Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Burgstetten
Burgstetten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burgstetten hervorgehoben
Koordinaten: 48° 56′ N, 9° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Rems-Murr-Kreis
Höhe: 254 m ü. NHN
Fläche: 10,29 km2
Einwohner: 3685 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 358 Einwohner je km2
Postleitzahl: 71576
Vorwahl: 07191
Kfz-Kennzeichen: WN, BK
Gemeindeschlüssel: 08 1 19 018
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 18
71576 Burgstetten
Website: www.burgstetten.de
Bürgermeisterin: Irmtraud Wiedersatz (parteilos)
Lage der Gemeinde Burgstetten im Rems-Murr-Kreis
Allmersbach im TalAllmersbach im TalAlthütteAuenwaldBacknangBacknangBurgstettenFellbachGroßerlachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKaisersbachKirchberg an der MurrLeutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)Leutenbach (Württemberg)MurrhardtOppenweilerPlüderhausenPlüderhausenPlüderhausenRudersbergSchorndorfSchwaikheimSpiegelbergSulzbach an der MurrWaiblingenWaiblingenWaiblingenWeissach im TalWelzheimWinnendenWinterbach (Remstal)Aspach (bei Backnang)BerglenBerglenWeinstadtKernen im RemstalUrbach (Remstal)AlfdorfAlfdorfKorb (Württemberg)RemshaldenKarte
Über dieses Bild

Burgstetten ist eine Gemeinde im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist in Burgstall.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Burgstetten liegt im Murrtal in 212 bis 321 Metern Höhe.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Burgstetten mit den Ortsteilen Burgstall und Erbstetten besteht aus folgenden Dörfern, Weilern und Wohnplätzen. Zu Burgstall gehören das Dorf Burgstall und der Wohnplatz Neumühle. Zu Erbstetten gehören das Dorf Erbstetten und der Weiler Kirschenhardthof.[2]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

GemeindefusionBearbeiten

Die Gemeinde Burgstetten entstand am 1. August 1971 im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg durch den Zusammenschluss der beiden zuvor selbständigen Gemeinden Burgstall an der Murr und Erbstetten.[4] Der Ortsteil Kirschenhardthof gehörte bereits seit 1882 zu Erbstetten. Den Namenszusatz an der Murr führte Burgstall seit dem 7. Dezember 1964.

Burgstall an der MurrBearbeiten

Burgstall wurde 1301 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name ist vermutlich auf eine befestigte Anlage in der Römerzeit oder auf eine mittelalterliche Burg zurückzuführen. Der Ort war ursprünglich zwischen Württemberg und dem Stift Backnang geteilt, bevor Württemberg 1453 den ganzen Ort durch Tausch in seinen Besitz bekam und in das Amt Marbach eingliederte.

ErbstettenBearbeiten

Erbstetten wurde im Jahr 794 anlässlich einer Schenkung an das Kloster Lorsch im Lorscher Codex als Stetin erstmals urkundlich erwähnt.[5] Im 13. Jahrhundert hatte das Esslinger Spital und das Stift Backnang Güter und Rechte, die 1453 von Württemberg erworben wurden. Erbstetten gehörte bis 1938 zum Oberamt Marbach, anschließend zum Landkreis Backnang.

Eine Kirche wird in Erbstetten bereits 1287 erstmals genannt. Über die Grafen von Löwenstein kam sie an das Kloster Lichtenstern. 1474 wurde die spätgotische Chorturmkirche verändert. Der Chor hat ein Netzrippengewölbe, die Nordkapelle von 1568 ist kreuzrippengewölbt. 1584 wird die jetzt evangelische Kirche Laurentiuskirche genannt. Das Schiff wurde 1607 und 1621 nach Norden und Westen erweitert, eine West- und Nordempore mit Ausrichtung auch des Parterre-Gestühls auf die Kanzel an der Südwand zu einer Querkirche erweitert und die Kirche insgesamt 1864, 1936 durch Architekt Werner Klatte und 1956 ff renoviert.[6] Der Taufstein und das Altarkreuz sind spätgotisch. Eine Glocke der Kirche wurde 1503 von Pantlion Sydler aus Esslingen gegossen. Die Kirchengemeinde verfügt auch über ein Gemeindehaus. Bis 1939 gehörte die Kirchengemeinde Erbstetten zum Kirchenbezirk Marbach. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurde sie in den Kirchenbezirk Backnang umgegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg[7][8] (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1. Dezember 1871 ¹ 1147
1. Dezember 1880 ¹ 1247
1. Dezember 1890 ¹ 1282
1. Dezember 1900 ¹ 1244
1. Dezember 1910 ¹ 1243
16. Juni 1925 ¹ 1248
16. Juni 1933 ¹ 1327
17. Mai 1939 ¹ 1388
13. September 1950 ¹ 1880
6. Juni 1961 ¹ 2262
Jahr Einwohner
27. Mai 1970 ¹ 2656
31. Dezember 1980 2959
25. Mai 1987 ¹ 2939
31. Dezember 1990 2989
31. Dezember 1995 3234
31. Dezember 2000 3358
31. Dezember 2005 3406
31. Dezember 2010 3390
31. Dezember 2015 3635

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Burgstetten hat 12 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und der Bürgermeisterin als Vorsitzende. Die Bürgermeisterin ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2019
Sitze
2019
%
2014
Sitze
2014
Kommunalwahl 2019
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,66 %
45,34 %
BV
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,12 %p
-3,12 %p
BV
FWV Freie Wählervereinigung Burgstetten 54.66 7 51.54 6
BV Bürgervereinigung Burgstetten 45,34 5 48,46 6
gesamt 100,0 18 100,0 18
Wahlbeteiligung 64,52 % 56,1 %

BürgermeisterBearbeiten

  • 1960–1979: Erich Schneider
  • 1979–1995: Hans-Ulrich Stäbler
  • seit 1995: Irmtraud Wiedersatz

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Burgstetten, Burgstall (Murr)
 
Burgstall 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
 
Erbstetten 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

VerkehrBearbeiten

Burgstetten gehört zum Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart. Der Bahnhof Burgstall (Murr) liegt an der Kleinen Murrbahn Marbach am NeckarBacknang. Mit der Eröffnung der Verlängerung der S-Bahn-Linie 4 zwischen Marbach und Backnang am 8. Dezember 2012 ist die Gemeinde an das Stuttgarter S-Bahn-Netz angebunden.

Die Linie 455 der FMO bietet zudem eine Busanbindung an Backnang.

Die nächstgelegene Bundesstraße ist die B 14, die etwa fünf Kilometer östlich von Burgstetten verläuft. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Pleidelsheim an der Bundesautobahn 81, etwa 15 Kilometer westlich.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Burgstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 511–512
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Burgstetten.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 446.
  5. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 5), Urkunde 3057, 19. Oktober 794 – Reg. 2488. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 201, abgerufen am 16. April 2018.
  6. Kurt Schaal: Laurentiuskirche Erbstetten; hg. Evangelische Kirchengemeinde Erbstetten; Burgstetten 1980
  7. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2012@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  8. Von 3 auf 11 Millionen! Abgerufen am 4. Oktober 2018.