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Brandenburgischer Landespokal
Fussball-Landesverband Brandenburg.svgVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Voller Name AOK-Landespokal Brandenburg
Verband FLB
Erstaustragung 1991
Mannschaften 64
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger FC Energie Cottbus (9 Titel)
Rekordsieger SV Babelsberg 03 (9 Titel)
FC Energie Cottbus (9 Titel)
Aktuelle Saison 2019/20
Website AOK-Landespokal
Qualifikation für DFB-Pokal
Karte Gebiet der Brandenburg-LigaVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat
Kreispokale
Dahme/Fläming
Havelland
Niederlausitz
Oberhavel/Barnim
Ostbrandenburg
Prignitz/Ruppin
Südbrandenburg
Uckermark

Der Brandenburgische Landespokal ist ein seit 1991 ausgetragener Fußball-Pokalwettbewerb für brandenburgische Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) veranstaltet. Er ist einer von derzeit 21 Verbandspokalwettbewerben. Rekordsieger sind der SV Babelsberg 03 und der FC Energie Cottbus die mit einschließlich ihrer 2. Mannschaft den Pokal bereits neunmal gewinnen konnten.

Gegenwärtiger Titelträger ist der FC Energie Cottbus.

GeschichteBearbeiten

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands gab es keinen einheitlichen Landespokal. In der Spielzeit 1990/91 und 1991/92 wurde noch im „DDR-Modus“ um die jeweiligen Bezirkspokale für Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam gespielt. Die Sieger ermittelten anschließend in einem Dreierturnier den Gewinner des Landespokals.

Aufgrund der Umstrukturierungen im Spielbetrieb des neugegründeten Fußball-Landesverband Brandenburg (Auflösung der Bezirksligen, Einführung der Landesligen usw.) erfolgte zur Saison 1992/93 die Einführung des bekannten K.-o.-Systems.

Mit Beginn der Saison 2006/07 wurde zwischenzeitlich ein weiterer Pokalwettbewerb, der sogenannte Bereichspokal, ins Leben gerufen. In diesem regional geteilten Wettbewerb (Nord und Süd) nahmen die Pokalsieger der Fußballkreise sowie die nicht für den Landespokal qualifizierten Landesklasse-Mannschaften der Vorsaison teil. Die jeweiligen Sieger konnten in der darauffolgenden Saison am Landespokal teilnehmen. Der Bereichspokal ist inzwischen wieder abgeschafft worden.

RegelwerkBearbeiten

TurnierformBearbeiten

Alle Spiele im Landespokal werden über eine reguläre Spielzeit von 2 × 45 Minuten ausgetragen. Der Sieger eines Spiels zieht in die nächste Runde ein. Steht es nach der regulären Spielzeit unentschieden, wird das Spiel um 2 × 15 Minuten verlängert. Steht es auch nach der Verlängerung noch Unentschieden, wird der Sieger in einem Elfmeterschießen ermittelt.

TeilnehmerBearbeiten

Das Teilnehmerfeld für den Landespokal setzt sich aus den brandenburgischen Mannschaften der 3-Liga, Regionalliga, Oberliga, Verbandsliga, Landesliga und den acht Kreispokalsiegern zusammen. Zur Saison 2010/2011 wurde der § 34 der Spielordnung des Landesverbandes Brandenburg geändert, wonach keine Zweitvertretungen mehr am Pokal teilnehmen dürfen.

AuslosungBearbeiten

Die Paarungen der ersten Hauptrunde werden aus zwei Lostöpfen gezogen. Der erste enthält die 8 Kreispokalsieger und jeweils 12 Landesliga-Teams aus beiden Staffeln. Im zweiten Lostopf befinden sich jeweils die besten 3 Teams beider Landesligen aus dem Spieljahr 2018/19, 16 Teams aus der Brandenburgliga, 6 Oberligisten, 4 Regionalligisten. Mannschaften des ersten Lostopfs haben Heimrecht.

EndspielortBearbeiten

Der Endspielort wurde bis zur Saison 1998/99 im Losverfahren ausgewählt. Seither genießt derjenige Finalist Heimrecht, der in der niedrigeren Liga spielt. Bei gleicher Ligenzugehörigkeit der beiden Endspielteilnehmer entscheidet weiter das Losverfahren.

WettbewerbsnameBearbeiten

Seit der Saison 2011/12 bis 2015/16 wurde der Landespokal, auf Grund einer Partnerschaft mit der Firma Krombacher, als Krombacher Pokal Brandenburg bezeichnet. Seit der Saison 2016/17 fungiert die AOK Nordost als Partner. Der Wettbewerb firmiert daher aktuell unter der Bezeichnung AOK-Landespokal Brandenburg.

TrophäeBearbeiten

Als erste Mannschaft gewann 1991 die ESV Lok Cottbus den Landespokal, damals in einem Dreierturnier. Die noch heute als Wanderpokal an den Landespokalsieger überreichte Trophäe wird durch den jeweiligen Sponsor gestiftet.

Nationale QualifikationBearbeiten

Der Gewinner des Landespokals darf in der folgenden Saison am DFB-Pokal teilnehmen. Der erfolgreichste Vertreter aus Brandenburg war der FC Energie Cottbus mit dem Erreichen des DFB-Pokalfinales 1996/97 gegen den VfB Stuttgart (0:2).

Die Pokalendspiele im ÜberblickBearbeiten

Jahr Stadion Endspielort Sieger Ergebnis Finalist
1991 ESV Lok Cottbus (OL) (Sieger Dreierturnier)
1992 Eisenhüttenstädter FC Stahl (OL) (Sieger Dreierturnier)
1993 Waldstadion Ludwigsfelde Eisenhüttenstädter FC Stahl (OL) 3:1 SV Empor Mühlberg (BL)
1994 Werner-Seelenbinder-Stadion Luckenwalde BSV Brandenburg (OL) 5:1 1. FC Schwedt (OL)
1995 Stadion der Freundschaft Königs Wusterhausen FC Energie Cottbus (RL) 2:1 FV Motor Eberswalde (OL)
1996 Oderbruchstadion Seelow FC Energie Cottbus (RL) 1:0 Frankfurter FC Viktoria (VL)
1997 Sportanlage am Baumschulenweg Guben FC Energie Cottbus (RL) 6:1 Eisenhüttenstädter FC Stahl II (VL)
1998 Stadion der Freundschaft Cottbus FC Energie Cottbus II (VL) 2:1 Eisenhüttenstädter FC Stahl (RL)
1999 Jahn-Sportplatz Schöneiche SV Babelsberg 03 (RL) 5:2 Eisenhüttenstädter FC Stahl (RL)
Jahr Stadion Endspielort Heimmannschaft Ergebnis Auswärtsmannschaft
2000 Stadion der Freundschaft Frankfurt (Oder) Frankfurter FC Viktoria (VL) 1:2 n. V. SV Babelsberg 03 (RL)
2001 Stadion der Freundschaft Cottbus SV Babelsberg 03 (RL) 1:3 FC Energie Cottbus II (OL)
2002 Stadion der Freundschaft Frankfurt (Oder) Frankfurter FC Viktoria (VL) 1:2 Eisenhüttenstädter FC Stahl (OL)
2003 Waldstadion Ludwigsfelde Ludwigsfelder FC (VL) 1:0 Brandenburger SC Süd 05 (OL)
2004 Jahn-Sportplatz Schöneiche SV Germania 90 Schöneiche (VL) 1:0 n. V. FSV Optik Rathenow (OL)
2005 Volksparkstadion Neuruppin Märkischer 1919 SV Neuruppin (OL) 2:1 n. V. SV Babelsberg 03 (OL)
2006 Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam SV Babelsberg 03 (OL) 2:1 Märkischer 1919 SV Neuruppin (OL)
2007 Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam SV Babelsberg 03 (OL) 3:2 Ludwigsfelder FC (OL)
2008 Sportplatz Leistikowstraße Falkensee SV Falkensee-Finkenkrug (VL) 0:1 SV Babelsberg 03 (RL)
2009 Jahn-Sportplatz Schöneiche SV Germania 90 Schöneiche (OL) 0:1 SV Babelsberg 03 (RL)
2010 Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam SV Babelsberg 03 II (VL) 4:3 n. E. Brandenburger SC Süd 05 (OL)
2011 Sportgelände Bahnhofstraße Hohenleipisch VfB Hohenleipisch 1912 (LL) 0:3 SV Babelsberg 03 (3L)
2012 Sportplatz Leistikowstraße Falkensee SV Falkensee-Finkenkrug (VL) 2:1 SV Babelsberg 03 (3L)
2013 Sportanlage in der Gasse Altlüdersdorf SV Altlüdersdorf (OL) 3:4 n. E. FSV Optik Rathenow (RL)
2014 Stadion Vogelgesang Rathenow FSV Optik Rathenow (RL) 3:1 SV Babelsberg 03 (RL)
2015 Friedrich-Friesen-Stadion Fürstenwalde/Spree FSV Union Fürstenwalde (OL) 2:3 FC Energie Cottbus (3L)
2016 Werner-Seelenbinder-Stadion Luckenwalde FSV 63 Luckenwalde (RL) 1:3 SV Babelsberg 03 (RL)
2017 Stadion der Freundschaft Cottbus FC Energie Cottbus (RL) 2:0 FSV 63 Luckenwalde (RL)
2018 Karl-Liebknecht-Stadion Potsdam SV Babelsberg 03 (RL) 0:1 FC Energie Cottbus (RL)
2019 Stadion Vogelgesang Rathenow FSV Optik Rathenow (RL) 0:1 FC Energie Cottbus (3L)
2020 :
Abkürzungen: 3L – 3. Liga; RL – Regionalliga; OL – Oberliga; VL – Verbandsliga; BL – Bezirksliga; LL – Landesliga; II – 2. Mannschaft/Amateurteam eines Profivereins

RanglistenBearbeiten

 
 (9 Titel)
   
 (10 Titel)
 
 (3 Titel)
 
 (2 Titel)
 
 (1 Titel)
 
 (1 Titel)
 
 (1 Titel)
 
 (1 Titel)
 
 (1 Titel)
Titelträger des brandenburgischen Landespokals nach Städten
nach Titeln
Verein Titel Spielzeiten
  SV Babelsberg 03 FN 1 9 1999, 2000, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2016
  FC Energie Cottbus FN 1 9 1995, 1996, 1997, 1998, 2001, 2015, 2017, 2018, 2019
  Eisenhüttenstädter FC Stahl FN 1 3 1992, 1993, 2002
  FSV Optik Rathenow 2 2013, 2014
  Ludwigsfelder FC 1 2003
  SV Germania 90 Schöneiche 1 2004
  Märkischer SV 1919 Neuruppin 1 2005
  SV Falkensee-Finkenkrug 1 2012
  ESV Lok Cottbus 1 1991
  BSV Brandenburg 1 1994
FN 1 einschließlich SV Babelsberg 03 II, FC Energie Cottbus II, Eisenhüttenstädter FC Stahl II
nach Fußballkreisen
Fußballkreis Titel Vereine
Havelland 13 SV Babelsberg 03 (9), BSV Brandenburg (1), FSV Optik Rathenow (2), SV Falkensee-Finkenkrug (1)
Niederlausitz 10 FC Energie Cottbus (9), ESV Lok Cottbus (1)
Ostbrandenburg 4 Eisenhüttenstädter FC Stahl (3), SV Germania 90 Schöneiche (1)
Dahme / Fläming 1 Ludwigsfelder FC (1)
Prignitz / Ruppin 1 Märkischer SV 1919 Neuruppin (1)


WeblinksBearbeiten