Bundestagswahlkreis Waiblingen

Bundestagswahlkreis in Baden-Württemberg, Deutschland

Der Wahlkreis Waiblingen (2005: Wahlkreis 265, seit 2009: Wahlkreis 264) ist seit 1949 ein Bundestagswahlkreis in Baden-Württemberg. Er umfasst den Südteil des Rems-Murr-Kreises mit den Gemeinden Alfdorf, Berglen, Fellbach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Schwaikheim, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim, Winnenden und Winterbach.[1]

Wahlkreis 264: Waiblingen
Lage des Bundestagswahlkreises Waiblingen in Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Bundesland Baden-Württemberg
Wahlkreisnummer 264
Wahlberechtigte 220.617
Wahlbeteiligung 76,2 %
Wahldatum 22. September 2013
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten
Partei CDU
Stimmanteil 36,8

Bundestagswahl 2021Bearbeiten

Fünf der sechs im Bundestag vertretenen Parteien haben im Wahlkreis Waiblingen ihre Kandidatenplätze neu besetzt, nur die AfD schickt wieder MdB Jürgen Braun ins Rennen, im Wahlkreis und auf Landeslistenplatz 10. Auf ähnlich aussichtsreichen Plätzen wurden die Kandidaten der Linken und der FDP aufgestellt, während die Vertreter von SPD und CDU keine Landeslistenplätze innehaben. Joachim Pfeiffer war für die CDU erneut nominiert, hat aber im April nach diversen Vorwürfen seinen Rückzug[2] aus der Bundespolitik erklärt. Es wurden insgesamt 12 Kreiswahlvorschläge eingereicht.[3]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Christina Stumpp CDU
Urs Abelein SPD
Stephan Seiter FDP
Jürgen Braun AfD
Anne Kowatsch Grüne
Luigi Pantisano Die Linke
Friedrich Häfner Die PARTEI
Volker Walfried Hepp Freie Wähler
Kai Steffen Dorra DiB
Dieter Böttcher MLPD
Brigitte Aldinger dieBasis
Anna Marie Schorn Volt

Bundestagswahl 2017Bearbeiten

Zweitstimmen zur Bundestagswahl 2017
Wahlkreis 264 Waiblingen
 %
40
30
20
10
0
33,0
16,2
15,9
12,9
12,2
5,6
4,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
−12,7
+8,4
−4,2
+7,5
+1,9
−0,9
± 0,0

Zur Bundestagswahl am 24. September 2017 kandidierten die folgenden Direktkandidaten:[4]

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in %
Joachim Pfeiffer CDU 36,8 33,0
Sybille Mack SPD 19,2 15,9
Lisa Walter FDP 13,4 16,2
Jürgen Braun AfD 12,4 12,9
Andrea Sieber GRÜNE 12,2 12,2
Reinhard Neudorfer Die Linke 4,9 5,6
Uwe Olschenka ÖDP 0,9 0,4
Dieter Böttcher MLPD 0,2 0,1

Über den AfD-Landeslistenplatz 6 zog auch Jürgen Braun in den Bundestag ein.

Bundestagswahl 2013Bearbeiten

Bei der Bundestagswahl 2013 waren 220.617 Personen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 76,2 %. Es ergab sich folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2009
Zweitstimmen in %
Joachim Pfeiffer CDU 51,5 45,7 33,2
Alexander Bauer SPD 22,9 20,1 19,4
Andrea Sieber Bündnis 90/Die Grünen 10,5 10,3 14,1
Hartfrid Wolff FDP 3,7 7,8 20,7
REP 0,4 0,9
Udo Rauhut Die Linke. 3,7 4,5 6,5
PBC 0,4 0,6
Jürgen Wehner NPD 1,3 1,1 1,1
Volker Dyken PIRATEN 2,2 2,1 1,8
BüSo 0,0 0,0
ödp 0,3 0,5
MLPD 0,1 0,1
Thomas Bezler DIE VIOLETTEN 0,3 0,3
Tierschutzpartei 0,8 0,6
Dieter Bielang AfD 3,8 5,4
Volksabstimmung 0,2 0,2
BIG 0,1
pro Deutschland 0,1
Freie Wähler 0,3
Partei der Vernunft 0,1
Rentner 0,4

[5]

Bundestagswahl 2009Bearbeiten

Bei der Bundestagswahl 2009 waren 220.220 Personen wahlberechtigt, die Wahlbeteiligung lag bei 74,7 %. Es ergab sich folgendes Ergebnis:

Direktkandidat Partei Erststimmen in % Zweitstimmen in % Bundestagswahl 2005
Zweitstimmen in %
Joachim Pfeiffer CDU 43,0 33,2 38,4
Hermann Scheer SPD 27,2 19,4 29,3
Daniel Mouratidis Bündnis 90/Die Grünen 9,5 14,1 11,2
Hartfrid Wolff FDP 12,2 20,7 13,7
REP 0,9 1,2
Reinhard Neudorfer Die Linke. 5,3 6,5 3,2
PBC 0,6 0,7
Jürgen Wehner NPD 1,7 1,1 0,9
PIRATEN 1,8
BüSo 0,0 0,1
Karl-Heinz Bok ödp 0,9 0,5
Angelika Göhner-Feller MLPD 0,2 0,1 0,1
DIE VIOLETTEN 0,3
Tierschutzpartei 0,6
Volksabstimmung 0,2
ADM 0,1
DVU 0,1

[6]

Wahlkreissieger seit 1949Bearbeiten

Wahl(en) Name Partei
1949, 1953 Karl Georg Pfleiderer FDP
1957 Friedrich Fritz CDU
1961 Carl Roesch SPD
1965 Friedrich Fritz CDU
1969, 1972 Manfred Wende SPD
1976, 1980, 1983, 1987, 1990, 1994, 1998 Paul Laufs CDU
2002, 2005, 2009, 2013, 2017 Joachim Pfeiffer CDU

WahlkreisgeschichteBearbeiten

Wahl Wahlkreisname Gebiet
1949 12 Waiblingen Landkreis Waiblingen
1953–1961 174 Waiblingen
1965–1972 177 Waiblingen
1976 177 Waiblingen vom Rems-Murr-Kreis die Gemeinden Berglen, Fellbach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Schwaikheim, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim, Winnenden und Winterbach
1980–1998 168 Waiblingen vom Rems-Murr-Kreis die Gemeinden Alfdorf, Berglen, Fellbach, Kaisersbach, Kernen im Remstal, Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Rudersberg, Schorndorf, Schwaikheim, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim, Winnenden und Winterbach
2002–2005 265 Waiblingen
seit 2009 264 Waiblingen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wahlkreiseinteilung (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)
  2. https://www.swr.de/swraktuell/wahl/bw/bundestagswahl-2021/wk-264-wahlkreis-waiblingen-100.html
  3. https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2021/wahlbewerber/bund-99/land-8/wahlkreis-264.html
  4. Direktkandidatinnen und Direktkandidaten 264: Waiblingen. (Nicht mehr online verfügbar.) Der Bundeswahlleiter, archiviert vom Original am 26. September 2017; abgerufen am 13. September 2017.
  5. Bundeswahlleiter - Wahlkreisergebnis Wahlkreis 264 (Memento vom 28. Mai 2016 im Internet Archive) Abgerufen am 25. September 2013
  6. Bundeswahlleiter - Wahlkreisergebnis Wahlkreis 264 (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive) Abgerufen am 25. September 2013

WeblinksBearbeiten