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Blankenheim ist ein Ortsteil der Stadt Bebra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Nordosten von Hessen.

Blankenheim
Stadt Bebra
Koordinaten: 50° 56′ 22″ N, 9° 46′ 32″ O
Höhe: 193 m ü. NHN
Fläche: 9,28 km²[1]
Einwohner: 494 (1970)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36179
Vorwahl: 06622
Die Kirche
Kirche vom ehemaligen Klosterhof aus gesehen

Der Stadtteil Blankenheim liegt südwestlich der Kernstadt Bebra am Seulingswald an der Fulda. Westlich des Ortes führt die Bundesstraße 27 vorbei. Im Osten liegt die Bahnstrecke Bebra–Göttingen.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Blankenheim wurde in einer Urkunde aus dem Jahre 1200 erstmals erwähnt.[1][2] 1190 wurde als Tochterkloster der Abtei Hersfeld ein Augustinerinnenkloster in Aua errichtet, das bereits 1229 nach Blankenheim verlegt wurde. Die Kirche des ehemaligen Klosters Blankenheim ist teilweise erhalten geblieben.

Siehe

Nach der Reformation von 1627 und bis 1834 gehörte der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Rotenburg.

Die evangelische Kirchengemeinde bewahrt einen spätmittelalterlichen Kelch auf, mit dem nach einer Restaurierung seit 2016 wieder das Abendmahl gefeiert wird.[3]

1939 hatte das Dorf 387 Einwohner. Es gehörte damals zum Landkreis Rotenburg.

NeugliederungBearbeiten

Im Rahmen der hessischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde Blankenheim am 31. Dezember 1971 in die Stadt Bebra eingegliedert.[4]

LiteraturBearbeiten

  • Johannes Burkardt: Blankenheim. In: Friedhelm Jürgensmeier u. a.: Die benediktinischen Mönchs- und Nonnenklöster in Hessen (Germania Benedictina 7 Hessen), Eos, St. Ottilien 2004, S. 66–72. ISBN 3-8306-7199-7.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c „Blankenheim, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 2. Dezember 2015). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. Laut der "Chronik Blankenheim", herausgegeben aus Anlass der 800-Jahrfeier am 22.–25. August 1975 stammt die erste urkundliche Erwähnung bereits aus dem Jahr 1155.
  3. Götz J. Pfeiffer, Alexander Schulgin: Ein kostbares Fenster in die Vergangenheit. Der spätmittelalterliche Kelch in Blankenheim, seine Restaurierung, Geschichte und Symbolik. In: Rund um den Alheimer. Band 38, 2017, S. 24–32.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/ Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 406.

WeblinksBearbeiten