinesischen Regierung, Zwangstests auf das Virus, Quarantäne und andere „inhumane“ Maßnahmen für Afrikaner zu beenden. Das chinesische Aussenministerium gab daraufhin bekannt, dass für alle Personen, die nach Guangzhou einreisen, die gleichen Anti-Virus Maßnahmen gelten.[113] Am 9. April wurde angeordnet, dass auch Afrikaner, die schon länger vor Ort sind, für 14 Tage in Quarantäne müssen, weil von chinesischen Behörden eine zweite Welle Infizierter aus der afrikanischen Gemeinde in Guangzhou vermutet wurde, nachdem 5 Nigerianer im Umfeld eines Restaurants als infiziert erkannt wurden.[114]

InnenpolitikBearbeiten

Kritische Journalisten außerhalb Festlandchinas merkten an, dass sich die Epidemie, gerechnet vom Datum des ersten Erkrankungsfalls, 40 Tage lang habe ausbreiten können, bevor die Behörden energische Maßnahmen (die Quarantäneverhängung) ergriffen. Die zögerliche Reaktion der Behörden sei dafür verantwortlich, dass man derart drastische Maßnahmen habe ergreifen müssen.[21] In einem Interview im Staatsfernsehen am 27. Januar 2020 erklärte der Bürgermeister von Wuhan, Zhou Xianwang (周先旺), selbstkritisch, dass die Reaktion der staatlichen Stellen auf den Epidemieausbruch „nicht gut genug“ gewesen sei und verbessert werden müsse. Die staatlichen Stellen hätten Informationen nur verzögert herausgegeben. Das chinesische Infektionsschutzgesetz verpflichte die örtlichen Behörden, Informationen „entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen“ herauszugeben. Allerdings benötigten die örtlichen Behörden hierzu die Erlaubnis der Zentralregierung. Die letzte Bemerkung Zhous konnte dabei als indirekte Kritik an der Zentralregierung verstanden werden. Zhou bot öffentlich seinen Rücktritt an.[115] Am 11. Februar 2020 wurde bekannt, dass zahlreiche Funktionäre in der Provinz Hubei von ihren Posten entlassen worden waren.[116]

Der Augenarzt Li Wenliang aus Wuhan, der als er einer der Whistleblower des Coronavirus-Ausbruchs bekannt wurde, verstarb am 7. Februar 2020 an COVID-19. In den sozialen Netzwerken wurde sein Tod betrauert und die Regierung kritisiert.[117][118][119] Eine Gruppe chinesischer Intellektueller unter Federführung von Xu Zhangrun von der Tsinghua-Universität unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie die Zentralregierung aufforderten, sich bei Dr. Li zu entschuldigen und die Meinungsfreiheit zu schützen.[120] Der Immobilienunternehmer, ehemaliger Politiker sowie langjähriges Parteimitglied der KPCh, Ren Zhiqiang, wurde festgenommen und ihm werden schwerwiegende Verstöße gegen Disziplin und Recht vorgeworfen. Er hatte Xi für sein Krisenmanagement in einem Essay, der in den sozialen Medien kursierte, kritisiert.[121]

Die chinesische Schriftstellerin Fang Fang hat ein Tagebuch über die Quarantäne in Wuhan verfasst, welches innerhalb Chinas in den sozialen Medien veröffentlicht wurde und zunächst viel Zuspruch erhielt. Nachdem bekannt wurde, dass es im Ausland in Englisch und Deutsch veröffentlicht werden soll, wurde sie in China als Verräterin bezeichnet.[122]

Politische Analysten spekulierten, dass das nicht optimale Krisenmanagement zu einer Bedrohung für Autorität und Glaubwürdigkeit der Staatsspitze werden könne.[123] Am 19. April meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, dass Sun Lijun, der ehemalige Vizeminister der Staatssicherheit, festgenommen wurde, da er schwere Verstöße gegen Disziplin und Recht begangen haben soll. Er war mit der Bekämpfung der Pandemie in Wuhan betraut. Vermutet wird, dass er Präsident Xi gegenüber nicht loyal war und dieser in ihm einen Schuldigen für die Krise sieht.[124]

Der Nationale Volkskongress tagt normalerweise jedes Jahr Anfang März. Aufgrund der Pandemie wurde er verschoben.[125] Der Beginn der Sitzung wurde auf den 22. Mai verlegt.[126] Erwartet werden Erklärungen zur COVID-19-Pandemie.[127]

WirtschaftBearbeiten

Das stellen des gesamten Landes unter Massenquarantäne hat zu einer weitgehenden Einstellung wirtschaftlicher Aktivitäten geführt. Damit war die Wirtschaft für zwei Monate heruntergefahren. Die Industrieproduktion sank um 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, der Einzelhandel um 20,5 Prozent und die Investitionen um 24,5 Prozent. Nachdem die Produktion in China wieder aufgenommen wurde, setzt der chinesischen Wirtschaft die weltweite Verbreitung der Pandemie zu, da die Absatzmärkte fehlen. Hinzukommt, dass schätzungweise 5 Millionen Arbeitnehmer während der Massenquarantäne arbeitslos geworden sind.[128] Andere Analysten gehen von bis zu 250 Millionen Arbeitslosen insgesamt aus. Die offizielle Arbeitslosenquote betrug Ende März 2020 6,2 Prozent, was ein signifikanter Anstieg ist, da die Quote die letzten zehn Jahre bei 4 Prozent lag.[129]

Eine einheitliche Strategie zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Schäden oder für den Konjunkturaufschwung existiert gegenwärtig nicht.[130] Die chinesische Regierung versucht mit Krediten und Reduktionen bei Sozialversicherungsbeiträgen, Steuern, Strom oder Mietzinsen für besonders betroffene Firmen den akuten Schwierigkeiten zu begegnen. Der Binnenkonsum soll durch Gutscheine an die Bevölkerung angekurbelt werden.[128] Konjunkturpakete, wie in der Finanzkrise 2008, seien nicht geplant, weil die chinesische Verschuldung bereits sehr hoch ist und eine Abwertung des RMB zu Spannungen mit den USA führen würde.[130]

Soziale AuswirkungenBearbeiten

Die häusliche Gewalt nahm im Rahmen der verordneteten Quarantäne in China um das Dreifache zu.[131][132]

UmweltBearbeiten

Der CO2-Ausstoß in China ging laut Berichten von Umweltanalysten im Februar 2020 um 25 Prozent zurück.[133]

StatistikBearbeiten

Bestätigte Infektionen (kumuliert)[28]

Bestätigte Infektionen (täglich)[28]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: COVID-19-Pandemie in der Volksrepublik China – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lungenärzte im Netz: Covid-19: Ursachen. Online unter www.lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 14. April 2020.
  2. Tagesschau: "Tief besorgt". WHO spricht von Corona-Pandemie. 11. März 2020. Online unter www.tagesschau.de. Abgerufen am 14. April 2020.
  3. Chaolin Huang, Yeming Wang, Xingwang Li, Lili Ren, Jianping Zhao, Yi Hu, Li Zhang, Guohui Fan, Jiuyang Xu, Xiaoying Gu, Zhenshun Cheng: Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. In: The Lancet. 395, Nr. 10223, 15. Februar 2020, ISSN 0140-6736, S. 497–506. doi:10.1016/S0140-6736(20)30183-5. PMID 31986264.
  4. China’s first confirmed Covid-19 case traced back to November 17 (en). In: South China Morning Post, 13. März 2020. Abgerufen am 23. März 2020. 
  5. Zweifel an Zahlen aus China. Tagesschau, 31. März 2020, abgerufen am 31. März 2020.
  6. Pekings seltsame Corona-Statistik. 31. März 2020, abgerufen am 2. April 2020.
  7. China’s first confirmed Covid-19 case traced back to November 17 (en). In: South China Morning Post, 13. März 2020. Abgerufen am 23. März 2020. 
  8. 她最早判断出疫情并上报:这次把一生的眼泪流光了. sina.com, 2. Februar 2020, abgerufen am 29. März 2020 (chinesisch).
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