Braunauer Bergland

Gebirgszug

Koordinaten: 50° 35′ N, 16° 20′ O

Das Braunauer Bergland innerhalb der Geomorphologischen Einteilung Tschechiens
Berg Koruna (Ringelkoppe) bei Božanov (Barzdorf)

Das Braunauer Bergland (tschechisch Broumovská vrchovina) ist eine geomorphologische Einheit im Nordosten Tschechiens. Es nimmt eine Fläche von 535 km² ein. Die durchschnittliche Meereshöhe beträgt 527 Meter. Höchster Berg ist der Královecký Špičák mit 880,6 Meter ü. NN, gefolgt vom Ruprechtický Špičák (Ruppersdorfer Spitzberg) mit 880,5 Metern.

Das Braunauer Bergland ist ein Teil der Innersudetischen Senke (vnitrosudetská pánev). Der in Tschechien liegende Teil besteht aus Sediment- und Vulkangesteinen der Zeitalter Karbon und Perm in Form von Rhyolithen, Melaphyren, pyroklastischen Gesteinen sowie ignimbritischen Sequenzen mit bis zu 700 Meter Mächtigkeit, ferner Sedimenten mit erheblicher Flächenausdehnung aus den ehemaligen Flachmeerbereichen der Kreidezeit sowie im kleinen Umfang streifenförmige Ablagerungen aus der Trias.[1] Vereinzelt finden sich eiszeitliche Gerölle.

Geographisch ist das Braunauer Bergland in mehrere kleine Regionen unterteilt:

Zu den Naturschönheiten gehören die Felsenstädte, gebildet durch Sandsteine des Cenomans, Turons und Coniacium mit stark gegliederten Geländeformen. Die bekanntesten Felsstädte sind die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt und im Falkengebirge. Wälder bedecken etwa 35 Prozent des Geländes. In den hohen Lagen sind sie durch Emissionen der Kraftwerke schwer geschädigt.

Fast das ganze Gebiet – mit Ausnahme eines Großteils der Radvanická vrchovina – ist ein Teil des Naturschutzgebietes Broumovsko.

QuellenBearbeiten

  • V. Prouza: Geologická mapa ČR, List 04-32 Broumov. Praha (ÚUG) 1988
  • R. Tásler: Geologická mapa ČR, List 04-31 Meziměstí. Praha (ČGU) 1995
  • R. Tásler: Geologická mapa ČR, List 04-31 Trutnov. Praha (ÚUG) 1990
  • M. Vejlupek: Geologická mapa ČR, List 04-33 Náchod. Praha (ÚUG) 1990

WeblinksBearbeiten

Commons: Braunauer Bergland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ivo Chlupáč et al.: Geologická minulost České Republiky. Praha (Academia) 2002, S. 230, 264–266