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Die ehemalige Bundeswehrfachschule in Kiel

Die Bundeswehrfachschulen (BwFachS) sind eine Bildungseinrichtung der Bundeswehr, an der ausscheidende Zeitsoldaten mit mindestens 4 Jahren Verpflichtungszeit und BO 41 (Berufsoffiziere im fliegerischen Dienst mit besonderer Altersgrenze) Schulabschlüsse (Realschulabschluss, Fachschulreife und Fachhochschulreife) nach der Dienstzeit nachholen können. Bundeswehrfachschulen befinden sich in Berlin, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Köln, München, Naumburg (Saale) und Würzburg. Sie sind dem Bildungszentrum der Bundeswehr nachgeordnete Ortsbehörden und wurden am 1. Januar 2013 mit der Auflösung des Bundesamtes für Wehrverwaltung (BAWV) aus dessen Geschäftsbereich übernommen.

An den Bundeswehrfachschulen Berlin, Hamburg und Köln wurden neben der schulischen Ausbildung noch der berufsqualifizierende Lehrgang Staatlich anerkannter Erzieher angeboten. Aufgrund fehlender Nachfrage werden ab Juni 2019 Lehrgänge dieser Fachrichtung ausgesetzt.

Seit April 2017 werden an den Bundeswehrfachschulen ZAW-Maßnahmen zur Erlangung des Berufsabschluss' "Kaufmann/-frau für Büromanagement" und Lehrgänge für den Erwerb des Mittleren Schulabschluss' (MSA) für aktive Zeitsoldaten angeboten.[1]

Die Fachaufsicht über die Bundeswehrfachschulen übt einerseits das Bildungszentrum der Bundeswehr und das Bundesministerium der Verteidigung und andererseits die zuständige Schulaufsichtsbehörde des Bundeslandes, in dem die Bundeswehrfachschule ihren Sitz hat, aus. Somit ist sichergestellt, dass aufgrund der Alleinzuständigkeit der Bundesländer in Schul- und Bildungsangelegenheiten die an den Bundeswehrfachschulen erworbenen schulischen Abschlüsse bundesweit anerkannt sind.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bildungsangebot. BiZBw, 8. August 2018, abgerufen am 15. April 2019.