Hauptmenü öffnen

Bonenburg ist ein Stadtteil von Warburg im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen (Deutschland) mit etwa 1100 Einwohnern.

Bonenburg
Stadt Warburg
Koordinaten: 51° 33′ 32″ N, 9° 3′ 5″ O
Höhe: 270 m
Fläche: 12,38 km²
Einwohner: 1107
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 34414
Vorwahl: 05642
Karte
Lage von Bonenburg in Warburg

Geographische LageBearbeiten

Bonenburg liegt im Übergangsbereich der Südausläufer des Eggegebirges zur Warburger Börde im Südteil des Naturparks Teutoburger Wald / Eggegebirge. Es befindet sich auf einem schmalen Bergrücken etwa 12 km nordwestlich der Kernstadt von Warburg. Durchflossen wird es vom Diemel-Zufluss Naure, und im Dorf entspringt der Eggel-Zufluss Eder.

GeschichteBearbeiten

Der Name geht wahrscheinlich auf den Grafen von Boyneburg zurück, der als Lehnsherr des Bischofs von Paderborn hier Lehnsbesitz hatte und diesen durch eine Burg schützte. Das Kloster Hardehausen erwarb im Raum Bonenburg Landflächen und kam später unter die Herrschaft des Klosters. Im Dreißigjährigen Krieg und im Siebenjährigen Krieg wurde der Ort stark zerstört. Bonenburg gehörte bis 1831 zur Pfarrei Scherfede, seit 1650 hat es eine eigene Kapelle. Heute steht dort die im Jahre 1741 errichtete Kirche von Bonenburg. 1803 wurde Bonenburg eine selbständige Gemeinde. Mit dem Eisenbahnbau von Altenbeken nach Warburg erhielt Bonenburg einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Hamm–Warburg. Inzwischen fungiert er nur noch als Betriebsbahnhof.

Am 1. Januar 1975 wurde Bonenburg in die Stadt Warburg eingegliedert.[1]

In Bonenburg fand 2013 ein Hobby-Paläontologe in einer Tongrube die fossilen Überreste einer Wirbelsäule.[2] Es handelt sich um den Erstfund der Art Rhaeticosaurus mertensi, welche auf ein Alter von 201,3 Millionen Jahre datiert wurde und somit das weltweit älteste Plesiosaurier-Fossil ist.[3] Das Original ist derzeit im LWL-Museum für Naturkunde ausgestellt.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Leifeld, Josef (1986): Bonenburg. In: Mürmann, Franz (Hrsg.): Die Stadt Warburg 1036–1986. Beiträge zur Geschichte einer Stadt. Band 2. Warburg: Hermes, S. 435–436. ISBN 3-922032-07-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 328.
  2. a b Ältester Plesiosaurier der Welt bekommt Namen Pressemitteilung des LWL. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  3. "Jahrhundert-Fund": Ältester Plesiosaurier in Warburg gefunden In: nw.de. Zeitungsverlag Neue Westfälische. Abgerufen am 19. Dezember 2017.