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Breganzona ist ein Quartier der Stadt Lugano im Kreis Lugano West, im Bezirk Lugano im Schweizer Kanton Tessin.

Wappen von Breganzona
Wappen von Lugano
Breganzona
Quartier von Lugano
Karte von Breganzona
Koordinaten 715449 / 96100Koordinaten: 46° 0′ 24″ N, 8° 55′ 45″ O; CH1903: 715449 / 96100
Höhe Ø 515 m
Fläche 2,28 km²
Einwohner 5240 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte 2298 Einwohner/km²
Eingemeindung 4. Apr. 2004
BFS-Nr. 519-2011
Postleitzahl 6932
Gemeindestand vor der Fusion 4. April 2004
Pfarrkirche Santi Quirico e Giulitta
Kirche San Sebastiano
San Sebastiano

GeographieBearbeiten

Es befindet sich auf einem Hügel westlich des Kerngebietes von Lugano. Bis zur Eingemeindung in die Stadt Lugano 4. April 2004 bildete es eine selbstständige politische Gemeinde. Es umfasste mehrere Fraktionen und den Ort Biogno. Das einstige Dorf zählte im Jahre 2000 4’782 Einwohner.

Das ehemalige Dorf liegt am Abhang eines Hügels der sich vom Val d’Agno im Westen erhebt, im Osten gegen das Becken von Cortivallo und im Süden gegen den Lago di Muzzano abfällt.

GeschichteBearbeiten

Breganzona wurde 984 als Brianzona erstmals erwähnt. Im 12. Jh. hatte das Mailänder Kloster Sant’Ambrogio hier Grundbesitz. Die Einwohner beider Dörfer lebten von Weinbau, Schaf- und Rinderzucht, Kastanienwäldern und Seidenraupenzucht. Um 1890 gab es 1'500 Maulbeerbäume.

Das 1022 erstmals erwähnte Biogno schloss sich 1925 an Breganzona an, während deren Fraktion Mulini zur Gemeinde Bioggio kam.

Während Breganzona 1950 noch 883 Einwohner hatte, kam es ab 1950 als Agglomeration von Lugano zu einem starken Wachstum mit einer Bevölkerungszunahme um 73 %. Das Hotelangebot ist Teil der touristischen Infrastruktur Luganos. Verkehrlich wurde Breganzona früher durch den Trolleybus Lugano erschlossen.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1801 1850 1900 1910 1950 1990 2000[1] 2015
Einwohner 217 232 369 508 883 4654 4782 5240

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Kirche San Sebastiano in Breganzona stammt aus dem Jahre 1579[2]. Im Innern: Santa Liberata Altar[2] und Fresko Sant’Antonio abate[2]
  • Im Ortsteil Biogno: die 1489 erbaute Pfarrkirche Santi Quirico e Giulitta in Biogno hatte Beziehungen zum Kloster San Pietro in Ciel d’Oro in Pavia[2]
  • Kreuzwegkapellen[2]
  • Im Friedhof: Carlo Frascas Marmorbüste von Vincenzo Vela[2]
  • Zwei Zwillingpaläste in via Lucino, Architekt Francesco Scoglio 2006–2007[3]

MusikBearbeiten

  • Anton Röllin, Komponist, Breganzona: Marsch, für Blech- oder Harmoniemusik[4]

SportBearbeiten

  • Associazione Sportiva Breganzona[5]
  • Atletico Breganzona[6]

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S. 229, 233.
  • Antonio Gili: Breganzona. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 28. Dezember 2016.
  • Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 295, 331, 332, 333.
  • Nicola Pfund: Breganzona: echi dalla collina di ponente. Fontana Edizioni, Pregassona 2005.
  • Celestino Trezzini: Breganzona In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 2, Biondetti–Brupbacher, Attinger, Neuenburg 1924, S. 345 (Digitalisat), (abgerufen am 26. Juni 2017), (abgerufen am 2. Juli 2017); Idem: Biogno In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 2, Beringen_Bion, Neuenburg 1924, S. 249 (Digitalisat).
  • Luciano Vaccaro, Giuseppe Chiesi, Fabrizio Panzera: Terre del Ticino. Diocesi di Lugano. Editrice La Scuola, Brescia 2003, S. 328.
  • Stefano Zuffi: Ipotesi e misteri da svelare per due feste veneziane. In: Giornale del Popolo. 18. Februar 2012, Lugano 2012.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Breganzona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Antonio Gili: Breganzona. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 28. Dezember 2016.
  2. a b c d e f Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 331–333.
  3. Palazzine gemelle in via Lucino auf ethorama.library.ethz.ch/en/node
  4. Breganzona: Marsch auf portal.dnb.de (abgerufen am: 24. Juni 2016.)
  5. Associazione Sportiva Breganzona
  6. Atletico Breganzona (italienisch) auf facebook.com/groups/