Bjolderup Sogn ist eine Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) in Nordschleswig im südlichen Dänemark. Bis zur dänischen Kommunalreform 1970 bildete sie eine politische Gemeinde in der Harde Rise Herred im Åbenrå Amt (dt.: Amt Apenrade), danach wurde sie Teil der Tinglev Kommune (dt. Tingleff) im Sønderjyllands Amt, die ihrerseits mit der Kommunalreform 2007 in der Aabenraa Kommune aufging. Die Grenzen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde entsprechen nach wie vor dem historischen Kirchspiel.

Dänemark Bjolderup
Wappen fehlt
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Bjolderup (Dänemark)
Bjolderup
Bjolderup
Basisdaten
Staat: Dänemark
Region: Syddanmark
Kommune
(seit 2007):
Aabenraa
Kommune/Amt:
(bis Ende 2006)
Tinglev Kommune
Sønderjyllands Amt
Herred/Amt:
(bis April 1970)
Rise Herred
Åbenrå Amt
Koordinaten: 55° 0′ N, 9° 15′ OKoordinaten: 55° 0′ N, 9° 15′ O
Einwohner:
(2019[1])
1.825
Fläche: 56 km²
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6392 Bolderslev
Website: www.bjolderupkirke.dk
Lage des Kirchspiels in der Aabenraa Kommune
Lage des Kirchspiels in der Aabenraa Kommune

GemeindegebietBearbeiten

Das Gebiet der Gemeinde Bjolderup umfasst 56 km². Heute wohnen hier 1825 Menschen (Stand 1. Januar 2019[1]). Siedlungsschwerpunkt ist die Ortschaft Bolderslev (dt. Bollersleben), während das eigentliche Bjolderup nur aus Kirche, Pastorat, ehemaliger Schule und einigen neueren Häusern besteht.

Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn) im Norden Hjordkær (dt. Jordkirch), im Osten Ensted (dt. Enstedt), im Südosten Uge (dt. Uk), im Süden Tinglev (dt. Tingleff) und im Westen Ravsted (dt. Rapstedt).

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet der Gemeinde ist mindestens seit der frühen Bronzezeit besiedelt. Auf dem Höhenrücken sind einige Grabhügel erhalten.

Der Name Bjolderup taucht erstmals im 13. Jahrhundert als Biuldorp auf. Die Ortschaft Bolderslev wird bereits im Erdbuch König Waldemars des Siegers 1231 als besonderes Königsgut Balthersløøf erwähnt.

Der Osten der Gemeinde wird vom Ochsenweg durchzogen. In unmittelbarer Nähe desselben, hier oder wenig südlich in der Gemeinde Uge lag vermutlich das Landesthing des Herzogtums Schleswig Urnehöved.

Kompliziert und teilweise schwer zu rekonstruieren ist die Geschichte des alten Gutes Bolderslev.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Im Nordwesten der Gemeinde verläuft die Landstraße TønderAabenraa (dt. Tondern–Apenrade), die etwas weiter östlich einen Anschluss zur Autobahn E 45 hat.

Bolderslev war seit den 1860er Jahren Bahnstation der Bahnstrecke Flensburg–Fredericia. Diese hatte Bedeutung für ein weites Umland, und der bis dahin kleine Ort Bolderslev wuchs schnell an. 1974 erfolgte allerdings die Stilllegung der Station. 1996 wurde das alte Empfangsgebäude abgerissen, zudem die Bahnstrecke im Zuge der Elektrifizierung kreuzungsfrei ausgebaut, so dass die alte Hauptstraße heute unterbrochen ist.

In ganz Dänemark ist Bolderslev als Sitz der Brotfabrik Kohberg bekannt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die romanische Marienkirche liegt einsam auf einer Anhöhe mitten im Kirchspiel und ist zusätzlich durch ihren hohen gotischen Turm weithin sichtbar. Die Grabplatte von Bjolderup war bis 1986 in Schleswig im Schloss Gottorf, dem Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte ausgestellt und ist jetzt wieder in der Bjolderup Kirke.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> KM1: Befolkningen 1. januar, 1. april, 1. juli og 1. oktober efter sogn og folkekirkemedlemsskab (dänisch)