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Bregenz Handball

Handballmannschaft in Vorarlberg, Österreich

Bregenz Handball ist ein Handballverein aus Bregenz in Österreich.

Bregenz Handball
Voller Name Bregenz Handball
Abkürzung(en) Bregenz HB
Gegründet 1946 als SC Schwarz-Weiß Bregenz
Vereinsfarben gelb / schwarz
Halle Handballarena Rieden-Vorkloster
Plätze 1600
Präsident Roland Frühstück
Trainer Markus Burger
Liga spusu LIGA
2018/2019
Rang 5. Platz
Nat. Pokal Finale
Website www.bregenz-handball.at
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National 9× Österreichischer Meister
4× Österreichischer Pokalsieger />1× Österreichischer Supercupsieger

GeschichteBearbeiten

NationalBearbeiten

 
Logo A1 Bregenz zum 60-Jahr-Jubiläum

Bregenz Handball wurde 1946 als Sektion von SC Schwarz-Weiß Bregenz gegründet (andere Sektionen Fußball und Tischtennis). Damals wurde Handball noch auf dem Großfeld gespielt, erst Ende der 50er Jahre kam das Spiel auf dem kleinen Feld in der Halle auf. Auch Bregenz Handball war bei dieser Umstellung einer der Vorreiter im Bodenseeraum. Im Jahr 1968 wurde in Bregenz-Schendlingen dann die erste Turnhalle gebaut, die internationale Maße aufwies. Die Schendlingerhalle ist ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte von Bregenz Handball. Nicht weniger als 36 Jahre sollte diese als Heimspielstätte für alle Bregenzer Mannschaften dienen.

In der Saison 1972/1973 wurde erstmals ein gemeinsamer Bewerb im Hallenhandball mit Oberschwaben ausgetragen, und es folgten viele erfolgreiche Jahre in den deutschen Ligen. Im Jahr 1989 schaffte Bregenz als erster Vorarlberger Handballverein den Aufstieg in die Verbandsliga des Handballverbandes Baden-Württemberg. Im Kader der Meistermannschaft von damals standen Personen, die lange Zeit, und zum Teil bis heute, das Vereinsgeschehen bei Bregenz Handball beeinflussten und regierten: Markus Burger, Alexander Delladio, Roland Frühstück, Wolfgang Frühstück, Ivo Ganner, Michael Gaudl, Peter Mössler, Heinz Schneider, Markus Stockinger, Stefan Zumtobel, Thomas Singler und Christian Schneider.

In der Baden-Württembergischen Verbandsliga bereitete man sich lange Jahre auf den Wechsel nach Österreich vor, ab der Saison 1988/1989 mit dem ersten Legionär: Thomas Singler. Mit der Einführung der zweigeteilten 2. Bundesliga in Österreich kam in der Saison 1995/1996 der geplante Wechsel von der Deutschen in die Österreichische Liga. Nach nur zwei Jahren in der 2. Liga schafften es die Bregenzer, erneut als erstes Vorarlberger Team, mit dem Meistertitel im Spieljahr 1996/1997 den Aufstieg in die Staatsliga A (heute spusu Liga).

Nachdem die Sektion Handball bei SC Schwarz-Weiß Bregenz lange Jahre wie ein eigenständiger Verein geführt wurde, kam es im Jahr 1996 außerdem zur tatsächlichen Loslösung des Stammvereins. Der steigende Stellenwert des Vereins ermöglichte das Engagement verschiedener Unternehmen als Haupt- und Namenssponsor, sodass der Vereinsname öfters geändert wurde (Casino Zima Alno Bregenz, PTA Bregenz, Post Bregenz, jet2web Bregenz, A1 Bregenz). Erst in der Saison 2012/2013 hat sich die Vereinsführung dazu entschlossen, dass der Hauptsponsor keinen Einfluss mehr auf die Namensgebung des Vereins hat.

Die ersten beiden Saisonen in der Staatsliga waren vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt, obwohl in der Saison 1998/1999 mit Holger Schneider ein 99-facher deutscher Nationalspieler als Spielertrainer fungierte. Mit der Verpflichtung des kroatischen Olympiasiegers Bruno Gudelj als Spielertrainer in der Saison 1999/2000 entwickelte sich Bregenz Handball zum österreichischen Spitzenteam. Bereits in seiner ersten Saison holte sich Bregenz Handball mit dem ÖHB-Cupsieg den ersten Titel eines Vorarlberger Teams im Männer-Handball. Ein Jahr später folgte der erste Meistertitel der Vereinsgeschichte. Unter dem ab Saisonbeginn 2003/2004 amtierenden Spielertrainer Dagur Sigurðsson wurde der Erfolgslauf fortgesetzt. Als der Isländer den Verein nach der Saison 2006/07 verließ standen bereits vier Pokal- und sechs Meistertitel zu Buche. Nach Sigurðsson übernahm Zdravko Medic für eine Saison das Amt als Spielertrainer.[1] Er konnte den Titel mit dem Team verteidigen. Von ihm übernahm Martin Liptak das Traineramt in den ersten zwei Jahren seiner Tätigkeit bei den Vorarlbergern konnte sich der Slowake jedes Jahr den Meistertitel sichern; Bregenz Handball hatte sich sieben Jahre in Serie den Meistertitel gesichert. Bis zur Saison 2011/12 leitete Liptak die Geschicke in Bregenz, konnte allerdings keine Titel mehr mit der Mannschaft feiern.[2]

Nach Liptak war Geir Sveinsson für die Mannschaft verantwortlich, während das Team 2012/13 noch bis ins Halbfinale der Liga kam scheiterte man 2013/14 bereits im neu-eingeführten Viertelfinale. Nach dieser Saison wechselte der Isländer zum SC Magdeburg, für ihn übernahm Robert Hedin den Platz auf der Trainerbank.[3][4] Hedin führte Bregenz Handball zum ersten Mal seit vier Jahren wieder in das Ligafinale welches allerdings gegen den Lokalrivalen aus Hard in zwei Spielen verloren ging. Des Weiteren erreichte das Team im selben Jahr das Final Four des Cup-Bewerbes, während man im Halbfinale die SG Handball West Wien besiegen konnte scheiterte die Mannschaft im Finale am Handballclub Fivers Margareten. 2015/16 unterlag man im Ligafinale den Fivers aus Wien. Nach der Saison 2016/17 übernahm Jörg Lützelberger das Traineramt.[5] Nach einer durchwachsenen Saison 2018/19 übernahm im März 2019 Markus Burger als Chefcoach.[6] 2018/19 erreichte Bregenz Handball das Finalturnier des Cups welches im Messestadion Dornbirn ausgetragen wurde. Im Halbfinale konnte Handball Tirol in die Schranke verwiesen werden, im Finale scheiterten die Mannen vom Bodensee dann jedoch am UHK Krems.

InternationalBearbeiten

Im Europacup erreichte Bregenz Handball vier Jahre in Folge jeweils das Achtelfinale im Pokal der Pokalsieger bzw. im EHF-Pokal, ehe in der Saison 2004/2005 der nächste große Schritt gelang: Erstmals überwinterten die Bregenzer dank des Einzugs in das EHF-Pokal-Viertelfinale im Europapokal. Im Herbst 2005 gelang es dem Team, in der EHF Champions League-Qualifikation den serbischen Meister Vojvodina Novi Sad zu besiegen und in die Gruppenphase einzuziehen. Dort blieb man zwar chancenlos, konnte sich allerdings mit einem 32:31-Erfolg über den SC Magdeburg verabschieden. Es handelte sich dabei zudem um den ersten Sieg in der europäischen Königsklasse eines österreichischen Herren-Teams seit den großen Zeiten West Wiens (1994 knapp am Halbfinaleinzug gescheitert). In den folgenden Spielzeiten konnte sich Bregenz Handball jedes Jahr für die Gruppenphase der EHF Champions League. Man schied 2006/07, 2007/08 und 2008/09 jeweils als Gruppenletzter aus dem Bewerb aus, konnte aber 2007/08 noch einmal einen Sieg in der Königsklasse gegen GOG Svendborg TGI aus Dänemark feiern.

2009/10 scheiterte die Vorarlberger in der Qualifikation an Fyllingen Handball und stiegen damit in der zweiten Runde des EHF-Pokal ein. Einem Sieg über A.H. Italgest Casarano folgte eine Niederlage gegen BM Aragón in der dritten Runde. 2010/11 scheiterte die Mannschaft erneut in der Champions League Qualifikation, im EHF-Cup besiegte das Team Metaloplastika Šabac und Madeira Andebol SAD und scheiterte erst in der Runde der letzten 16 Teams, mit einem Gesamtscore von 41:61, an RK Velenje. 2011/12 nahmen die Bregenzer, als Vizemeister der Vorsaison, direkt am EHF-Pokal teil. Das Team scheiterte in Runde drei an BM Granollers. 2013/14, 2014/15, 2015/16 und 2017/18 nahm die Mannschaft erneut am EHF-Pokal teil, man konnte die zweite Runde des Bewerbes allerdings nie überwinden. Der letzte internationale Auftritt fand in der Saison 2018/19 im EHF Challenge Cup statt, Bregenz Handball schaffte es bis in die dritte Runde scheiterte dort allerdings an AEK Athen.

Platzierungen seit 2001Bearbeiten

Saison Liga Rang Pokal
2001/02 Handball Liga Austria 1 Cupsieger
2002/03 Handball Liga Austria 3 Cupsieger
2003/04 Handball Liga Austria 1
2004/05 Handball Liga Austria 1
2005/06 Handball Liga Austria 1 Cupsieger
2006/07 Handball Liga Austria 1 Viertelfinale
2007/08 Handball Liga Austria 1 Halbfinale
2008/09 Handball Liga Austria 1 2. Runde
2009/10 Handball Liga Austria 1 Halbfinale
2010/11 Handball Liga Austria 2 Viertelfinale
2011/12 Handball Liga Austria 6 Halbfinale
2012/13 Handball Liga Austria 3 Viertelfinale
2013/14 Handball Liga Austria 5 Achtelfinale
2014/15 Handball Liga Austria 2 Finale
2015/16 Handball Liga Austria 2 Viertelfinale
2016/17 Handball Liga Austria 5 Achtelfinale
2017/18 Handball Liga Austria 5 Achtelfinale
2018/19 Handball Liga Austria 6 Finale
Legende
Meister
Cupsieger
Double Meister/Cupsieger

Struktur (Saison 2019/20)Bearbeiten

  • Präsident: Roland Frühstück
  • Vorstand: Bernd Schuler, Michael Dünser, Gregor Günther, Phillip Radel
  • Geschäftsführung: Björn Tyrner

Mannschaften:

  • Kampfmannschaft Männer
  • Zweite Mannschaft Männer
  • Männliche Jugend: U20, U16, U14 (2 Teams), U12 (2 Teams), U10, U8 (4 Teams), Minis
  • Kampfmannschaft Damen
  • Weibliche Jugend: U16, U12, U10

Kader 2019/20Bearbeiten

Nr. Name Nationalität Position im Verein seit Vertrag bis
1 Goran Aleksić Österreicher  Tor 2009 2020[7]
16 Ralf Patrick Häusle Österreicher  Tor Jugend 2020
32 Kevin Radic Österreicher  Tor Jugend --
4 Christian Jäger Österreicher  Rückraum Mitte Jugend 2021
6 Lukas Frühstück Österreicher  Rückraum Mitte Jugend 2021[7]
7 Povilas Babarskas Litauer  Rückraum Links 2017 2019[8]
10 Marko Čorić Kroate  Kreis Mitte 2018 2021
11 Matthias Brombeis Österreicher  Rückraum Links Jugend --
15 Marian Klopcic Österreicher  Rechts Außen 2009 2020[9]
17 Severin Lampert Österreicher  Links Außen 2016 2020
19 Nico Schnabl Deutscher  Rückraum Mitte Jugend 2021
20 Ante Ešegović Österreicher  Rückraum Rechts Jugend 2019
22 Robin Kritzinger Österreicher  Rechts Außen Jugend --
23 Josip Jurić-Grgić Kroate  Rückraum Links 2019 2021
26 Florian Mohr Österreicher  Kreis Mitte 2016 2020
28 Clemens Gangl Österreicher  Kreis Mitte 2013 2019
29 Alexander Wassel Österreicher  Links Außen Jugend 2020
57 Dian Ramic Österreicher  Rückraum Links Jugend --
71 Vlatko Mitkov Österreicher  Rückraum Rechts 2018 2020

Zugänge 2019/20Bearbeiten

Nr. Name Nationalität Position ehemaliger Verein
23 Josip Jurić-Grgić Kroatien  Rückraum Links Dubrovnik

Abgänge 2019/20Bearbeiten

Name Nationalität Position neuer Verein
Luka Kikanović Slowenien  Rückraum Links ThSV Eisenach

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

(seit 1998)

ErfolgeBearbeiten

  • 9 × Österreichischer Meister (2001, 2002, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010)
  • 4 × Österreichischer Pokalsieger (2000, 2002, 2003, 2006)
  • 1 × HLA-Supercup-Sieger (2016)
  • EHF-Pokal-Viertelfinale (2004/05)
  • Champions-League-Gruppenphase (2005/2006, 2006/2007, 2007/2008, 2008/2009)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bregenz meldet Vollzug: Schlinger aus Leon zurück, Medic Spielertrainer und der Kapitän verlängert. In: hb-fr.handball-world.com. 12. April 2007, abgerufen am 12. Mai 2019.
  2. BREGENZ HANDBALL UND MARTIN LIPTAK GEHEN AB DER KOMMENDEN SAISON 2012/13 GETRENNTE WEGE. In: bregenz-handball.at. 12. Dezember 2011, abgerufen am 12. Mai 2019.
  3. Sveinsson verlässt Bregenzer Handballer. In: vorarlberg.orf.at. 16. Januar 2011, abgerufen am 12. Mai 2019.
  4. MARKUS RINNERTHALER ÜBERNIMMT ZUSAMMEN MIT ROBERT HEDIN DAS TRAINERAMT. In: bregenz-handball.at. 8. Februar 2015, abgerufen am 12. Mai 2019.
  5. Bregenz holt Lützelberger. In: neue.at. 7. März 2017, abgerufen am 12. Mai 2019.
  6. MARKUS BURGER NEUER CHEFTRAINER BEI BREGENZ HANDBALL. In: bregenz-handball.at. 12. März 2019, abgerufen am 12. Mai 2019.
  7. a b Bregenz Handball verlängert mit zwei Leistungsträgern. bregenz-handball.at, 9. Februar 2018, abgerufen am 9. Februar 2018.
  8. Bregenz Handball tätigt seinen Königstransfer – Povilas Babarskas kehrt zurück in die Festspielstadt! hla.at, abgerufen am 18. Juli 2017.
  9. Flügelflitzer Marian Klopcic bis 2020 in Bregenz! bregenz-handball.at, 23. Februar 2017, abgerufen am 23. Februar 2017.