COVID-19-Pandemie in San Marino

Teil der COVID-19-Pandemie 2019/2020
Dieser Artikel beschreibt eine laufende Pandemie. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.

Die COVID-19-Pandemie tritt in San Marino seit Ende Februar 2020 als Teil der weltweiten COVID-19-Pandemie auf. Diese neuartige COVID-19-Erkrankung wird durch das Virus SARS-CoV-2 aus der Gruppe der Coronaviren verursacht und gehört in die Gruppe der Atemwegserkrankungen. COVID-19 trat erstmals im Dezember 2019 in Wuhan (China) auf.[1] Ab dem 11. März 2020 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Ausbruchsgeschehen des neuartigen Coronavirus als weltweite Pandemie ein.[2]

VerlaufBearbeiten

Die COVID-19-Verdachtsfälle werden in San Marino getestet und die betroffenen Fälle im Land veröffentlicht sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übermittelt, die in täglichen situation reports (Situationsberichten) über die Fallzahlen im Land berichtet.[3] Daneben berichtet auch die Johns Hopkins University über das Center for Systems Science and Engineering (CSSE)[4] von den Fallzahlen in San Marino.[Anm. 1]

Februar 2020Bearbeiten

Am 27. Februar 2020 wurde der erste bestätigte Fall in San Marino an die WHO gemeldet. Es handelt sich um einen 88-jährigen Italiener mit Vorerkrankungen. Er wurde in ein Krankenhaus in Rimini in Italien eingeliefert.[5]

März 2020Bearbeiten

Am 1. März wurden sieben weitere Fälle von der WHO bestätigt und es wurde bekannt, dass erstmals eine Person in San Marino am neuartigen Virus gestorben war. Es handelte sich um einen 88-jährigen Mann.[6]

Am 8. März war die Zahl der bestätigten Fälle laut WHO auf 36 gestiegen, und am 10. März wurden bereits 63 Fälle bestätigt.[7] Am 11. März wurden laut WHO 66 Fälle bestätigt und die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf drei.[8] Am 12. März erreichte man laut WHO die Zahl von 67 bestätigten Infizierten und fünf Todesfällen.[9]

Am 14. März trat eine landesweite Quarantäne in Kraft, welche bis zum 6. April den Alltag und das freie Bewegen der Bürger weitestgehend einschränkt.[10] Am 18. März 2020 wurden in San Marino laut WHO 119 Fälle und elf Tote registriert.[11]

Am 20. März 2020 wurden in San Marino laut WHO 144 Fälle, 14 Tote und 4 Genesene registriert.[12] Nach Daten der WHO gab es 126 bestätigte Fälle. Am 21. März 2020 wurden in San Marino laut WHO 151 Fälle und weiterhin 14 Tote registriert.[11]

Am 21. März 2020 wurden laut WHO 151 Fälle gemeldet. An den beiden folgenden Tagen wurden keine neuen Fälle an die WHO gemeldet.

Am 24. März 2020 wurden laut WHO 187 Fälle gemeldet.

StatistikBearbeiten

Die Fallzahlen entwickelten sich während der COVID-19-Pandemie in San Marino wie folgt:

InfektionenBearbeiten

Bestätigte Infektionen (kumuliert) in San Marino
nach Daten der WHO
[11][Anm. 1]

Neue Infektionen in San Marino
nach Daten der WHO
[11][Anm. 1]

TodesfälleBearbeiten

Bestätigte Todesfälle (kumuliert) in San Marino
nach Daten des WHO
[11][Anm. 1]

Bestätigte Todesfälle (täglich) in San Marino
nach Daten des WHO
[11][Anm. 1]

AnmerkungenBearbeiten

  1. a b c d e Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen bzw. zeitlichen Verzögerungen zwischen den WHO-Fällen und Angaben anderer Stellen, etwa lokaler Medien, kommen.

Internationaler VergleichBearbeiten

Am 30. März 2020 war San Marino mit 229 bestätigten Fällen[11] auf 33.386 Einwohnern[13] das Land mit den meisten Infizierten pro Kopf auf der Welt (0,69 %). Die bis zu diesem Tag bereits 101.739 Infizierten im angrenzenden Italien, das zu diesem Zeitpunkt als besonders betroffenes Land galt, entsprachen beispielsweise 0,17 % der italienischen Bevölkerung, womit San Marino im Vergleich zu Italien um 406,29 % höhere Infektionszahlen pro Kopf aufwies.

Internationale ReaktionenBearbeiten

Am 10. März 2020 gab die Bundesregierung von Österreich für San Marino ebenso wie für Italien eine Reisewarnung mit der höchsten Sicherheitsstufe (6) aus.[14]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: COVID-19-Pandemie in San Marino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lungenärzte im Netz: Covid-19: Ursachen. Online unter www.lungenaerzte-im-netz.de. Abgerufen am 14. April 2020.
  2. Tagesschau: "Tief besorgt". WHO spricht von Corona-Pandemie. 11. März 2020. Online unter www.tagesschau.de. Abgerufen am 14. April 2020.
  3. Coronavirus disease (COVID-2019) situation reports. World Helth Organisation (WHO), abgerufen am 20. März 2020 (Uhrzeit bis 17. März 2020 10:00 Uhr, ab 18. März 2020 00:00 Uhr).
  4. Johns Hopkins CSSE: Coronavirus COVID-19 Global Cases.. Online unter gisanddata.maps.arcgis.com. Abgerufen am 24. März 2020.
  5. Coronavirus: primo caso nella Repubblica di San Marino. 27. Februar 2020, abgerufen am 16. März 2020 (italienisch).
  6. San Marino Rtv: Coronavirus: è morto il sammarinese ricoverato a Rimini. 1. März 2020, abgerufen am 26. März 2020 (italienisch).
  7. San Marino Rtv: Coronavirus: 36 casi, 10 in più rispetto a ieri. 8. März 2020, abgerufen am 26. März 2020 (italienisch).
  8. San Marino Rtv: Coronavirus: terzo decesso a San Marino, 7 i nuovi casi. 11. März 2020, abgerufen am 26. März 2020 (italienisch).
  9. ISS - Istituto per la Sicurezza Sociale di San Marino. In: iss.sm. Abgerufen am 26. März 2020 (italienisch).
  10. San Marino Rtv: Nuovo decreto legge in vigore fino al 6 aprile. 14. März 2020, abgerufen am 16. März 2020 (italienisch).
  11. a b c d e f g Coronavirus disease (COVID-2019) situation reports. WHO, abgerufen am 12. Mai 2020 (englisch).
  12. Deutschlandfunk: Wie sich das Coronavirus in Europa ausbreitet. 20. März 2020. Online unter www.deutschlandfunk.de. Abgerufen am 21. März 2020.
  13. Resident Population per municipality (Castello). Ufficio Informatica, Tecnologia, Dati e Statistica, abgerufen am 15. März 2020.
  14. Außenministerium der Republik Österreich: Italien – BMEIA, Außenministerium Österreich. Abgerufen am 10. März 2020.