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Leichtathletik Bilstein-Marathon
Austragungsort Witzenhausen
DeutschlandDeutschland Deutschland
Erste Austragung 2011
Distanz Ultra-Trail
Website Offizielle Website
Bilsteinturm, höchster Punkt des Bilstein-Marathons

Der Bilstein-Marathon ist ein seit 2011 jährlich ausgetragener Ultramarathon durch den Kaufunger Wald mit Start und Ziel in Kleinalmerode. Die Laufstrecken seiner drei Wettbewerbe liegen in Hessen und Niedersachsen. Die Laufveranstaltung ist benannt nach dem zweithöchsten Berg des Mittelgebirges Kaufunger Wald, dem Bilstein (641,2 m ü. NHN). 2016 war der Bilstein-Marathon Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Ultratrail.

GeschichteBearbeiten

 
Kaufunger Wald mit Bilstein

Der Bilstein-Marathon wurde erstmals im Jahr 2011 ausgetragen. Das Motto des Ultramarathons lautet Flach ist anders!. 2016 wurden in die Laufveranstaltung mit oft frühzeitig ausgebuchten Teilnehmerlimit die Deutschen Meisterschaften im Ultratrail integriert, wofür die Strecke des Ultras zusätzlich verlängert wurde. Trotz Teilnehmerbegrenzung auf 500 Teilnehmer insgesamt platziert sich gemessen im Ultra-Wettbewerb der Bilstein-Marathon mit über 100 Läufern etwa auf dem zwanzigsten Rang der teilnehmerstärksten Ultratrails in Deutschland. Im Jahr der DM-Austragung 2016 war die Veranstaltung achtgrößter Ultralauf im nationalen Vergleich.[1]

WettbewerbeBearbeiten

 
Nordwestblick vom Bilstein

Durchgeführt werden alljährlich vier Wettbewerbe:[2]

Wettbewerb Länge Höhenmeter Anmerkung
Bilstein-Marathon 21 21 km 0535 Hm Halbmarathon
Bilstein-Marathon 42 42 km 1100 Hm Marathon
Bilstein-Marathon 42 Wandern 42 km 1100 Hm
Bilstein-Marathon 57 Ultra Trail 57 km 1500 Hm

StreckenverläufeBearbeiten

 
Rote Niestequelle

Start und Ziel aller ausgeschriebenen Wettbewerbe liegen in Kleinalmerode (253 m), einem Stadtteil von Witzenhausen. Marathon und Ultramarathon verlaufen zunächst auf den Rodeberg (ca. 320 m) zur neben einer auf 297,5 m Höhe liegenden Wegkreuzung stehenden Hermannseiche, umrunden diesen Berg und den Schäferberg (ca. 280 m), bevor sie mit dem Halbmarathon von Kleinalmerode vorbei am Hungershäuser Berg (423,1 m) hinauf zum zwischen Nieste und Kleinalmerode an der Landesstraße 563 liegenden Pass Umschwang (446 m) führen. Über den Waldweg Hausfirstbornstraße, über den auch der Fernwanderweg Frau-Holle-Pfad markiert ist, gelangen die Läufer zum Bilstein (641,2 m), teils mit Schleifen um die Berge Schwarzenberg (ca. 560 m), Giesenberg (526,8 m) und Steinberg (588,75 m) sowie vorbei an der Quelle der Roten Nieste. Vom Bilsteinturm, bei dem die Läufer traditionell mit Musik eines Spielmannszugs empfangen werden, führt die Halbmarathonstrecke über den Bielsteinweg vorbei an den Bergen Mühlenstein (607,2 m) und Klippstädt (ca. 350 m) zurück nach Kleinalmerode, während Marathon und Ultra-Trail über die Große Kappe (572,5 m) und deren Nordausläufer Kleine Kappe (463,5 m) sowie Umrundung des Wolfsbergs (ca. 355 m) vorbei an Roßbach (241 m) und dann zurück nach Kleinalmerode zu führen.[3][4]

SiegerlistenBearbeiten

Siegerlisten des Bilstein-Marathons mit Hervorhebung der Streckenrekorde:[5]

 
Pass Umschwang
 
Roßbach mit Kalkmagerrasen

HalbmarathonBearbeiten

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
28. Apr. 2019 Johannes Hofsommer 1:22:15 Andrea Behnert 1:38:46
06. Mai 2018 Florian Engel 1:27:39 Sandra Ricke 1:42:27
07. Mai 2017 Benjamin Sperl 1:21:19 Jutta Goepfert 1:47:21
17. Apr. 2016 Timo Pippart 1:23:25 Tanja Nehme -3- 1:33:33
12. Apr. 2015 Georg Wurschi 1:25:05 Tanja Nehme -2- 1:33:01
06. Apr. 2014 Jan-Eike Kistner 1:26:44 Tanja Nehme 1:36:35
14. Apr. 2013 Andreas Gerrits 1:17:17 Ilona Hildmann -2- 1:52:19
22. Apr. 2012 Sascha Vogler -2- 1:25:15 Ilona Hildmann 1:47:34
03. Apr. 2011 Sascha Vogler 1:28:35 Heidrun Meissner 1:47:06

MarathonBearbeiten

Datum Männer Zeit Frauen Zeit
28. Apr. 2019 Daniel Höner 3:25:45 Sylke Kuhn -2- 3:48:18
06. Mai 2018 Benjamin Sperl 3:09:26 Sylke Kuhn 4:07:55
07. Mai 2017 Florian Reichert 2:53:25 Martina Ramthun 4:11:37
17. Apr. 2016 Jörg Kreiker 3:29:38 Christiane Kempkes 4:00:27
12. Apr. 2015 Uwe Hüttenmüller 3:29:15 Antje Feldmann 4:21:01
06. Apr. 2014 Sebastian Bergmann 2:55:09 Susi Lüürßen 3:55:08
14. Apr. 2013 Torsten Würtz 3:33:29 Tanya Szech 4:10:56
22. Apr. 2012 Lars Donath 2:57:04 Tewes Geertje 3:55:28
03. Apr. 2011 Frank Kleinsorg 3:08:37 Dorothe Wolf 4:11:23

Ultra-TrailBearbeiten

Datum Männer Zeit Frauen Zeit Distanz
28. Apr. 2019 Kevin Trebing-Hild 4:47:40 Birgit Schwartz-Reinken -6- 5:34:13 57 km1
06. Mai 2018 Alexander Edelhofer -2- 4:33:17 Birgit Schwartz-Reinken -5- 5:16:54 57 km
07. Mai 2017 Alexander Edelhofer 4:33:44 Birgit Schwartz-Reinken -4- 5:15:13 57 km
17. Apr. 2016 Florian Reichert 4:29:03 Manishe Sina 5:36:00 65 km
12. Apr. 2015 Benjamin Sperl 4:22:29 Birgit Schwartz-Reinken -3- 5:23:37 57 km
06. Apr. 2014 Bernhard Munz 4:13:58 Birgit Schwartz-Reinken -2- 4:50:56 54 km
14. Apr. 2013 Lars Donath 4:11:28 Birgit Schwartz-Reinken 4:56:47 53 km
1 Ein umgestürzter Baum sowie vom Regen verwischte Markierungen ließen die ersten Ultra-Läufer des Feldes an einem Abzweig falsch abbiegen und bis zu zwei Kilometer mehr laufen.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DUV Ultramarathon-Statistik Ergebnisdatenbank. In: statistik.d-u-v.org. Abgerufen am 5. Mai 2019.
  2. Flach ist anders! (Längen und Höhenmeter), abgerufen am 15. Mai 2017, auf bilstein-marathon.de
  3. Streckenbeschreibung, abgerufen am 15. Mai 2017, auf bilstein-marathon.de
  4. Höhenangaben in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN) laut Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  5. Siegerlisten, abgerufen am 15. Mai 2017, auf bilstein-marathon.de
  6. Umgefallener Baum: Spitzengruppe läuft beim Bilstein-Marathon in die falsche Richtung. In: hna.de. 30. April 2019, abgerufen am 5. Mai 2019.

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 51° 19′ 48,7″ N, 9° 47′ 12,2″ O