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Burkard Dregger, 2017

Burkard Dregger (* 7. Juni 1964 in Fulda) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Er ist Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und dort seit dem 12. Juni 2018 Vorsitzender der CDU-Fraktion und somit Oppositionsführer.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und BerufBearbeiten

Burkard Dregger leistete von Juli 1983 bis September 1984 seinen Wehrdienst und die Ausbildung zum Offizier bei der Bundeswehr ab.

Von Oktober 1984 bis Oktober 1988 studierte er in Freiburg im Breisgau, Genf, London und Münster (Westfalen) Deutsches und Europäisches Recht (Rechtswissenschaften) und legte 1989 sein Erstes Juristisches Staatsexamen beim Oberlandesgericht Hamm ab.

Zwischen September 1989 und Dezember 1990 ging er einer Forschungstätigkeit am Institut für Internationales Wirtschaftsrecht in Münster nach, ehe er von Januar 1991 bis Juni 1994 ein Referendariat am Landgericht Frankfurt am Main begann, das er für ein einjähriges Studium an der Southern Methodist University in Dallas unterbrach. Dort erlangte er schließlich 1992 den akademischen Grad eines Master of Laws.

Von 1991 bis 1992 war Dregger als freier Mitarbeiter in einer Anwaltskanzlei in Dallas tätig. 1994 legte er sein Zweites Juristisches Staatsexamen ab.

Seit 1995 ist Dregger in Berlin als Rechtsanwalt im Zivilrecht mit Schwerpunkten im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Immobilienrecht tätig.

Neben seinem Beruf engagierte sich Dregger ehrenamtlich in Vorstand und Beirat der Initiative Hauptstadt Berlin. Er ist Mitbegründer der Alliance of Business Lawyers, eines Verbundes selbständiger international agierender Rechtsanwaltskanzleien, dessen Präsident er von 2006 bis 2012 war.

Burkard Dregger praktiziert in Berlin als Rechtsanwalt.[1]

PolitikBearbeiten

Burkard Dregger wurde 2010 durch die heutige Berliner Landesvorsitzende Monika Grütters in die Berliner CDU geworben und kurze Zeit später in den Landesvorstand berufen.

Noch im selben Jahr war Dregger, auf Vorschlag der Berliner CDU-Fraktion, Mitglied der 14. Bundesversammlung.[2]

Bis Dezember 2017 hatte er im Landesvorstand das Amt des Schatzmeisters inne, ehe er zum neuen Mitgliederbeauftragten der Berliner CDU gewählt wurde.

Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin (seit 2011)Bearbeiten

17. Legislaturperiode (2011–2016)Bearbeiten

Am 18. September 2011 zog Dregger bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin erstmals als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Reinickendorf 1 für die CDU in das Berliner Landesparlament ein. Während der Legislaturperiode war er Netz- und Integrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion sowie Mitglied im Arbeitsausschuss, im Ausschuss für Elektronische Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit und darüber hinaus im Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. Des Weiteren war er Mitglied des Richterwahlausschusses.

18. Legislaturperiode (seit 2016)Bearbeiten

Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September 2016 verteidigte Dregger sein Mandat und übernahm die Funktion des Innenpolitischen Sprechers. Zudem ist er Mitglied im Innen- und im Integrationsausschuss des Parlaments und war vom 14. Juli 2017 bis zum 28. Juni 2018 Vorsitzender des 1. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Untersuchung des Ermittlungsvorgehens im Zusammenhang mit dem Terroranschlag am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016 (Fall Amri).[3]

Nachdem der bisherige Amtsinhaber Florian Graf wegen seines Wechsels zum Wirtschaftsrat der CDU seinen Rücktritt erklärte, wurde Dregger am 5. Juni 2018 durch die Landesvorsitzende Monika Grütters als neuer Fraktionsvorsitzender vorgeschlagen, womit er sich intern gegen den früheren Sozialsenator Mario Czaja positionierte, der das Amt ebenfalls anstrebte.[4]

Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer (seit 2018)Bearbeiten

In der Nachfolge Grafs wurde Dregger schließlich am 12. Juni 2018 mit 87 Prozent zum neuen CDU-Fraktionsvorsitzenden im Abgeordnetenhaus gewählt. Er nahm damit zugleich die Rolle des Oppositionsführers ein.[5]

Am 11. September 2018 wurde er im Rahmen der turnusgemäßen Neuwahl des Fraktionsvorstands mit 82,14 Prozent im Amt bestätigt.[6]

PrivatesBearbeiten

Sein Vater war der CDU-Politiker Alfred Dregger, langjähriger Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Vorsitzender der CDU Hessen und Oberbürgermeister von Fulda.

Burkard Dregger ist katholisch, verheiratet und Vater dreier Kinder. Neben seiner Muttersprache spricht er auch Englisch und Französisch.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Burkard Dregger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Team. Dregger Rechtsanwälte Berlin, abgerufen am 15. Juli 2017.
  2. Beschlussprotokoll 16/67. (PDF) Abgeordnetenhaus von Berlin, 17. Juni 2010, abgerufen am 15. Juli 2017.
  3. Beschlussprotokoll 18/3. (PDF) Abgeordnetenhaus von Berlin, 6. Juli 2017, abgerufen am 15. Juli 2017.
  4. Entscheidung: Burkard Dregger soll Fraktionschef werden. In: DER TAGESSPIEGEL. 5. Juni 2018, abgerufen am 5. Juni 2018 (deutsch).
  5. Dregger neuer Berlin-CDU-Fraktionschef. In: DER TAGESSPIEGEL. 12. Juni 2018, abgerufen am 12. Juni 2018 (deutsch).
  6. Dregger als CDU-Fraktionschef bestätigt. In: WELT. 11. September 2018, abgerufen am 11. September 2018 (deutsch).