Boussu

Gemeinde in Belgien

Boussu ist eine belgische Gemeinde im Arrondissement Mons der Provinz Hennegau in Wallonien. Die Gemeinde besteht aus den bis 1977 selbstständigen Ortsteilen Boussu und Hornu.

Boussu
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Boussu (Hennegau)
Boussu (50° 26′ 2″ N, 3° 47′ 41″O)
Boussu
Staat: BelgienBelgien Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Hennegau
Bezirk: Mons
Koordinaten: 50° 26′ N, 3° 48′ OKoordinaten: 50° 26′ N, 3° 48′ O
Fläche: 20,01 km²
Einwohner: 19.846 (1. Jan. 2020)
Bevölkerungsdichte: 992 Einwohner je km²
Postleitzahl: 7300, 7301
Vorwahl: 065
Bürgermeister: Jean-Claude Debiève (PS)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration Communale
Rue François Dorzée 3
7300 Boussu
Website: www.boussu.be
Rathaus von Boussu, Kirche Saint Géry.

GeschichteBearbeiten

In der Gemeinde gab es eine Schloss, das für ihre Kunstsammlung gerühmt wurde. Der Maler Pieter Aertsen war im Jahr 1525 Gast des Grafen von Boussu und studierte die Werke dieser Sammlung.[1] Das ehemalige Schloss Boussu französisch Château de Boussu befindet sich in einer Parkanlage. Die Gegend ist bereits seit der gallo-römischen Zeit besiedelt. Im 10. Jahrhundert wurde von der Familie Fontaine die erste Burg errichtet. Durch Heirat kam diese an die Familie Hénin-Liétard. Im Jahr 1402 wurde die Burg belagert, eingenommen, geplündert und teilweise niedergebrannt. Die Burg wurde 1478 in der Folge der Kriege zwischen Frankreich und dem Herzogtum Burgund zerstört.

Der Graf Jean de Hénin-Liétard beauftragte den Architekten Jacques du Broeucq mit dem Neubau des Schlosses Boussu. Kaiser Karl V. besuchte 1545 den Grafen, mit dem er freundschaftlich verbunden war. Auch der spanische König Philipp II. wurde mehrmals las Gast dort empfangen. Der französische König Ludwig XIV. soll hier 1655 seinen Geburtstag gefeiert haben und der englische König Wilhelm III. feierte hier im Jahr 1676.

1810 wurde das Schloss komplett ruiniert und mit Ausnahme des Torgebäudes abgerissen. Diesen Gebäudeteil ließ der Graf Maurice de Caraman restaurieren. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Torhaus als Munitionsdepot genutzt und im September 1944 gesprengt.[2]

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Boussu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Johannes Sievers: Pieter Aertsen; ein Beitrag zur Geschichte der niederländischen Kunst im XVI. Jahrhundert. K. W. Hiersemann, Leipzig 1908, S. 16 (Textarchiv – Internet Archive).
  2. Boussu Castle castles.nl.