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Broichweiden

Stadtteil von Würselen in der Städteregion Aachen

Die Orte Euchen, Broich, Linden-Neusen und Weiden der ehemaligen Gemeinde Broichweiden [broːxˈvaɪdn̩] (siehe auch Rheinische Ortsnamen) sind heute Stadtteile von Würselen (gelegentlich fasst man die Orte zum Stadtteil Broichweiden zusammen)[1] in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen.

Broichweiden
Stadt Würselen
Ehemaliges Gemeindewappen von Broichweiden
Koordinaten: 50° 49′ 30″ N, 6° 9′ 56″ O
Höhe: 187 m ü. NHN
Fläche: 17,8 km²
Einwohner: 9086 (8. Feb. 2011)
Bevölkerungsdichte: 510 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52146
Vorwahl: 02405
Broichweiden (Nordrhein-Westfalen)
Broichweiden

Lage von Broichweiden in Nordrhein-Westfalen

Hauptstraße (L 136) in Broichweiden
Hauptstraße (L 136) in Broichweiden

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die früheste schriftliche Erwähnung einer Ansiedlung im Bereich der ehemaligen Gemeinde Broichweiden betrifft den Weiler Broich (1130)[2]. Ab dem Mittelalter und bis 1798 gehörten das Kirchspiel Broich mit den Orten Broich, Birk, Euchen, Linden, Neusen, Ofden, Schleibach, Vorweiden, und einigen Weilern zum Herzogtum Jülich. Weiden, zum Kirchspiel Würselen gehörig, bestand aus den Örtchen Weiden, Wersch, St. Jobs, Dobach und Dommerswinkel und bildete das Weidener Quartier, eines von sieben Quartieren des Aachener Reiches. Zwischen Weiden und Vorweiden verlief die Reichsgrenze und deren Befestigungsanlage, der Aachener Landgraben, zu dem auch der ehemalige und nicht mehr existierende Wachturm Wambach gehörte.
Von 1798 bis 1814 gehörten alle Orte zum Kanton Eschweiler im Département de la Roer, ab 1816 zum neugebildeten Landkreis Aachen in Preußen. Ab 1806 wurden die beiden Kirchspiele zu Gemeinden. 1934 wurden die Gemeinde Broich und die Gemeinde Weiden zur Gemeinde Broichweiden vereinigt. Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Bardenberg und Broichweiden sowie die Stadt Würselen zur neuen Stadt Würselen zusammengelegt.[3]

Vorweiden bildete zusammen mit Lürken viele Jahrhunderte lang die evangelische Kirchengemeinde "Vorweiden-Lürken". Nach der Abbaggerung von Lürken bildete Vorweiden, nun zur Gemeinde Broichweiden gehörig, zusammen mit dem benachbarten Hoengen (zur Stadt Alsdorf gehörig) die evangelische Kirchengemeinde „Hoengen-Broichweiden“.

Das Vorweidener "Jungenspiel Nassau" wurde im Jahre 1851 gegründet.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Wappenbegründung: Das Broichweidener Wappen zeigt im oberen Teil den Jülicher Löwen und den Aachener Adler. Das Flugzeug im unteren Teil weist auf den Flugplatz Merzbrück hin.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St. Nikolaus

Sehenswürdig sind der Jüdische Friedhof bei Gut Wambach sowie die Kirchen St. Nikolaus, St. Lucia und St. Willibrord sowie das Gut Klösterchen in der Nähe des Merzbachs. Von regionaler Bedeutung sind der Flugplatz Aachen-Merzbrück und das Gewerbegebiet „Aachener Kreuz“. Wie im übrigen Würselener Stadtgebiet auch, haben Jungenspiele in den einzelnen Orten eine lange Tradition.

SportBearbeiten

Die beiden Sportvereine DJK Westwacht 05 Weiden e. V. und Weidener Turnverein 1869 e. V. spielten mit den Senioren- und Jugendmannschaften in den Ligen des Handball-Verbands Mittelrhein. Die Handballabteilungen der beiden Vereine fusionierten 2018 zum Handballclub Weiden 2018 e. V. Des Weiteren ist der Weidener Turnverein 1869 e. V. Veranstalter der traditionellen Internationalen Weidener Handballtage – Franz Otten Gedächtnisturnier, welche seit 1987 jedes Jahr im Sommer auf dem Weidener Sportplatz stattfinden.

VerkehrBearbeiten

Broichweiden liegt an der Landesstraße L 223 (ehemals B 264) zwischen Aachen und Eschweiler. Buslinien verbinden den Ort mit Aachen, Alsdorf und dem restlichen Stadtgebiet von Würselen. Die nächste Anschlussstelle ist „Broichweiden“ (5a) an der A 44. Die Hauptdurchfahrtstraße wird seit dem 10. Juni 2011 durch die neue Kreisstraße 34 (K 34) entlastet.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Broichweiden – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Diverse Artikel zur Ortsgeschichte. In: Heimat- und Geschichtsverein Euchen e.V. (Hrsg.): Heimatheft. Band 5,6,7,8.
  2. Breuer, G.: Würselener Siedlungsnamen. Verlag der Buchhandlung Kölling, 1987, ISBN 3-9800430-5-3.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 305.