Bundesgesellschaft für Endlagerung

Vorhabenträger und Betreiber von Endlagern für radioaktive Abfälle

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit Sitz in Peine ist eine im Juli 2016 gegründete bundeseigene Gesellschaft. Die Gründung erfolgte auf Grundlage des 2016 verabschiedeten Gesetzes zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung. Als designierter Vorhabenträger und Betreiber von Endlagern für radioaktive Abfälle gehört sie als öffentliches Unternehmen zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums. Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).[1]

Bundesgesellschaft für Endlagerung

Logo
Rechtsform GmbH[1]
Gründung 2016
Sitz Peine, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Stefan Studt,[2] Steffen Kanitz,
Beate Kallenbach-Herbert und Thomas Lautsch[3][4]
Mitarbeiterzahl ca. 1900[5]
Branche Endlagerung
Website www.bge.de

BW

Ihre gesetzlichen Aufgaben sind die Suche nach einem Endlagerstandort in tiefer geologischer Formation für hochradioaktive Abfälle sowie der Endlagerbetrieb. Die Asse-GmbH, die Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH sowie Teile des Bundesamtes für Strahlenschutz sind in ihr am 20. Dezember 2017 aufgegangen.[6][7][1][8][9]

Im Abschlussbericht der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe wurde die Gesellschaft noch als Bundes-Gesellschaft für kerntechnische Entsorgung bezeichnet.[10] In der Novelle des Standortauswahlgesetzes vom Juni 2016 wird sie neue Bundesgesellschaft genannt.[11]

Seit April 2017 ist die BGE Betreiber der Schachtanlage Asse II, des Endlagers Konrad sowie des Endlagers Morsleben. Außerdem gehören zur Gesellschaft Standorte in Berlin und Gorleben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Juli 2017 berufen.[12]

Im September 2020 veröffentlichte die BGE den Zwischenbericht Teilgebiete, in dem ein Zwischenstand der wissenschaftlichen Untersuchungen zu den potentiellen Endlagern präsentiert wurde.[13]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Bundesgesellschaft für Endlagerung kommt nach Peine. In: Peiner Allgemeine Zeitung. 14. Juli 2016, abgerufen am 30. Juli 2016.
  2. BGE in Peine: Stefan Studt neuer Leiter der Geschäftsführung. In: Peiner Allgemeine Zeitung. 1. August 2018.
  3. BfS-Präsident König wird das neue Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit leiten. Bundesamt für Strahlenschutz, 3. August 2016, abgerufen am 3. August 2016.
  4. Organigramm der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH. Abgerufen am 29. September 2020 (PDF).
  5. Das Unternehmen. Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH, abgerufen am 29. September 2020.
  6. Bundesgesellschaft für Endlagerung geht nach Peine. Norddeutscher Rundfunk, 14. Juli 2016, abgerufen am 30. Juli 2016.
  7. Hauptsitz der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Peiner Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2016, abgerufen am 30. Juli 2016.
  8. Neue BGE-Atombehörde: Heinen-Esser wird Leiterin. Peiner Allgemeine Zeitung, 2. August 2016, abgerufen am 3. August 2016.
  9. Hans-Jürgen Weyer: Bundesgesellschaft für Endlagerung formiert sich. In: GMIT/Geowissenschaftliche Mitteilungen Nr. 71, März 2018, S. 22–33.
  10. Verantwortung für die Zukunft – Ein faires und transparentes Verfahren für die Auswahl eines nationalen Endlagerstandortes. Abschlussbericht der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe. BT-Drs. 18/9100, 5. Juli 2016 (noch nicht lektorierte Version).
  11. Deutscher Bundestag: Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (16. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU, SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen – Drucksache 18/8704 – Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Standortauswahlgesetzes. Drucksache 18/8913, 22. Juni 2016.
  12. Pressemitteilung Nr. 06/17 der BGE – Aufsichtsrat der BGE berufen. Bundesgesellschaft für Endlagerung, 27. Juli 2017, abgerufen am 29. September 2020.
  13. Zwischenbericht Teilgebiete | Endlagersuche - BGE. Abgerufen am 16. Mai 2021.