COVID-19-Pandemie in Spanien

Teil der COVID-19-Pandemie 2019/2020

Spanien ist von der weltweiten COVID-19-Pandemie besonders stark betroffen. Seit der Meldung des ersten Infektionsfalles am 31. Januar 2020 stieg die Anzahl der COVID-19-Pandemie-bedingten Todesfälle stark an. Den Höhepunkt an täglichen Todesfällen erreichte Spanien am 2. April 2020, als das Gesundheitsministerium 950 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden vermeldete.[1] Zum 5. August 2020 sind in Spanien seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie 28.499 Menschen in Zusammenhang mit der Krankheit verstorben, wobei sich die Anzahl an gemeldeten Infizierten auf 305.767 Fälle beläuft.

Von SARS-CoV-2-Infektionen betroffene autonome Gemeinschaften (bestätigte Infektionen, Stand 4. April 2020):
1 – 99
100 – 499
500 – 999
1000 – 2499
2500 – 4999
5000 – 9999
10000 – 19999
≥20000

In der ersten Augustwoche (3. bis 9. August) wurden mehr als 20.000 neue Fälle entdeckt – doppelt so viele wie zwei Wochen zuvor und zehnmal so viele wie vier Wochen zuvor. Am stärksten betroffen sind weiterhin Katalonien und Aragón. In der letzten Juliwoche war die Infektionsrate auf den Balearen noch ähnlich niedrig wie in Deutschland – innerhalb von nur zwei Wochen stieg die Rate von 8 auf 60 pro hunderttausend Einwohner.[2]

HintergrundBearbeiten

Die COVID-19-Pandemie nahm im Dezember 2019 in der Stadt Wuhan in der Volksrepublik China ihren Anfang. Die neuartige Atemwegserkrankung COVID-19 wird durch das Virus SARS-CoV-2 aus der Gruppe der Coronaviridae verursacht.[3] Am 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Geschehen als weltweite Pandemie ein.[4]

FälleBearbeiten

Der erste Fall in Spanien wurde am 31. Januar 2020 bekannt, als ein deutscher Tourist in La Gomera positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde.[5] Am 9. Februar 2020 wurde der zweite Fall eines positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Briten bekannt, der in das Universitätsklinikum von Son Espases in Mallorca eingeliefert wurde. Am 24. Februar 2020 bestätigte Spanien nach dem COVID-19-Ausbruch in Italien mehrere Fälle im Zusammenhang mit den italienischen Clustern, beginnend mit einem Arzt aus der Lombardei, der auf Teneriffa Urlaub machte.[6] Anschließend wurden auf Teneriffa mehrere COVID-19-Fälle festgestellt, an denen Personen beteiligt waren, die mit dem Arzt in Kontakt gekommen waren. Andere Fälle mit Personen, die Italien besucht hatten, wurden auf dem spanischen Festland entdeckt.[7] Gegen Mitte April berichtete die Zeitung El País, man könne aufgrund der Analyse des Genoms vom 24. Februar schließen, dass sich bereits um Mitte Februar diverse Spanier in der Region Valencia mit dem Virus infiziert hatten.[8]

Ende Februar sagte der oberste Seuchenmanager im Gesundheitsministerium, Fernando Simón, Corona sei kein Grund, sich groß aufzuregen. Am 4. März 2020 meldete Spanien den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem COVID-19-Virus.[9] Die Menschen fühlten sich noch sicher; am Wochenende 7./8. März fanden unter anderem Fußballspiele, Feste und andere Veranstaltungen statt.[10] Am 7. März 2020 hielt die rechtsextreme Partei Vox ihren Parteitag im Palacio Vistalegre in Madrid mit 9000 Teilnehmern ab; ein Teil von ihnen erkrankte später. Am gleichen Tag forderte die Regierungspartei PSOE noch via Twitter dazu auf, die Straßen Spaniens anlässlich der Demonstrationen im Rahmen des internationalen Frauentags am 8. März 2020 „zu füllen“.[11] Etwa 100.000 Menschen nahmen teil.[10] Am 8. März 2020 waren laut Statistik 674 Menschen COVID-infiziert.

 
Provisorisches Krankenhaus in Madrid

Bis zum 18. März 2020 gab es in Spanien nach Angaben der Behörden 11.826 bestätigte Fälle bei 1.028 genesenen Patienten und 533 Todesfällen. Innerhalb von zehn Tagen hatte sich die Zahl registrierten Infizierten um den Faktor 17,5 zugenommen – durchschnittlich jeden Tag um 33 %. Bis zum 24. März stieg diese Zahl exponentiell weiter auf 39.673 Fälle, 2.696 Tote wurden gemeldet und 3.794 geheilte Patienten. Nur auf der Insel La Graciosa war noch kein positiver COVID-Fall registriert worden.[12] Am 24. März 2020 wurde gemeldet, dass Soldaten, die Pflegeheime desinfizierten, entdeckten, dass Bewohner mehrerer Altenheime sich selbst überlassen worden waren und mit Leichen von Menschen lebten, die im Verdacht standen, an COVID-19 gestorben zu sein. Ein Eisstadion wurde als Leichenhalle genutzt.[13][14] Kurz darauf bat die spanische Armee die NATO um Unterstützung. Angefragt wurden Corona-Tests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung. Zudem wurde bekannt, dass zahlreiche infizierte Patienten aus Krankenhäusern geflohen waren.[15]

Bis zum 29. April 2020 starben in Spanien 519 Menschen pro eine Million Einwohner an COVID, womit das Land in dieser Statistik weltweit auf Platz 4 lag. Laut der Zeitung El Pais starben im Durchschnitt rund 30.000 Menschen in Spanien im März, im Jahr 2020 waren es 45.000, eine Übersterblichkeit von etwa 50 %.[16]

Historie und MaßnahmenBearbeiten

Am 9. Februar erklärte der Epidemiologe Fernando Simón, der für medizinische Notfälle in Madrid zuständig ist, dass „Spanien nur eine Handvoll Fälle haben wird“.[17] Am 9. März beschloss die Regionalregierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid (das Exekutivorgan der Region mit der höchsten Anzahl von Fällen zu diesem Zeitpunkt) die Streichung aller Präsenzkurse von 15 Tagen bis zum 26. März 2020 in sämtlichen Bildungseinrichtungen, wobei stattdessen, wenn möglich, Online-Unterricht gefördert werden sollte. Am selben Tag kündigte die baskische Regierung an, dass die gleiche Maßnahme ab dem 10. März in der Gemeinde Vitoria-Gasteiz vollzogen werden würde.[18]

Aufgrund der Pandemie musste das Kabinett praktisch zum ersten Mal zusammenkommen, wobei die Mehrheit der Minister per Videokonferenz teilnahm.

Am 10. März 2020 verfügte die spanische Regierung die sofortige Streichung aller Direktflüge von Italien nach Spanien bis zum 25. März 2020.[19] Zudem billigte die Regierung der Autonomieregion La Rioja am gleichen Tag dieselben Maßnahmen wie die Autonome Gemeinschaft Madrid hinsichtlich der Streichung von Klassen, die ab dem 11. März 2020 ebenfalls durchgesetzt werden sollen. Am 11. März 2020 gab die Regierung der Autonomieregion Valencia die erstmalige Absage des bekannten Frühlingsfestes, der Fallas, seit dem spanischen Bürgerkrieg bekannt.[20] Noch am selben Tage stufte die Weltgesundheitsorganisation WHO die COVID-19-Krise als eine Pandemie ein.[21] Am 12. März 2020 stellte die katalanische autonome Regierung vier Gemeinden unter Quarantäne – Igualada, Vilanova del Cami, Santa Margarida de Montbui und Odena. Am Abend des 12. März 2020 wurden fünf Orte mit etwa 70.000 Einwohnern um die Stadt Igualada in Katalonien, etwa 60 Kilometer von Barcelona entfernt, abgeriegelt. Schulen und Universitäten wurden im ganzen Land für etwa zwei Wochen geschlossen.[22]

Ansprache des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez am 13. März 2020

In Madrid wurden die Gastronomiebetriebe geschlossen. Am Abend des 13. März rief Ministerpräsident Pedro Sánchez den staatlichen Alarmzustand aus, die dritthöchste der in der Verfassung vorgesehenen Notfallstufen. Der Alarmzustand war seit der Rückkehr zur Demokratie bislang nur einmal angewendet worden, nämlich bei einem Fluglotsenstreik 2010.[23][24] Damit einherging eine landesweite Ausgangssperre, wobei auch Spaziergänge und Sport im Freien verboten wurden.[25] Mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken wurde die Schließung aller öffentlich zugänglichen Einrichtungen (Geschäfte, Restaurants etc.) angeordnet.[24] Angestellten und Selbstständigen war es weiterhin gestattet, zum Arbeitsplatz zu fahren, sie sollten aber nach Möglichkeit von zuhause aus ihrer Arbeitstätigkeit nachgehen.

Am 23. März 2020 wurde bekannt, dass der Eispalast von Madrid zu einer temporären Leichenhalle umfunktioniert wurde.[26] Einen Tag vermeldete das Gesundheitsministerium, dass mehr als 500 Personen im Land innerhalb von 24 Stunden an einer SARS-CoV-2-Infektion verstarben.[27]

Am 25. März 2020 stimmte das spanische Abgeordnetenparlament der Verlängerung des staatlichen Alarmzustands (Estado de Alarma) zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie bis zum 12. April 2020 um 0:00 Uhr zu. Aufgrund dieses Alarmzustands gelten im Land seither strenge Einschränkungen der Bewegungsfreiheit. Das Verlassen der Wohnung ist nur noch für wesentliche Aktivitäten wie dem Einkauf von Lebensmitteln oder Medikamenten, Arztbesuchen sowie des Arbeitsplatzes gestattet. Am 4. April 2020 gab Ministerpräsident Pedro Sánchez bekannt, dass eine Verlängerung der Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 26. April beschlossen werden soll.[28] Weiterhin vertrat das spanische Gesundheitsministerium in der ersten Aprilwoche die Auffassung, dass 15 von 16 Infektionen, „mehr als 90 %“, bislang unentdeckt geblieben seien und nicht Bestandteil der bis dato gemeldeten Fallzahlen wären; es gäbe eine sehr hohe Dunkelziffer.[29]

Am 10. April 2020 erklärte der spanische Gesundheitsminister, Salvador Illa, dass der Bevölkerung nach Ostern nun doch empfohlen wird, Gesichtsmasken zur Prävention zu tragen, insbesondere im öffentlichen Nahverkehr. Die Masken würden zeitnah in ausreichender Zahl vom Staat zur Verfügung gestellt werden.[30][31]

Vielfach kritisiert wurde die mangelnde Ausstattung des medizinischen Personals – dieses wies nach Angaben von Gewerkschaften eine Ansteckungsrate von 14 % auf, somit die höchste in Europa während der Pandemie.[32] Am 11. April 2020 erklärte die Regierung, dass sich 25.000 medizinische Fachkräfte in Spanien infiziert hätten.[33]

Am 18. April 2020 gab Ministerpräsident Pedro Sánchez seine Pläne bekannt, dem spanischen Abgeordnetenparlament abermals eine Verlängerung des Alarmzustands mit einer Ausgangssperre ohne Erleichterungen für die Bevölkerung um weitere zwei Wochen bis zum 9. Mai beschlossen werden sollte.[34] Am 21. April 2020 gab Gesundheitsminister Salvador Illa bekannt, dass Kinder bis 12 Jahre ab dem 26. April in Begleitung eines Elternteils das Haus verlassen dürfen, jedoch ausschließlich als Begleitung des Elternteils zum Supermarkt oder zur Apotheke. Aufgrund zahlreicher Proteste seitens der Bevölkerung gab die Regierung noch am selben Abend bekannt, dass die Regelung nun für Kinder bis 14 Jahre gelten würde und sie in Begleitung eines Elternteils innerhalb eines Radius von 1 km maximal 1 Stunde sich draußen aufhalten dürfen. Sowohl der Ministerpräsident als auch dessen Stellvertreter entschuldigten sich tags darauf öffentlich für die ursprüngliche Regelung.[35][36][37]

Am 25. April 2020 erklärte Sánchez, nachdem die kanarische Inselregierung öffentlich eine Erleichterung der Ausgangssperre eingefordert hatte, dass, wenn die Pandemie sich weiter in eine positive Richtung entwickle, es ab dem 2. Mai erlaubt sein werde, für Individualsportarten oder Spaziergänge mit den Menschen, mit denen man zusammen wohnt, ins Freie zu gehen.[38][39] Seit dem 26. April 2020 durften Kinder das Haus in Begleitung eines Elternteils für einen Spaziergang von einer maximalen Dauer von einer Stunde innerhalb eines Radius von einem Kilometer verlassen. Am 28. April 2020 stellte die spanische Regierung, einen 4-Phasen-Plan zu einem schrittweisen Übergang der verschiedenen spanischen Regionen hin zu einer „neuen Normalität“ vor, wobei die erste Phase, die als Vorbereitungsphase dienen soll, genannt „Phase 0“, ab dem 4. Mai in Kraft treten soll. Der Übergang in die jeweils nächste Phase ist seitens der Regierung Sanchez im Einzelfall zu genehmigen. Die vier Phasen sollen der Reaktivierung der spanischen Wirtschaft dienen. Zudem sollen die aufgrund des derzeit noch landesweit geltenden staatlichen Alarmzustands Einschränkungen im sozialen Bereich bis zum 25. Juni dieses Jahres Schritt für Schritt aufgehoben werden. Der Übergang zur Phase 1 sollte zum 11. Mai erfolgen. Ab dem 2. Mai 2020 dürfen Erwachsene Ihr Haus nach acht Wochen Ausgangssperre für maximal eine Stunde innerhalb vorgegebener Uhrzeiten (8:00 bis 10:00 Uhr und 20:00 bis 23:00 Uhr) verlassen, um sich in einem Radius von einem Kilometer im Freien aufhalten zu können.[40]

Am 6. Mai 2020 verlängerte der Kongress den Estado del alarma mit 178 Ja-Stimmen, 75 Nein-Stimmen und 97 Enthaltungen zum vierten Mal in Folge.[41]

Spanien öffnete am 21. Juni 2020 seine Grenzen wieder für die EU-Staaten im Schengen-Raum (Ausnahme Portugal, dort erst am 1. Juli).[42] Seit dem 15. Juni 2020 dürfen Touristen wieder auf die Balearen.[43]

Mit Wirkung zum 21. September 2020 verhängte die Regionalregierung in der Hauptstadtregoin wieder Ausgangsbeschränkungen, die 850.000 Menschen vor allem in den ärmeren südlichen Stadtviertel Madrids sowie daran angrenzende Städte betreffen. Für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder in die Schule dürfen die Bewohner ihre Bezirke verlassen. Am 20. September kam es zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Beschränkungen.[44][45]

Wirtschaftliche FolgenBearbeiten

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf dem spanischen Arbeitsmarkt sind teilweise verheerend. Das Ministerium für Beschäftigung und soziale Sicherheit erklärte, dass allein im März 2020 833.979 sozialversicherungspflichtige Beitragszahler verloren gingen. Zum 28. April sind 562.900 registrierte Personen in Kurzarbeit (ERTE), wobei die Arbeitslosenquote auf 14,4% angestiegen ist.[46] Berücksichtigt man die bis zum 20. April registrierten 3,7 Millionen Arbeitslosen, die nach Angaben der staatlichen Arbeitsverwaltung bis zum 20. April registriert waren, befanden sich mit Stand Ende April 2020 rund 9 Millionen Menschen in einem – wirtschaftlich gesehen – arbeitslosen Zustand, circa 40 % der spanischen Erwerbsbevölkerung im Dezember, was 23 Millionen Bürgern entspricht.[47]

Die Anzahl an KFZ-Zulassungen sank im März 2020 um 69,3 %.[48] Im Monat April wurden im gesamten Monat so viele KFZ zugelassen wie im Vorjahr an einem Werktag, insgesamt 4.163.[49] Dies entspricht einem Rückgang von 96,5 % gegenüber dem Vorjahr und die niedrigste Zahl in den zwei Jahrzehnten zuvor.[49]

Der Ökonom Toni Roldán schrieb im März 2020, Spanien brauche Kredite in Höhe von 200 Milliarden Euro aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus.[50][51] Der Index des spanischen Bruttoinlandsprodukts PIB war im ersten Quartal 2020 5,2 % kleiner als im Vorjahreszeitraum, historisch gesehen der größte Rückgang seit Jahrzehnten.[52]

Im zweiten Quartal 2020 verloren mehr als eine Million Spanier ihre Arbeitsstelle, hunderttausende Kurzarbeiter nicht eingerechnet.[53]

Der spanische Tourismus verbuchte in der ersten Jahreshälfte 2020 knapp 56 Millionen Hotelübernachtungen. Im Jahr 2019 waren dies in den gleichen Monaten 193 Millionen gewesen.[53]

Soziale FolgenBearbeiten

In Folge der Ausgangssperre wurden landesweit mehr als 377.000 Strafanträge gestellt, die Polizei nahm mehr als 3267 Personen fest.[54] Allein am Dienstag, dem 31. März 2020, meldete das spanische Innenministerium 150 Festnahmen und 18.000 Anzeigen. Der Jahresdurchschnitt an Strafanzeigen ähnlicher Art liegt in Spanien normalerweise bei circa 13.000. Zudem gingen verstärkt Anrufe bei der Notrufnummer für häusliche Gewalt ein – das Gleichstellungsministerium verzeichnete in der zweiten Märzhälfte 2020 eine Zunahme von 18 Prozent. Andererseits wurden beispielsweise in Barcelona statt 4000 zuletzt nur noch 93 Diebstähle pro Woche registriert.[55] In der Ortschaft Herrera del Duque wurde verordnet, dass bei Lebensmittel-Einkäufen ein Mindestumsatz von 30 Euro erreicht werden muss, um sicherzustellen, dass die Wohnung so selten wie möglich verlassen wird.[56]

StatistikBearbeiten

Entwicklung der EpidemieBearbeiten

nach Daten der WHO[57]

Bestätigte Infektionen (kumuliert) in Spanien

Bestätigte Infektionen (neue Fälle) in Spanien

Bestätigte Todesfälle (kumuliert) in Spanien

Bestätigte Todesfälle (neue Fälle) in Spanien

Fallzahlen nach autonomen RegionenBearbeiten

Stand 30. März 2020

Autonome Region Bevölkerung (Jul 2019) Anzahl registrierter Infektionen (N) Anzahl registrierter Infektionen (%) Hospitalisiert

(N)

Hospitalisiert (%) Intensivbetreuung (N) Intensivbetreuung (%) Verstorbene (N) Verstorbene (%)
Andalusien 8 446 561 5 818 0,07 % 2 632 45,24 % 235 4,04 % 248 4,26 %
Aragonien 1 324 397 2 272 0,17 % 1 011 44,50 % 165 7,26 % 138 6,07 %
Asturien 1 019 993 1 236 0,12 % 464 37,54 % 65 5,26 % 55 4,45 %
Balearische Inseln 1 198 576 1 069 0,09 % 314 29,37 % 85 7,95 % 42 3,93 %
Baskenland 2 181 919 6 320 0,29 % 3 287 52,01 % 307 4,86 % 325 5,14 %
Ceuta 84 434 34 0,04 % 0 0,00 % 3 8,82 % 1 2,94 %
Extremadura 1 062 797 1 628 0,15 % 320 19,66 % 51 3,13 % 133 8,17 %
Galicien 2 698 764 4 039 0,15 % 1 101 27,26 % 149 3,69 % 84 2,08 %
Kanarische Inseln 2 220 270 1 262 0,06 % 389 30,82 % 94 7,45 % 55 4,36 %
Kantabrien 581 949 1 171 0,20 % 472 40,31 % 50 4,27 % 37 3,16 %
Kastilien-La Mancha 2 038 436 6 424 0,32 % 2 881 44,85 % 344 5,35 % 708 11,02 %
Kastilien und León 2 402 878 6 211 0,26 % 2 276 36,64 % 325 5,23 % 516 8,31 %
Katalonien 7 609 499 18 773 0,25 % 11 322 60,31 % 1 652 8,80 % 1 672 8,91 %
La Rioja 314 487 1 810 0,58 % 524 28,95 % 51 2,82 % 85 4,70 %
Madrid 6 685 471 27 509 0,41 % 13 626 49,53 % 1 514 5,50 % 3 603 13,10 %
Melilla 84 286 54 0,06 % 24 44,44 % 3 5,56 % 1 1,85 %
Murcia 1 494 442 974 0,07 % 224 23,00 % 59 6,06 % 34 3,49 %
Navarra 652 526 2 305 0,35 % 936 40,61 % 99 4,30 % 113 4,90 %
Valencianische Gemeinschaft 4 998 711 5 508 0,11 % 1 833 33,28 % 356 6,46 % 339 6,15 %
Gesamt 47 100 396 94 417 0,20 % 43 636 46,22 % 5 607 5,94 % 8 189 8,67 %

Quelle: RTVE (31. März 2020)

Fallzahlen nach AltersgruppenBearbeiten

 
Übersterblichkeit während der COVID-19-Pandemie (erwartete Todesfälle in schwarz, mit dem Konfidenzband in grau)
Verteilung nach Altersgruppe, Stand 30. März 2020
Altersgruppe Infektionen

N / (%)

Hospitalisiert

N / (%)

Intensivbetreuung

N / (%)

Sterblichkeit (%)
<2 91 (0,2) 45 (0,2) 2 (0,1) 0,00
2–4 33 (0,1) 10 (0,0) 1 (0,1) 0,00
5–14 160 (0,3) 19 (0,1) 0 (0,0) 0,00
15–29 2853 (6,1) 454 (2,2) 24 (1,6) 0,21
30–39 4920 (10,5) 1016 (5,0) 57 (3,9) 0,16
40–49 7208 (15,4) 2052 (10,1) 116 (7,9) 0,44
50–59 8492 (18,1) 3028 (14,9) 251 (17,1) 0,78
60–69 7816 (16,7) 4024 (19,8) 445 (30,3) 2,60
70–79 7738 (16,5) 5154 (25,4) 508 (34,5) 8,89
≥80 7272 (15,5) 4511 (22,2) 67 (4,6) 20,67
Total 46.921 (100) 20.330 (100) 1.471 (100) 5,34

Quelle: Ministerio de Salud

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: COVID-19-Pandemie in Spanien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Coronavirus in Spanien – So viele Tote wie noch nie an einem Tag. In: Tagesschau.de. 2. April 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  2. FAZ.NET 11. August 2020: Warum die Zahlen in Spanien wieder ansteigen
  3. Lungenärzte im Netz: Covid-19: Ursachen. Online unter www.lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 3. April 2020.
  4. Tagesschau: „Tief besorgt“. WHO spricht von Corona-Pandemie. 11. März 2020. Online unter www.tagesschau.de. Abgerufen am 6. April 2020.
  5. Sanidad confirma en La Gomera el primer caso de coronavirus en España. elpais.com. 1. Februar 2020, abgerufen am 13. März 2020 (spanisch).
  6. Sanidad confirma seis nuevos casos de coronavirus en la provincia de Valencia. lasprovincias.es. 27. Februar 2020, abgerufen am 13. März 2020 (spanisch).
  7. Coronavirus, positivi due italiani a Tenerife. Mille persone nell'hotel in quarantena. repubblica.it. 25. Februar 2020, abgerufen am 13. März 2020 (italienisch).
  8. Manuel Ansede: El análisis genético sugiere que el coronavirus ya circulaba por España a mediados de febrero. 22. April 2020, abgerufen am 26. April 2020 (spanisch): „El análisis genético sugiere que el coronavirus ya circulaba por España a mediados de febrero. Un estudio de los 28 primeros genomas del virus descarta la existencia de un ‘paciente cero’ español“
  9. Coronavirus: Spanien meldet ersten Todesfall. euronews., 4. März 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  10. a b Spanische Parteien streiten über Großdemonstration Anfang März
  11. Twittermeldung der PSOE. PSOE auf Twitter, 7. März 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  12. El mapa del coronavirus en España. rtve.es, abgerufen am 23. März 2020 (spanisch).
  13. 500 Tote binnen 24 Stunden – Spanien nutzt Eisstadion als Leichenhalle, Welt.de 24. März 2020
  14. https://abcnews.go.com/Health/wireStory/bodies-ice-rink-spain-sees-record-infections-deaths-69766890
  15. Spanien ruft im Kampf gegen das Virus die Nato zu Hilfe, welt.de 25. März 2020
  16. Borja Andrino, Daniele Grasso, Kiko Llaneras: La epidemia de coronavirus ha provocado ya cinco veces más muertes que la de gripe de 2019. In: El País. 10. April 2020, ISSN 1134-6582 (elpais.com [abgerufen am 10. April 2020]): „Lo normal para un mes de marzo es que se produzcan unas 30.000 muertes en España. Pero el número de fallecidos registrado este año ronda los 45.000. Un 48% más, según datos del Sistema de Monitorización de la Mortalidad (MoMo) del Instituto de Salud Carlos III.“
  17. Giles Tremlett: How did Spain get its coronavirus response so wrong? In: The Guardian. 26. März 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 4. April 2020]).
  18. La Comunidad de Madrid aprueba medidas extraordinarias por el coronavirus. 9. März 2020, abgerufen am 4. April 2020 (spanisch).
  19. España prohíbe todos los vuelos directos procedentes de Italia hasta el 25 de marzo. 10. März 2020, abgerufen am 4. April 2020 (europäisches Spanisch).
  20. Erstmals seit dem Bürgerkrieg: „Fallas“ in Valencia abgesagt. euronews, 13. März 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  21. WHO Director-General’s opening remarks at the media briefing on COVID-19 - 11 March 2020. World Health Organization, 11. März 2020, abgerufen am 29. April 2020 (englisch).
  22. Spanien stellt etwa 70.000 Menschen unter Quarantäne, zeit.de, abgerufen am 13. März 2020.
  23. Coronavirus in Spanien, nrz.de, abgerufen am 13. März 2020.
  24. a b DER SPIEGEL: Coronavirus: Spanien verkündet nationalen Notstand - DER SPIEGEL - Politik. Abgerufen am 14. März 2020.
  25. Spanien schickt Arbeitnehmer in „Zwangsurlaub“. In: tagesschau.de. 28. März 2020, abgerufen am 28. März 2020.
  26. Coronavirus - Entwicklung in Spanien dramatisch. ORF, 24. März 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  27. Mehr als 500 Virus-Tote an einem Tag in Spanien. Reuters, 24. März 2020, abgerufen am 29. April 2020.
  28. Carlos E. Cué: Pedro Sánchez prorroga dos semanas más el estado de alarma. 4. April 2020, abgerufen am 4. April 2020 (spanisch).
  29. Emilio de Benito, Miguel Ángel Medina: Más del 90% de contagios están ocultos. 7. April 2020, abgerufen am 8. April 2020 (spanisch): „Al menos 15 de cada 16 afectados por el coronavirus en España —más del 90%— no está registrado, según las estimaciones del propio Ministerio de Sanidad“
  30. El País, Pablo Linde: Daily coronavirus deaths in Spain fall to 605, the lowest figure since March 24. 10. April 2020, abgerufen am 10. April 2020 (englisch): „The Spanish government, he explained, is recommending the “complementary use” of such masks, above all on journeys via public transport to work.“
  31. Hans-Christian Rößler, Madrid: Spanien als warnendes Beispiel: 500 Tote am Tag gelten schon als Hoffnungszeichen. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 11. April 2020]): „Gleichzeitig vollzog sein Ministerium einen weiteren Kurswechsel: Öffentliche Verkehrsmittel sollen jetzt nur noch mit Gesichtsmasken benutzt werden. Von Montag an werden sie an den Eingängen der U- und S-Bahnen verteilt. Trotzdem riet die Regierung den Bürgern dazu, zu Fuß zu gehen, das Fahrrad oder das eigene Auto zu benutzen.“
  32. Reiner Wandler: Gesundheitspersonal in Spanien: Erst Maskenmangel, dann Arztmangel. In: Die Tageszeitung: taz. 7. April 2020, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 9. April 2020]).
  33. El País: Última hora del coronavirus en España y el mundo, en directo | El Gobierno asegura que repartirá 10 millones de mascarillas en el transporte público, pero que su uso no será obligatorio. 2. März 2020, abgerufen am 11. April 2020 (spanisch): „La doctora María José Sierra, del Centro de Coordinación de Alertas y Emergencias Sanitarias, sobre el número de sanitarios infectados: „Son 25.000 sanitarios, según nos informas las comunidades autónomas“.“
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  41. El País: Últimas noticias del coronavirus, en directo | El Congreso autoriza la cuarta prórroga del estado de alarma con 178 votos a favor, 75 en contra y 97 abstenciones. 2. März 2020, abgerufen am 6. Mai 2020 (spanisch).
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  43. elpais.com 15. Juni 2020: Galicia abandona el estado de alarma y Baleares recibe a los primeros turistas extranjeros
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  51. Giles Tremlett: How did Spain get its coronavirus response so wrong? In: The Guardian. 26. März 2020, ISSN 0261-3077 (englisch, theguardian.com [abgerufen am 2. April 2020]): “The economist Toni Roldán has calculated that Spain needs a €200bn loan from the European Stability Mechanism (ESM).”
  52. El PIB sufre un desplome histórico del 5,2% en el primer trimestre con el inicio de la crisis del coronavirus. Expansion, 30. April 2020, abgerufen am 30. April 2020 (spanisch).
  53. a b Steffen Lüdke, Claus Hecking, DER SPIEGEL: Zweite Corona-Welle in Spanien: "Ich kann nicht glauben, dass wir nichts gelernt haben" - DER SPIEGEL - Politik. Abgerufen am 22. September 2020.
  54. La Provincia-Diario de Las Palmas: Más de 200 detenciones y cerca de 20.500 denuncias por incumplir el estado de alarma en Canarias. Abgerufen am 8. April 2020 (spanisch): „En el conjunto del país, las Fuerzas y Cuerpos de Seguridad del Estado han llevado a cabo 3.267 detenciones y 377.680 propuestas de sanción.“
  55. Hans-Christian Rößler, Madrid: Verstöße gegen Ausgangssperre: Hund zu vermieten. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 5. April 2020]).
  56. Un pueblo establece 30 euros de compra mínima para evitar salidas innecesarias. 24. März 2020, abgerufen am 7. April 2020 (spanisch).
  57. Spain Situation. Fallzahlen der WHO.