Burgberg im Allgäu

Gemeinde im Landkreis Oberallgäu in Bayern

Burgberg im Allgäu (amtlich: Burgberg i.Allgäu) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu (Bayern).

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Burgberg i.Allgäu
Burgberg im Allgäu
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burgberg i.Allgäu hervorgehoben

Koordinaten: 47° 32′ N, 10° 17′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 751 m ü. NHN
Fläche: 15,98 km2
Einwohner: 3270 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87545
Vorwahl: 08321
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 118
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grüntenstr. 2
87545 Burgberg i.Allgäu
Website: gemeinde-burgberg.de
Erster Bürgermeister: André Eckardt (CSU)
Lage der Gemeinde Burgberg i.Allgäu im Landkreis Oberallgäu
ÖsterreichBaden-WürttembergLandkreis Lindau (Bodensee)Kempten (Allgäu)Landkreis UnterallgäuLandkreis OstallgäuKempter Wald (gemeindefreies Gebiet)WildpoldsriedWiggensbachWertachWeitnauWaltenhofenSulzberg (Landkreis Oberallgäu)SonthofenRettenbergOfterschwangOberstdorfOberstaufenObermaiselsteinOy-MittelbergMissen-WilhamsLauben (Landkreis Oberallgäu)Immenstadt im AllgäuBad HindelangHaldenwang (Landkreis Oberallgäu)Fischen im AllgäuDurachDietmannsriedBurgberg im AllgäuBuchenbergBolsterlangBlaichachBetzigauBalderschwangAltusriedKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt südwestlich am Fuß des „HausbergsGrünten. Es gibt nur die Gemarkung Burgberg im Allgäu. Die Gemeinde hat 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Östlich von Burgberg fließt die Starzlach, welche die seit 1932 begehbare Starzlachklamm bildet und beim Gemeindeteil Erzflöße in die Ostrach mündet.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Namensgebend für die Gemeinde ist die Burg Heimenhofen am südöstlichen Ortsausgang. Bereits 1140 war diese Sitz des Burkhart von Burgberg. Von 1351 bis 1536 war sie Sitz der Herren von Heimenhofen. Burgberg im Allgäu gehörte zum Hochstift Augsburg. Seit der Säkularisation von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Von 1988 bis 2008 wuchs die Bevölkerung um 488 Personen bzw. ca. 19 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2620 auf 3256 um 636 Einwohner bzw. um 24,3 %.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987:

Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 876 920 1129 1706 1636 2167 2608 2807 3151 3251 3226 3107 3229
 
Burgberg von Südosten
 
Burgberg mit Grünten

BergbauBearbeiten

Im Spätmittelalter wurde in der Nähe von Burgberg, am Fuße des Grünten Erz aus dem vererzten Nummulitenkalk abgebaut, welches im nahen Sonthofen und Hindelang verhüttet wurde. Zur Erinnerung daran wurde am 16. Juli 2006 die „Erzgruben Erlebniswelt am Grünten“ eröffnet. Aufgrund der Erzgewinnung wurden große Teile des Burgberger Waldes abgeholzt. Er wurde wieder aufgeforstet und besteht heute aus einer Nadelwald-Monokultur, die für Borkenkäfer anfällig ist.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Wahl am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

Partei/Liste Stimmenanteil Sitze
Christlich-Soziale Union in Bayern 30,02 % 5
Bündnis 90/Die Grünen 19,21 % 3
Freie Wähler Bayern 21,16 % 3
Unabhängige Liste 29,61 % 5

Die Wahlbeteiligung lag bei 72,29 % und damit um 8,2 % höher als 2014. Gegenüber 2014 verloren CSU und Freie Wähler jeweils einen Sitz, die Unabhängige Liste konnte ein Mandat dazu gewinnen. Während die SPD (bisher zwei Sitze) keinen Wahlvorschlag mehr einreichte, bewarben sich Die Grünen neu und erreichten auf Anhieb drei Sitze.

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 André Eckardt (CSU); dieser wurde am 15. März 2020 bei einem Mitbewerber mit 56,3 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war von 1990 bis 2020 Dieter Fischer (Freie Wähler); bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 war er mit einem Stimmenanteil von 55,3 % für die fünfte Amtszeit gewählt worden.

WappenBearbeiten

Blasonierung:Gespalten von Rot und Silber; am Spalt vorne eine silberne Burg mit offenem Tor, hinten ein grüner Berg mit drei Spitzen, belegt mit einem silbernen Schlägel und einem silbernen Hammer in schräger Kreuzung.“[3]
Wappenbegründung: Die Burg und der Berg stehen redend für den Ortsnamen. Die Burg war der Stammsitz der Herren von Burgberg, die bereits im 12. Jahrhundert erwähnt werden und bis 1327 nachweisbar sind. Burgberg blieb bis 1803 im Besitz des Hochstifts Augsburg. Daran erinnern die Farben Rot und Silber. Der Berg stellt außerdem den nahe gelegenen Grünten dar. Hammer und Schlägel erinnern an die vom 17. bis zum 19. Jahrhundert betriebenen Erzgruben, in denen auch viele Burgberger Knappen arbeiteten.

BaudenkmälerBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

BildungBearbeiten

Vor Ort gibt es einen Kindergarten und eine Grundschule.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Arnulf Heimhofer (1930–2020), deutscher Kunstmaler
  • Hermann Köberle (* 27. Februar 1919; † 28. März 2011)

FreizeitBearbeiten

Im Winter stehen zahlreiche Langlaufloipen und eine Rodelbahn zur Verfügung, im Sommer laden das im Mai 2007 neueröffnete Naturfreibad und der Ortwanger Baggersee zum Baden ein. Des Weiteren sind zahlreiche Wanderwege ausgeschildert.

Alle zwei Jahre findet am Faschingssamstag der Burgberger Nachtumzug statt.

WeblinksBearbeiten

Commons: Burgberg im Allgäu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten