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Bodman-Ludwigshafen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen
Bodman-Ludwigshafen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen hervorgehoben
Koordinaten: 47° 49′ N, 9° 2′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Konstanz
Höhe: 397 m ü. NHN
Fläche: 28,04 km2
Einwohner: 4655 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km2
Postleitzahl: 78351
Vorwahl: 07773
Kfz-Kennzeichen: KN
Gemeindeschlüssel: 08 3 35 098
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hafenstraße 5
78351 Bodman-Ludwigshafen
Website: www.bodman-ludwigshafen.de
Bürgermeister: Matthias Weckbach
Lage der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen im Landkreis Konstanz
BodenseeBodenseekreisLandkreis WaldshutSchwarzwald-Baar-KreisLandkreis TuttlingenLandkreis SigmaringenAach (Hegau)AllensbachBodman-LudwigshafenBüsingen am HochrheinStockachEigeltingenEngenGaienhofenGailingen am HochrheinGottmadingenHilzingenHohenfels (bei Stockach)KonstanzMainauMoos (am Bodensee)Mühlhausen-EhingenMühlingenÖhningenOrsingen-NenzingenRadolfzell am BodenseeReichenau (Landkreis Konstanz)Reichenau (Landkreis Konstanz)Reichenau (Landkreis Konstanz)Reichenau (Landkreis Konstanz)Rielasingen-WorblingenSingen (Hohentwiel)SteißlingenStockachTengenVolkertshausenSchweizKarte
Über dieses Bild
Ludwigshafen
Blick auf Bodman vom Bodensee
Badehaus in Bodman

Bodman-Ludwigshafen ist eine Gemeinde, die am 1. Januar 1975 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Bodman und Ludwigshafen am Bodensee (ehemals Sernatingen) hervorgegangen ist. Die Gemeinde liegt am Bodensee und gehört zum baden-württembergischen Landkreis Konstanz in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Bodman-Ludwigshafen liegt am westlichen Ende des Überlinger Sees mit Bodman auf der Süd- und Ludwigshafen auf der Nordseite des Seearms. Die Gemeinde gehört zum Hegau. Zwischen Bodman und Ludwigshafen erstreckt sich das Naturschutzgebiet Aachried, in dem seltene Vögel und Pflanzen ein Refugium gefunden haben.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen besteht aus den ehemaligen Gemeinden Bodman und Ludwigshafen am Bodensee mit insgesamt 15 Dörfern, Weilern, Höfen und Häusern. Zur ehemaligen Gemeinde Bodman gehören das Dorf Bodman, der Weiler Bodman-Sommerhalde, die Höfe Bodenwald, Mooshof und Rehmhof und die Häuser Frauenberg und Späth, Espasingerstraße. Zur ehemaligen Gemeinde Ludwigshafen am Bodensee gehören das Dorf Ludwigshafen am Bodensee, die Höfe Blumhof, Bühlhof, Ober-Laubegg, Unter-Laubegg und Weierhof, Haus und Gehöft Regentsweiler und die Häuser Laubegg-Forsthaus. In Bodman aufgegangenen ist die Ortschaft Weiler und im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Bodman liegt die Burgruine Altbodman[2] und das heutige Bodendenkmal der ehemaligen Wallburg Burg Hals.

GeschichteBearbeiten

BodmanBearbeiten

In Bodman wurden Pfahlbauten aus der Stein- und Bronzezeit gefunden. Unter dem Namen „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“ hat die UNESCO im Juni 2011 insgesamt 111 Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern als grenzüberschreitendes Weltkulturerbe anerkannt, darunter auch die Fundstelle in Bodman-Schachen.

Aus römischer Zeit ist zwei Kilometer westlich des heutigen Dorfes Bodman, im Gewann „Auf Mauren“ am Ausgang des Dettelbachtales, eine villa rustica mit Hypokaustenheizung wohl aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts nachweisbar, sie wurde bereits 1686 ergraben.[3] Ebenso fanden sich hier zwei Bronzegefäße.

Im Gewann „Fraasen“ unterhalb der sogenannten „Bodenburg“ steht ein Grabhügel.[4]

Aus der Völkerwanderungszeit stammt nordöstlich des Dorfes auf halber Bergeshöhe bei der „Bodenburg“ ein alemannisches Reihengräberfeld.[5]

Im 9. Jahrhundert stand in Bodman eine Pfalz der Karolinger mit dem Namen Potamico (diente als Namensgebung für den Bodensee), die von Ludwig dem Deutschen und Karl dem Dicken genutzt wurde, hier wurde 759 Othmar gefangengesetzt. 1277 erwarb Johann von Bodman die Pfalz von König Rudolf von Habsburg.

„Durch die Abschleifung der Sprache wurde aus Potamanns Bodam, Bodan, Bodensee und das Geschlecht zu Rittern von Bodman, und der Bergrücken zwischen den beiden Seen, der hauptsächlich den Rittern gehörte, zum Bodanrück, und das Dorf zu Bodman.“[6]

Für Bodman gab es im 19. Jahrhundert die Schreibweise Bodmann. Das Staatsministerium genehmigte 1884 den Antrag von Johann Franz von Bodman (1835–1906) auf Angleichung an die Schreibweise seines Namens und veröffentlichte die Änderung im Staatsanzeiger für das Großherzogtum Baden.[7]

 
Bisons am Bodanrück

LudwigshafenBearbeiten

Ludwigshafen wird als Sernatingen 1145 erstmals urkundlich erwähnt. 1810 wurde Sernatingen badisch. 1826 wurde der neu errichtete Hafen von Großherzog Ludwig auf den Namen Ludwigshafen getauft. Auf Wunsch der Bewohner wurde dieser Name kurz darauf für die ganze Gemeinde übernommen. Ein Zeuge der Vergangenheit ist an der Schiffsanlegestelle der langgestreckte, wuchtige Bau des Zollhauses mit der Inschrift an der Hafenseite „Großherzogliches Badisches Hauptzollamt“ mit badischem Wappen. Das Gebäude wurde um 1990 umgebaut und dient seit 1993 als Rathaus, Bürger- und Gästezentrum.[8]

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs war Ludwigshafen am 22. Februar 1945 im Rahmen der alliierten Operation Clarion, eines gemeinsamen Unternehmens der US-amerikanischen und britischen Luftstreitkräfte, Ziel eines Luftangriffes. Ziel des US-amerikanischen 320. Bombergeschwaders (320th Bomb Group) mit sechs Mittelstreckenbombern vom Typ Martin B-26 Marauder aus dem lothringischen Épinal war der Rangierbahnhof von Ludwigshafen.[9] Die Bomber warfen innerhalb von 70 Sekunden 48 Bomben ab, davon sechs mit einem chemischen Langzeitzünder.[10] Bereits am 24. Juli 1944 fand ein Tieffliegerangriff auf mehrere Schiffe aus Konstanz statt, die im Hafen und in der Bucht von Ludwigshafen vermeintlich sicher stillgelegt worden sind. Eines sank im Hafen und zwei wurden vor Anker schwer beschädigt.

Bodman-LudwigshafenBearbeiten

Bis zur Kreisreform 1973 gehörten beide Orte zum Landkreis Stockach, seither zum Landkreis Konstanz. Am 1. Januar 1975 vereinigten sich Bodman und Ludwigshafen am Bodensee zur neuen Gemeinde Bodman-Ludwigshafen.[11]

ReligionenBearbeiten

Die Bevölkerung von Bodman-Ludwigshafen ist überwiegend römisch-katholisch. So gibt es in beiden Teilorten je eine katholische Kirche und zusätzlich je eine katholische Kapelle. Aber auch die evangelische und die neuapostolische Kirche sind im Ort vertreten.

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[12]
Wahlbeteiligung: 52,6 % (2009: 55,5 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,9 %
19,6 %
13,3 %
14,6 %
8,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,2 %p
-1,1 %p
-3,6 %p
+2,3 %p
+8,5 %p

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder, als Nachwirkung der 2004 aufgehobenen unechten Teilortswahl. Ab 2019 wird er auf 14 Mitglieder verringert werden. Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 ergab folgendes Ergebnis:

BürgermeisterBearbeiten

  • 1. Januar 1975 – 30. Juni 1975: Manfred Hilbert als Amtsverweser
  • 1. Juli 1975 – 30. Juni 1991: Werner Debis
  • 1. Juli 1991 – 30. Juni 1999: Helmut Herzog
  • seit 1. Juli 1999: Matthias Weckbach

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Gold (Gelb) ein rot bewehrter und rot bezungter schwarzer Adler mit einem silbernen (weißen) Brustschild, worin drei sinkende grüne Lindenblätter (2:1).

Das am 17. Mai 1976 vom Landratsamt Konstanz verliehene Wappen vereinigt Elemente der Wappen der Ortsteile. Bodman führte seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein Wappensiegel, das in gespaltenem Schild vorn einen halben Adler am Spalt mit einem Lindenzweig im Schnabel, hinten einen Lindenzweig zeigte; die Tingierung wurde 1895 festgelegt. Die Lindenzweige sind sicher eine Anspielung auf das Stammwappen der Herren von Bodman. Grundherr über Ludwigshafen (bis 1826 Sernatingen) war seit 1294 das Spital der Reichsstadt Überlingen, woran das 1896 geschaffene Gemeindewappen mit Adler (Reichsstadt) und Patriarchenkreuz im Brustschild (Spital) erinnerte.[13]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Seit dem 30. Juli 2000 gibt es eine Freundschaftsvereinbarung zwischen der früheren Gemeinde Schweta, der Stadt Mügeln und der Gemeinde Bodman-Ludwigshafen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Rad- und WanderwegeBearbeiten

 
Gräfliches Schloss in Bodman

Bodman-Ludwigshafen liegt am Bodensee-Radweg und am Bodensee-Rundweg, die in unterschiedlichen Streckenführungen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Auch einer der Jakobswege führt an Ludwigshafen und Bodman vorbei.

Museen und FreilichtskulpturenBearbeiten

 
Das Triptychon Ludwigs Erbe

Im Rathaus Bodman befand sich ein kleines Museum mit zahlreichen Fundstücken aus der Steinzeit. Da das Rathaus für den Neubau einer Veranstaltungshalle mit Tourist-Info, Bürgerbüro und Bistro abgebrochen wurde, besteht das Museum derzeit nicht. Es soll jedoch in moderner Form im neuen Gebäude wieder eingerichtet werden, wenn die Finanzierung gesichert werden kann. Bis dahin sind im Restaurant im neuen Gebäude "Seeum" einige wenige Funde in Vitrinen ausgestellt.

In der Kaiserpfalzstraße in Bodman am Ortsausgang Richtung Ludwigshafen befindet sich die Freilichtausstellung zahlreicher Skulpturen von Peter Lenk. An einem Gebäudesatellit des ehemaligen badischen Hauptzollamts am Ludwigshafener Hafen (seit 1993 Bürger- und Gästezentrum „Zollhaus“) persifliert das Relief Ludwigs Erbe von Peter Lenk die Umbenennung des Ortes von Sernatingen in Ludwigshafen und weist hin auf neuere Eingriffe der Politik anlässlich der Finanzkrise. Heftig diskutiert wurde die Darstellung von fünf Politikern als Global Players.

MusikBearbeiten

In beiden Orten gibt es Blasmusikorchester. Vorläufiger Höhepunkt ist das selbst komponierte Musical Stettelberger, benannt nach einer Sagenfigur aus Ludwigshafen.

BauwerkeBearbeiten

In und bei Bodman:

  • In Bodman befindet sich das gleichnamige Schloss Bodman. Es wurde 1831/32 durch Johann Baptist Wehrle (1791–1857) gebaut. Da es von der gräflichen Familie bewohnt wird, kann nur der Park besichtigt werden.
  • Auf dem Bodanrück befinden sich die Ruine Altbodman sowie das Kloster Frauenberg. Letzteres war ursprünglich der Sitz der gräflichen Familie, bis 1307 ein Blitzschlag zum Brand geführt hatte. Der Legende nach verbrannte die gesamte gräfliche Familie, die Amme ließ in einem Kessel den kleinen Stammhalter Johannes zu Boden. Der Fundort ist heute durch einen kleinen Obelisken gekennzeichnet. Nach dem Brand wurde das Schloss dem Zisterzienser-Kloster in Salem für die Errettung des Stammhalters geschenkt. Das Kloster baute das abgebrannte Schloss zum Kloster Frauenberg aus. Im Zuge der Säkularisation gelangte dieses Kloster 1806 in den Besitz der gräflichen Familie zurück.
  • Die Weilerkapelle in Bodman stand einst weit vor dem Ort. Sie wurde um 1700 erbaut. Das große Altarbild des Leidens und der Auferstehung Jesu stammt aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts.
  • Burg Bodman (Karolingische Königspfalz)
  • Burg Bodman (Staufische Pfalz)
  • Ehemaliges Schloss Bodman
  • Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bodman

In und bei Ludwigshafen:

  • Die Seeseite von Ludwigshafen wird vom ehemaligen großherzoglich-badischen Hauptzollamt beherrscht. Nach wechselvoller Geschichte wurde das in den 1830er Jahren errichtete Gebäude von Grund auf saniert und wird seit 1993 als Bürger- und Gästezentrum Zollhaus sowie als Rathaus genutzt.
  • Die St. Anna-Kapelle in Ludwigshafen wurde 1734 erbaut und 1764 erweitert. Ihre Fassade ziert eine historisch interessante Ansicht von Ludwigshafen (um 1897).
  • Katholische Pfarrkirche St. Otmar in Ludwigshafen
  • ehemalige Burg Laubegg
  • ehemaliges Knorenschloss

Parks und NaturdenkmälerBearbeiten

 
Blick aufs Naturschutzgebiet

Beide Ortsteile verfügen über ausgedehnte Uferparks mit Sicht auf den Überlinger Teil des Bodensees. Die Bodenseelandschaft ist am Uferbereich von zahlreichen Tobeln gekennzeichnet, östlich von Bodman zum Beispiel das Echotal mit Molasse-Felswänden. Das NaturschutzgebietBodenseeufer (Bodman-Ludwigshafen)“ erstreckt sich entlang des ganzen Uferbereichs zwischen Bodman und Ludwigshafen mit dem Aachried.

Gemälde von BodmanBearbeiten

  • Georg Schulz: See-Ende bei Bodman, 1942. Im Archiv der Kunstsammlung Bodenseekreis in Schloss Salem.
  • Werner Mollweide (1889–1978): Zahlreiche Aquarelle und Ölgemälde, überwiegend in Privatbesitz

SportBearbeiten

Aus sportlicher Sicht präsentiert die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen ein breit gefächertes Angebot an Aktivitäten im Wasser und an Land. Surf- und Segelschulen bieten Kurse an, auch Wasserski und die Wakeboarden auf dem Programm, auch gibt eine Skike-Akademy. Die Gemeinde bietet ein ausgebautes Wander- und Radwegenetz, sowohl Bodman als auch Ludwigshafen liegen am Bodensee-Rundweg und am Bodensee-Radweg.

Im Oktober 2005 wurde zum Gedenken an die von 1969 bis 1981 durchgeführten Haldenhofrennen das Haldenhof-Revival veranstaltet. In fünf Klassen konnten sich Oldtimer und Rennfahrzeuge auf der etwa 1,7 Kilometer langen Bergstrecke messen. Alte Porsche, Maserati und Formelwagen ließen ein besonderes Flair entstehen. Die Veranstaltung fand im Oktober 2007 erneut statt.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

 
Blick aufs Zollhaus Ludwigshafen

Im Sommer finden regelmäßig Strandfeste in den Uferanlagen statt, so das Hafenfest rund um das Zollhaus mit Nachtflohmarkt am letzten Juni-Wochenende und das Seefest am dritten Wochenende im August mit einem großen Oldtimertreffen, beide in Ludwigshafen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

ÜbersichtBearbeiten

Beide Ortsteile sind stark durch Obstanbau und Fremdenverkehr geprägt. Eine kleine exponierte Weinlage ist der Königsweingarten in Bodman. Hier wurde im Jahre 884 durch Kaiser Karl den Dicken erstmals in Deutschland die Spätburgunderrebe angepflanzt.

VerkehrBearbeiten

StraßenverkehrBearbeiten

Die neue Strecke der Bundesstraße 31 führt nicht mehr durch Ludwigshafen, sondern als Fortsetzung der Bundesautobahn 98 in Richtung Osten, damit ist Ludwigshafen vom Schwerverkehr entlastet. Durch Ludwigshafen führt aber noch die Verbindung RadolfzellÜberlingen.

SchienenverkehrBearbeiten

Der Ortsteil Ludwigshafen ist durch die Bodenseegürtelbahn (Abschnitt Stahringen–Friedrichshafen) an das Eisenbahnnetz sowohl nach Westen und in die Schweiz wie nach Osten zur Nordseite des gesamten Sees angebunden.

Rad- und WanderwegeBearbeiten

Bodman ist der einzige Ort am Bodensee ohne jegliche Durchgangsstraße. Selbst für Radfahrer ist der Uferweg aus Richtung Wallhausen nach Bodman nicht befahrbar, so dass der Weg von Wallhausen über die Marienschlucht nach Bodman als Teil des Bodensee-Rundweges den Wanderern vorbehalten bleibt. Der Bodensee-Radweg aus Richtung Konstanz verläuft ab Wallhausen landeinwärts über den Bodanrück, tangiert zwar Bodman, verläuft aber auch von dort teilweise im Hinterland, teilweise am See nach Ludwigshafen.

Der Schwäbische-Alb-Radweg führt über 220 Kilometer als Radfernweg von Bodman-Ludwigshafen über die Schwäbische Alb bis nach Nördlingen.

SchifffahrtBearbeiten

Die Kurslinie der Motorbootgesellschaft Bodman mbH verbindet während der Saison einige Male am Tag im Zickzackkurs die Orte am Überlinger See zwischen Bodman und Überlingen einschließlich der Marienschlucht.

BuslinienBearbeiten

Als Teil der Strecke Stahringen – Stockach verkehrt zwischen Bodman und Ludwigshafen eine Buslinie. Außerdem wird im Verlauf der Strecke Überlingen – Stockach der Ortsteil Ludwigshafen per Bus bedient.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

In der Gemeinde gibt es Bootswerften, Obstverwertungen, Gärtnereien und viele Gaststätten, ferner metallverarbeitende Betriebe, IT&Telekommunikation, Handel und Handwerk. Im „Königsweingarten“ der gräflichen Familie von Bodman wird Wein angebaut.[14]

MedienBearbeiten

Südkurier, s'Blättle (Gemeindemitteilungsblatt) sowie das Wochenblatt.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

 
Einsames Boot

Bürger- und Gästezentrum Zollhaus, Parkanlagen am Seeufer in Bodman und Ludwigshafen, Natur-Strandbad Bodman, Natur-Strandbad Ludwigshafen.

BildungBearbeiten

In der Gemeinde gibt es mit der Sernatingen Schule eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, die über Standorte in beiden Teilorten verfügt.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 1925: Hugo Schlosser (1862–1948), Lehrer (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1925: Karl Weber (1862–1934), Altbürgermeister (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1925: Franz-Josef Baumann (1851–1944), Pfarrer, Geistlicher Rat und Dekan (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman). Er wirkte in Bodman von Dezember 1884 bis Oktober 1937 und wurde in unmittelbarer Nähe der gräflichen Begräbnisstätte in einem Ehrengrab beigesetzt.
  • 1948: Wilhelm Schäfer (1868–1952), deutscher Schriftsteller (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1969: Johannes Graf von und zu Bodman (1899–1976), Land- und Volkswirt (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 1973: Paul Weber (1893–1985), Obstbaupionier, Politiker, Prähistoriker und Kunstsammler (Ehrenbürger der damals selbständigen Gemeinde Bodman)
  • 2010: Wilderich Graf von und zu Bodman (* 12. Dezember 1936 in Möggingen), Chef des Adelshauses Bodman, Unternehmer und Kommunalpolitiker (CDU).

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten mit Verbindung zur GemeindeBearbeiten

  • Pit Beirer (* 1972), ehemaliger Motorradrenn- und Motocrossfahrer, wuchs in Bodman-Ludwigshafen auf.
Bekannte Einwohner

LiteraturBearbeiten

  • Reallexikon der Germanischen Altertumskunde, Bd. 3 (1978): Bodman. ISBN 3-11-006512-6.
  • Joachim Hotz: Friedrich Maler und Johann Baptist Wehrle als Architekten des Schlosses Bodman. Eine Studie zur badischen Baukunst nach dem Tod Friedrich Weinbrenners. Sonderdruck aus dem Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, Bd. 14, 1977; S. 71–92.
  • Ludwigshafen ist Schauplatz des Romans Seegfrörne von Christof Hamann (Göttingen 2001). Außerdem spielt in Bodman die Sage vom Nebelmännle.
  • Herbert Berner (Hrsg.): Bodman, Dorf Kaiserpfalz Adel. Band 1, Thorbecke Verlag, 1977.
  • Herbert Berner (Hrsg.): Bodman, Dorf Kaiserpfalz Adel. Band 2, Thorbecke Verlag, 1985.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bodman-Ludwigshafen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 784–786
  3. L. Ley: Römische Niederlassung bei Bodman am Bodensee. In: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, V, 1874, S. 160–164.
  4. Bodman. In: Franz Xaver Kraus, Josef Durm, Ernst Wagner: Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden. Band 1: Die Kunstdenkmäler des Kreises Konstanz: Beschreibende Statistik im Auftrage des Grossherzoglichen Ministeriums der Justiz. Akademische Verlagsbuchhandlung von J.C.B. Mohr (P. Siebeck), 1887, S. 461.
  5. Jörg Aufdermauer, Franz Götz: Römische Niederlassung bei Bodman Ausgrabungsbericht mit Plänen aus dem Jahr 1686, In: Herbert Berner (Hrsg.): Bodman. Band 1: Dorf, Kaiserpfalz, Adel, Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1977, S. 65–68.
  6. zitiert aus: Lilly Braumann-Honsell: Bodensee ahoi! Oberbadische Verlagsanstalt Merk & Co., K.-G., Konstanz 1947. (Segelturn von der Reichenau, unter der Rheinbrücke nach Konstanz, Überlingen, Friedrichshafen, Lindau, Bad Schachen, Rorschach, Allensbach, Stein am Rhein. Eine Rundfahrt aus Seesicht im Plauderton.), S. 35.
  7. Friedrich W. Strub: Wie Bodmann sein zweites „n“ verlor. In: Südkurier vom 11. Januar 2013
  8. Lexikon Bodensee Gesamtgebiet. Kompass Karten GmbH, Innsbruck. ISBN 3-85491-002-9. S. 37
  9. 320th Bomb Group Final mission report Ludwigshafen Marshalling Yards (Germany) (PDF; 74 kB)
  10. Friedrich W. Strub: Bombiger Verdacht am See-Ufer. In: Südkurier vom 18. Juni 2004
  11. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 519.
  12. Archivlink (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.baden-wuerttemberg.de
  13. Wappenbeschreibung bei Landeskunde entdecken online
  14. Fremdenverkehrsprospekt Bodman-Ludwigshafen