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Bundessortenamt

Bundesoberbehörde für Zulassung von Pflanzensorten und Sortenschutz

Das Bundessortenamt (BSA) ist als Sortenamt eine selbständige deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Amt hat seinen Sitz in Hannover (vormals in Rethmar) und unterhält 11 Prüfstellen in Deutschland. Es wurde 1953 im Zuge des Saatgutgesetzes gegründet und ersetzte das im April 1948 in Frankfurt am Main gegründete Sortenamt für Nutzpflanzen.[2] Das BSA verfügt über 580 ha Freiland-Anbaufläche und 7000 m² Gewächshausfläche. Insgesamt wurden 2012/13 etwa 16.500 verschiedene Sorten angebaut.[1]

Bundessortenamt
– BSA –
Logo
Stellung Bundesoberbehörde
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Gründung 1953
Hauptsitz Hannover
Behördenleitung Präsident: Udo von Kröcher
Bedienstete 2013: 362[1]
Haushaltsvolumen Haushaltsausgaben 2013: 22,9 Mio. €
Website www.bundessortenamt.de
Amtsgebäude in Hannover

Das BSA ist zuständig für die Zulassung von Pflanzensorten (Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Saatgut) und den Sortenschutz, also den rechtlichen Schutz von neuen Pflanzensorten („Schutz des geistigen Eigentums“). Rechts- und Prüfungsgrundlagen für die Arbeit des Bundessortenamts sind das Saatgutverkehrsgesetz und das Sortenschutzgesetz.

Inhaltsverzeichnis

OrganisationBearbeiten

Der Präsident leitet das Bundessortenamt und vertritt es nach außen. Des Weiteren gliedert sich das Amt in drei Abteilungen, die in Referate unterteilt sind.[3]

  • Präsident: Udo von Kröcher
    • Referat P 1: Nationale und internationale Sorten- und Saatgutangelegenheiten, Koordinierungsstelle zum BMELV
    • Referat P 2: Kommunikation, Biopatent-Monitoring, Qualitätsmanagement
  • Abteilung 1: Zentralabteilung
  • Abteilung 2: Sortenzulassung, Sortenschutz, Genetische Ressourcen
  • Abteilung 3: Prüfungsdurchführung

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Frank Hinrichs: Wofür ein Bundessortenamt? In: Verwaltungsrundschau (VR). Zeitschrift für Verwaltung in Praxis und Wissenschaft. 52. Jg., 2006, ISSN 0342-5592, S. 89–92.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten