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LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Oberrheinebene zwischen der 15 Kilometer entfernten Stadt Mülhausen im Süden und Colmar im Norden (Entfernung 30 km), in der Nähe von Guebwiller (7 km nordwestlich).

GeschichteBearbeiten

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Bollwiller als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 1154[1] 2536 2846 3007 2951 3194 3550 3555

WappenBearbeiten

Wappenbeschreibung: In Grün ein schrägrechter silberner Balken von je drei goldene Merletten zu seinen Seiten begleitet.

VerkehrBearbeiten

Der Bahnhof Bollwiller liegt an der Bahnstrecke Strasbourg–Basel. Die Strecke wird von den TER Alsace in der Relation Straßburg–Colmar–Mülhausen–Basel im Halbstundentakt bedient. Die Bahnstrecke trennt die Gemeinde vom benachbarten Feldkirch.

KulturBearbeiten

 
Karlskirche

Die 1740 von Jean Baumann in Bollweiler gegründete Baumschule Baumann wurde 1838 zu den bedeutendsten Baumschulen im deutschsprachigen Raum gezählt.[2] Ihr Name ist mit der Kultivierung zahlreicher Pflanzen verbunden, darunter die Bollweiler Birne und die Haselnuß-Sorte Wunder aus Bollweiler. Eine um 1800 von Jean-Baptiste van Mons in Belgien gezüchtete Apfelsorte wurde zu Ehren der Besitzer der berühmten Baumschule Baumanns Renette benannt.[3]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Alphonse Baumann (1826–1909), Maler
  • Amélie Zurcher (1858–1947), in Bollwiller geboren, gilt als Begründerin des Kali-Bergbaus im Bassin potassique nordwestlich von Mülhausen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bollwiller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Gebweiler
  2. Sylvia Butenschön (Hrsg.): Frühe Baumschulen in Deutschland: Zum Nutzen, zur Zierde und zum Besten des Landes (=Arbeitshefte des Instituts für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin, Heft 76). Universitätsverlag der TU Berlin, 2012, ISBN 978-3-7983-2414-5, S. 28.
  3. Eike Jablonski: X Sorbopyrus auricularis – die Hagebuttenbirne. In: Gaartanheem.lu. Abgerufen am 10. März 2019.