Hauptmenü öffnen

Brennendes Geheimnis (1933)

Film von Robert Siodmak (1933)

Brennendes Geheimnis (Alternativtitel Das brennende Geheimnis) ist ein deutscher Spielfilm von Robert Siodmak. Er entstand im Jahre 1933 in Berlin und Umgebung. Vorlage bildete der 1911 veröffentlichte Roman Brennendes Geheimnis von Stefan Zweig.

Filmdaten
OriginaltitelBrennendes Geheimnis
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1933
Länge92 Minuten
Stab
RegieRobert Siodmak[1]
DrehbuchFriedrich Kohner
ProduktionAlfred Sternau
MusikAllan Gray
KameraRichard Angst,
Robert Baberske
SchnittMax Brenner
Besetzung

InhaltBearbeiten

Ein adeliger Mann lernt im Urlaub eine Frau mit ihrem zwölfjährigen Sohn Edgar kennen. Zunächst freundet er sich mit Edgar an, verliebt sich dann jedoch in dessen Mutter. Edgar versteht die Anbandlung zwischen seiner Mutter und dem Adeligen nicht. Er wird geplagt von Eifersucht. Außerdem fühlt er sich an den Rand gedrängt und sieht die Ehe seiner Eltern in Gefahr.

Während der Liebelei verfolgt er die beiden und wird Zeuge, wie sie sich küssen. Nachdem der Adelige abgereist ist, hüten Mutter und Sohn, die wieder ein vertrauensvolles Verhältnis haben, dieses Geheimnis.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Brennendes Geheimnis wurde ab dem 9. November 1932 gedreht, die Dreharbeiten endeten Mitte Dezember desselben Jahres. Der Film passierte die Zensur am 2. März 1933 und wurde am 20. März 1933 im Berliner Capitol uraufgeführt.

Walter Pindter assistierte Chefkameramann Richard Angst, die Gesangstexte zu Allan Grays Musik lieferte Max Kolpe. Die Bauten entwarf Robert A. Dietrich. Günter Mamlok hatte die Produktionsleitung. Schnittmeister Max Brenner war auch Siodmaks Regieassistent.

Es wurden folgende zwei Musiktitel gespielt:

  • Ein Junge darf nicht lange überlegen
  • Man sagt nichts, man fragt nichts

Deren Veröffentlichung erfolgte im Wiener Bohème-Musikverlag, Berlin-Wien

HintergrundBearbeiten

Ende Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler des Deutschen Reiches gewählt, die sogenannte Machtergreifung der Nationalsozialisten. Die Aufführung des Films wurde vom Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels verboten. Dies lag einerseits an der Tatsache, dass Autor der Romanvorlage, Stefan Zweig, und der Regisseur des Films Juden waren. Außerdem befürchtete Goebbels, dass der Titel des Films als ironische Anspielung auf den Reichstagsbrand vom 27. Februar 1933 verstanden werden könnte[2]. Anschließend verließ Siodmak Deutschland und ging nach Frankreich.

1956 hatte Stanley Kubrick bei MGM ein Drehbuch für die Verfilmung des Romans vorgelegt. Der Plan wurde jedoch nie umgesetzt.[3]Andrew Birkin, Stanley Kubricks ehemaliger Assistent, verfilmte 1988 den Stoff noch einmal: Burning Secret mit Klaus Maria Brandauer in der Rolle des Adeligen und Faye Dunaway als Mutter.[4][5]

Das brennende Geheimnis war der letzte Film der Schauspielerin Rina Marsa.

KritikenBearbeiten

„Unterkühlt bleibt das Drama, ungerührt die Natur, die Siodmak als Gegenpol immer wieder ins Bild rückt. Es kommt zum Kuss, aber zum äußersten nicht. Am Ende wird der Sohn vergeben und schweigen. Nichts brennt hier, alles schwelt. Sehr elegant inszeniert. Wenn die Darsteller nur nicht so zeittypisch schnarrten.“

Kritik auf Cargo-Film[6]

„Gesellschaftsfilm mit melodramatischen Akzenten.“

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Robert Siodmak, Hans C. Blumenberg (Hrsg.): Zwischen Berlin und Hollywood. Erinnerungen eines großen Filmregisseurs. Herbig, München 1980, ISBN 3-8004-0892-9
  2. Robert Siodmak, Hans C. Blumenberg (Hrsg.): Zwischen Berlin und Hollywood. Erinnerungen eines großen Filmregisseurs. S. 56–57.
  3. Brennendes Geheimnis bei Cinema
  4. IMDb
  5. Newsletter Nr. 15 (Memento des Originals vom 13. August 2007 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stanleykubrick.de Stanley Kubricks nicht realisierte Projekte auf The authorized Stanley Kubrick Exhibition website (März 2005)
  6. http://www.cargo-film.de/blog/2013/jan/30/1933-robert-siodmak-das-brennende-geheimnis-deutsc/
  7. Brennendes Geheimnis. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 7. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet