Bundesinstitut für Berufsbildung

Forschungseinrichtung

Koordinaten: 50° 42′ 23,5″ N, 7° 8′ 19,3″ O

Bundesinstitut für Berufsbildung
— BIBB —

Logo
Staatliche Ebene Bund
Rechtsform bundesunmittelbare
rechtsfähige
Anstalt des öffentlichen Rechts[1]
Aufsichtsbehörde Bundesministerium für Bildung und Forschung
Gründung 1970
Hauptsitz Bonn[1]
Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen
Behördenleitung Friedrich Hubert Esser[2]
Netzauftritt www.bibb.de

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit Sitz in Bonn ist eine bundesunmittelbare rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts[1] und Einrichtung zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Die Ziele der Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsarbeit des BIBB bestehen darin, Zukunftsaufgaben der Berufsbildung zu identifizieren, Innovationen in der nationalen wie internationalen Berufsbildung zu fördern und neue praxisorientierte Lösungsvorschläge für die berufliche Aus- und Weiterbildung zu entwickeln.

Das BIBB wurde 1970 aufgrund des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) von 1969 als Bundesinstitut für Berufsbildungsforschung (BBF) gegründet. Rechtliche Grundlage für das BIBB, seine Aufgaben und Organe ist das BBiG in der Fassung vom 1. April 2005, das die bisherigen Regelungen des Berufsbildungsförderungsgesetzes (BerBiFG) abgelöst hat.[3] Das BIBB unterliegt der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und wird als bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts aus Haushaltsmitteln des Bundes finanziert. Die Aufgaben des BIBB werden in § 90 BBiG beschrieben.

Teil des Dienstgebäudes des BIBB

Für die Vorbereitung des Berufsbildungsberichtes der Bundesregierung erhebt das BIBB unter anderem bei den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge zum 30. September nach BBiG und HwO und wirkt an der Durchführung der Berufsbildungsstatistik zum 31. Dezember mit. Im BIBB werden Ausbildungsberufe und Fortbildungsregelungen in Abstimmung mit den Sozialpartnern entwickelt und bestehende Berufe modernisiert sowie das Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe erstellt. Der vom BIBB herausgegebene Datenreport zum Berufsbildungsbericht liefert Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Er stellt die Datenbasis für den Berufsbildungsbericht des BMBF dar und informiert beispielsweise über die Entwicklung der Ausbildungsplatzsituation in Deutschland.

Das BIBB ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Ressortforschungseinrichtungen.

Projekte, Initiativen und EinrichtungenBearbeiten

  • Berufsbildungsbericht bzw. Datenreport zum Berufsbildungsbericht, eine Ergänzung zum Berufsbildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und wird jährlich Anfang April vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) herausgegeben
  • AusbildungPlus, ein Projekt des Bundesinstitut für Berufsbildung zum Ausbau einer Datenbank zu Ausbildungsangeboten mit Zusatzqualifikation und dualen Studiengängen, Integration eines entsprechenden Datenbank-Portals und Wissenschaftliche Analysen der Datenbankinhalte
  • DEQA-VET, beim Bundesinstitut für Berufsbildung, befasst sich mit der Qualitätssicherung und -entwicklung in der beruflichen Bildung.
  • Jobstarter, Ausbildungsstrukturprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), beim Bundesinstitut für Berufsbildung angesiedelt
  • Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung
  • VET Repository (VET steht für Vocational Education and Training) ist eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn betriebene Datenbank. Ziel des VET Repository ist es, möglichst viele Texte für die Berufliche Bildung als Open Access zugänglich zu machen.
  • ReferNet ist ein strukturiertes, dezentrales System zur Erfassung und Verbreitung von Daten und Informationen über aktuelle Entwicklungen in der Berufsbildung, Berufsbildungsforschung und verwandten Themen in Europa. In Deutschland ist das BIBB Koordinierungsstelle des nationalen Konsortiums.
  • Die Initiative Klischeefrei ist ein von der Bundesregierung initiiertes Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Praxis und Forschung, das sich für eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees einsetzt. Das BIBB betreibt für die Initiative Klischeefrei das Fachportal klischee-frei.de. Es unterstützt alle am Berufswahlprozess Beteiligten, die Mädchen und Jungen auf ihrem Weg in den Beruf begleiten, der zu ihren Stärken passt – frei von Geschlechterklischees.
  • Der Hermann-Schmidt-Preis wird vom Verein Innovative Berufsbildung jährlich verliehen und wurde 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv) Bielefeld gegründet. Namensgeber ist der von 1977 bis 1997 amtierende Präsident des Instituts für Berufsbildung, der Berufspädagoge Hermann Schmidt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c § 89 BBiG
  2. https://www.bibb.de/de/2036.php
  3. Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). In: Netzwerk-IQ.de. Abgerufen am 3. Januar 2020.