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Brühl (Freiburg im Breisgau)

Stadtteil von Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Freiburg
Wappen
Brühl
Freiburg im Breisgau (Industriegebiet Nord)
Stadtkreis Freiburg im Breisgau (FR)
Baden-Württemberg, Deutschland
Lage im Stadtkreis Freiburg
Basisdaten
Stadtteil von Freiburg
Stadtteilnummer: 23
Gliederung: 3 Bezirke:
231 Brühl-Güterbahnhof
232 Brühl-Industriegebiet
233 Brühl-Beurbarung
Geografische Lage: 48° 1′ 38″ N, 7° 51′ 3″ OKoordinaten: 48° 1′ 38″ N, 7° 51′ 3″ O
Höhe: 245 m ü. NN
Fläche: 10,97 km²
Einwohner: 12.095 (31. Dezember 2017)
Bevölkerungsdichte: 1103 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 25 %
Postleitzahl: 79106, 79108, 79110
Vorwahl: 0761

Brühl ist ein nordwestlicher Stadtteil von Freiburg im Breisgau.

Brühl besteht aus dem etwa 90 ha großen Stadtbezirk 231 Brühl-Güterbahnhof im Südosten und dem gut 1000 ha großen Stadtbezirk 232 Brühl-Industriegebiet im Westen und Norden sowie dem Stadtbezirk Brühl-Beurbarung 233. Es liegt zu großen Teilen auf ehemals Zähringer und Betzenhauser Gemarkung. Brühl entstand ab etwa dem Ende des 19. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung Freiburgs. Auf der Gemarkung des Stadtteils befindet sich auch der Flugplatz Freiburg.

Nachbarstadtteile sind Hochdorf im Nordwesten, Zähringen und Herdern im Osten, der Stühlinger im Süden sowie Mooswald und Landwasser im Südwesten. Im Norden grenzt der Stadtteil außerdem an die Gemarkungen von Vörstetten im Landkreis Emmendingen und Gundelfingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Im Bewusstsein der Bevölkerung geht die Abgrenzung des Stadtteils Brühl nicht mit den Grenzen der offiziellen Stadtteile einher. Das Industriegebiet Nord, das den Löwenanteil des Stadtteils ausmacht, wird als eigener Stadtteil betrachtet, und auch der Flugplatz, die Neue Messe oder die Neue Universität werden nicht mit dem Stadtteil assoziiert. Schon früher wurde der südliche Stadtbezirk „Beurbarung“ gemeinhin dem Stadtteil Brühl zugerechnet, obwohl er zum Stadtteil Stühlinger gehörte. Seit dem 1. Januar 2015 wird der Stadtbezirk dem Stadtteil Brühl zugeordnet.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

Räumliche GliederungBearbeiten

BezirkeBearbeiten

Die drei Stadtbezirke, aus denen Brühl besteht, sind sehr ungleich: Der Bezirk Industriegebiet, welcher aus dem eigentlichen Industriegebiet Nord, dem Flugplatz, der Neuen Messe, der Technischen Fakultät der Universität und im Nordwesten aus Wald (Markwald und Mooswald) besteht, ist flächenmäßig um gut das Zehnfache größer als der Bezirk Güterbahnhof. Nach der Zahl der Einwohner sind die Bezirke Güterbahnhof und Beurbarung größer als das Industriegebiet.

TopographieBearbeiten

Die Brühler Gemarkung ist sehr flach. Die beiden einzigen Geländeerhebungen sind künstlich geschaffen. Zum einen die renaturierte Schuttdeponie Wolfsbuck beim Flugplatz, die auch aus den Trümmern des Bombardements Freiburgs im Zweiten Weltkrieg besteht, zum anderen die geschlossene und mit Photovoltaikzellen bestückte Mülldeponie Eichelbuck im Norden des Mooswaldes.

InfrastrukturBearbeiten

 
Alter Zollhof

Als Industriegebiet und Messestandort wartet Brühl mit einem großzügig konzipierten Straßennetz und auch einigen Industriegleisen der Güterbahn auf. Ein Bahnhof der Personenbahn befinden sich am Stadtteilrand an der Breisacher Bahn im Südwesten mit drei Haltepunkten. Eine Nutzung der Güterbahn für den Personenverkehr wird zwar seit Jahren diskutiert, doch scheiterte die Realisierung bislang an den gekürzten Investitionsmitteln des Landes. Die Straßenbahnlinien 2, 4 und 5 der Freiburger Verkehrs AG und zahlreiche Buslinien verkehren in Brühl. Auch der allerdings nur eingeschränkt nutzbare Flugplatz trägt zur Attraktivität des Standorts bei.

Der Gleisbestand auf dem Güterbahnhof ist in den letzten Jahrzehnten erheblich geschrumpft. Viele Gleise wurden stillgelegt und abgebaut. Er wird als Umsetzpunkt der Rollenden Landstraße genutzt. Auf dem von alter Bebauung geräumten Gebiet des Güterbahnhofes entstehen neben Wohnungen auch ein Studentenwohnheim, Tankstellen, Hotels, Büros und Dienstleistungsunternehmen.

GewerbeBearbeiten

Zahlreiche große Unternehmen befinden sich im Industriegebiet Nord, so Pfizer (Pharmazeutika), Rhodia Acetow (Zigarettenfilter) und TDK-Micronas (Microchiptechnologie), sowie das Energieversorgungsunternehmen Badenova. Mit Ikea, Möbel Braun und XXXLutz befinden sich im Westen des Gebietes am Rande des Flugplatzes große Möbelhäuser in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleister sind ebenso vertreten. Das Industriegebiet findet im angrenzenden Gundelfingen nordöstlich seine Fortsetzung.

KulturBearbeiten

 
Turmcafé

Die Neue Messe ist ein wichtiger Standort des Freiburger Wirtschafts- und Kulturlebens geworden. Im Süden befinden sich der Freiburger Hauptfriedhof sowie das Kino Kandelhof.[3] Ende 2018 wurde am Flugplatz mit dem Bau des neuen Fußballstadions begonnen.[4]

An der Zähringer Straße 44 steht ein einzigartiger Bau, das Turmcafé. Das Türmchen mit Tankstellenvordach entstand 1951 nach Entwürfen des Freiburger Architekten Wilhelm Schelkes, steht heute zwischen Wohnhäusern hinter einer Schallschutzwand aus Glas und gehört zu einem Restaurant. Eigentlich war es für die Generalvertretung von Autobauer Borgward geplant und ist seit 1986 Kulturdenkmal.[5]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brühl (Freiburg im Breisgau) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beschluss des Gemeinderates der Stadt Freiburg, G-14/125, Stadtteilgrenzen Stühlinger und Brühl, hier : Zuordnung des Stadtbezirks Beurbarung - interfraktioneller Antrag der CDU-Fraktion und der SPD-Fraktion vom 25. Februar 2014.
  2. Jelka Louisa Beule: Zwei Quartiere sind nun offiziell eins. Badische Zeitung, 9. August 2014, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  3. Lage Kandelhof. Abgerufen am 8. Dezember 2018.
  4. Joachim Röderer: Ab Februar 2019 beginnt der Rohbau des neuen SC-Stadions am Flugplatz. Badische Zeitung, 30. Dezember 2018, abgerufen am 21. Januar 2019.
  5. Freiburg: Im Turm ist der Wurm drin - badische-zeitung.de. Abgerufen am 3. März 2014.