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Billy Wilder

US-amerikanischer Drehbuchautor, Regisseur und Filmproduzent österreichischer Herkunft
Billy Wilder

Billy Wilder (* 22. Juni 1906 als Samuel Wilder in Sucha, Galizien, damals Österreich-Ungarn, heute Sucha Beskidzka, Polen; † 27. März 2002 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent österreichischer Herkunft.

Wilder wirkte stilbildend für die Genres Filmkomödie und -drama und schuf als Regisseur und Drehbuchautor von Komödien wie Manche mögen’s heiß, Eins, Zwei, Drei und Das Mädchen Irma la Douce aber auch von dramatischen Filmen wie Das verlorene Wochenende, Frau ohne Gewissen, Sunset Boulevard oder Zeugin der Anklage Filme von zeitloser Bedeutung. Sein Werk umfasst mehr als 60 Filme, die in einem Zeitraum von über 50 Jahren entstanden sind. Er wurde als Autor, Produzent und Regisseur 21-mal für einen Oscar nominiert und sechs Mal ausgezeichnet. Allein bei der Oscarverleihung 1961 war er als Produzent, Drehbuchautor und Regisseur des Films Das Appartement dreifach ausgezeichnet, was bisher nur sieben Regisseuren widerfahren ist.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben und WerkBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Samuel Wilder war der Sohn jüdischer Eltern. Sein Vater Max Wilder betrieb in Krakau das Hotel "City" sowie mehrere Bahnhofsrestaurants in der Umgebung. Die Mutter rief den Sohn von jeher „Billie“. Samuel nannte sich daher „Billie Wilder“ (deutsch ausgesprochen); in den USA änderte er die Schreibweise dann in „Billy“.

Mitten im Ersten Weltkrieg zog die Familie aus Angst vor der herannahenden russischen Armee 1916 nach Wien. In seiner Jugend war er dort eng mit dem späteren Hollywood-Regisseur Fred Zinnemann befreundet, mit dem er zeitweise in dieselbe Klasse (Privatgymnasium Juranek im 8. Gemeindebezirk) ging und zu dem er sein Leben lang Kontakt hielt. Nach seiner Matura arbeitete er als Reporter für die Wiener Boulevardzeitung Die Stunde. Als er 1926 den Jazzmusiker Paul Whiteman interviewte, war dieser von ihm so begeistert, dass er ihn einlud, nach Berlin mitzukommen, um ihm die Stadt zu zeigen. Eine Woche später stellte sich heraus, dass Die Stunde Wiener Geschäftsleute und Prominente zu jener Zeit mit der Drohung erpresste, unvorteilhafte Artikel über sie zu veröffentlichen. Die Angelegenheit wurde zum größten Medienskandal der Ersten Republik in Österreich und Wilder beschloss, in Berlin zu bleiben und für eine andere Zeitung zu arbeiten.

In BerlinBearbeiten

 
Gedenktafel am Haus Nr. 11 am Viktoria-Luise-Platz, Wilders erstem Wohnort in Berlin

Wilder wohnte 1927 in Berlin-Schöneberg (Viktoria-Luise-Platz 11) zur Untermiete: „Eineinhalb Jahre. Ein winziges Zimmer mit düsterer Tapete. Wand an Wand mit einer ständig rauschenden Toilette.“[2] Hier begann auch seine Filmkarriere, als der Direktor einer Filmgesellschaft, Maxim Galitzenstein, sich in Unterhosen aus dem Schlafzimmer der Nachbarin in Wilders Zimmer flüchten musste und deshalb nicht umhinkam, dessen erstes Drehbuch zu kaufen.[3]

Als Ghostwriter für bekannte Drehbuchautoren wie Robert Liebmann und Franz Schulz konnte Wilder sich neben seiner Tätigkeit als Reporter eine zusätzliche Einkommensquelle erschließen. So trug er zu dem Filmklassiker Menschen am Sonntag (unter anderem mit Curt Siodmak, Robert Siodmak, Fred Zinnemann und Edgar G. Ulmer) bei. Gemeinsam mit Erich Kästner schrieb er 1931 das Drehbuch für Emil und die Detektive, die Erstverfilmung von Kästners Roman – damals noch als „Billie Wilder“.

Emigration und Arbeit in den USABearbeiten

Unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten übersiedelte Wilder 1933 nach Paris, wo er sich als Ghostwriter für französische Drehbuchautoren seinen Lebensunterhalt verdiente. Hier inszenierte er auch seinen ersten Film, Mauvaise graine, mit Danielle Darrieux. 1934 konnte er, von Joe May mit einem Besuchervisum ausgestattet, in die Vereinigten Staaten einreisen. Er nannte sich nun „Billy“, wurde 1936 von Paramount Pictures unter Vertrag genommen und schrieb die Drehbücher zu Komödien wie Ninotschka, bei dem sein Vorbild Ernst Lubitsch Regie führte, und Enthüllung um Mitternacht, die beide 1939 veröffentlicht wurden. 1942 führte Wilder in der Komödie Der Major und das Mädchen mit Ginger Rogers erstmals in Hollywood Regie, da er mit den ständigen Änderungen an seinen Drehbüchern unzufrieden war und selbst das Heft in die Hand nehmen wollte. Sein zweiter Film Fünf Gräber bis Kairo mit Franchot Tone diente 1943 im Zweiten Weltkrieg als Propagandafilm gegen das NS-Regime. Im folgenden Jahr inszenierte er mit Frau ohne Gewissen einen bedeutenden Klassiker des Film noir, der Barbara Stanwyck als Femme Fatale zeigt. Der Film erhielt fünf Oscar-Nominierungen, unter anderem für Wilder in den Kategorien Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch.

1945 erhielt Wilder vom U.S. Army Signal Corps den Auftrag, das umfangreich vorhandene Drehmaterial des amerikanischen und britischen Militärs u.a. über die Befreiung des KZ Bergen-Belsen zu einem Kurzfilm zu verdichten. Es war der einzige Dokumentarfilm unter seiner Aufsicht, Die Todesmühlen (Death Mills).[4] Trotz aller persönlichen Betroffenheit – seine nächsten Verwandten waren im Holocaust ermordet worden – wollte er keinen „Gräuelfilm“, da er sofort erkannte: „Objektiv gesehen: So unsympathisch die Deutschen sein mögen, sie sind – und jetzt zitiere ich Wort für Wort den guten Onkel in Washington – unsere logischen Verbündeten von morgen.“[5]

Nach seinen Nominierungen für Frau ohne Gewissen erhielt er 1946 je einen Oscar als Regisseur und Drehbuchautor für den Film Das verlorene Wochenende. Das Drama um einen erfolglosen Schriftsteller (Ray Milland) setzte sich ungewöhnlich realistisch mit den Problemen eines Alkoholikers auseinander. Kurz danach kam Wilder im Auftrag der amerikanischen Regierung im Rang eines Colonels nach Deutschland und inszenierte im kriegszerstörten Berlin 1947/48 den Film Eine auswärtige Affäre mit Jean Arthur und Marlene Dietrich in den Hauptrollen, der sich kritisch mit der NS-Vergangenheit von Menschen im besetzten Deutschland auseinandersetzte.[6] Im selben Jahr führte er zudem Regie beim Filmmusical Ich küsse Ihre Hand, Madame mit Bing Crosby.

Nach 1950 war Wilder meist als Produzent an seinen Filmen beteiligt. Er schuf Klassiker wie Boulevard der Dämmerung (1950), mit Gloria Swanson als verblendeter Ex-Diva, Das verflixte 7. Jahr (1955) und Manche mögen’s heiß (1959), beide mit Marilyn Monroe, Zeugin der Anklage (1958), erneut mit Marlene Dietrich, sowie Das Appartement (1960) und Das Mädchen Irma la Douce (1963), beide mit Shirley MacLaine, und die Komödie Eins, Zwei, Drei (1961) mit James Cagney, Liselotte Pulver und Horst Buchholz in den Hauptrollen.

Billy Wilders Alter Ego auf der Leinwand verkörperten Jack Lemmon und William Holden. Während Holden vor allem in dramatischen Werken wie Boulevard der Dämmerung, Stalag 17 oder Fedora wirkte, war Lemmon in Komödien wie Manche mögen’s heiß, Das Mädchen Irma la Douce, Der Glückspilz und Extrablatt zu sehen.

Wilders spätere Werke konnten an die Erfolge seiner Glanzzeit nicht mehr anknüpfen. Ab Mitte der 1980er Jahre beschränkte er sich auf Beratertätigkeiten für United Artists. Wilder, dessen Familie im Holocaust umkam (siehe auch Privatleben), war ursprünglich als Regisseur für Schindlers Liste im Gespräch. Aufgrund seines hohen Alters übernahm dann jedoch Steven Spielberg selbst die Regie. Wilder war von Spielbergs Werk tief berührt und ließ ihn das in einem Brief wissen, was Spielberg in seinem Antwortbrief als große Ehrerbietung durch den Altmeister bezeichnete.[7]

 
Billy Wilder 1989 in Berlin

1999 übernahm Billy Wilder die Schirmherrschaft über das Bonner "Billy-Wilder-Institute of Film and Television Studies oHG", das 2002 kurz vor seinem Tod geschlossen werden musste.

Billy Wilder starb am 27. März 2002 in Los Angeles im Alter von 95 Jahren an einer Lungenentzündung. Er hatte schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, aber immer noch Interviews gegeben. Sein Grab befindet sich im Westwood Village Memorial Park Cemetery.

2008 wurde im 3. Wiener Bezirk eine Straße nach ihm benannt (Billy-Wilder-Straße).

PrivatlebenBearbeiten

 
Billy Wilders Grabstein

Wilder war von 1936 bis 1947 mit Judith Coppicus-Iribe verheiratet. Sie hatten eine gemeinsame Tochter, Victoria (* 1939). 1949 heiratete Wilder die Schauspielerin und Sängerin Audrey Young (1922–2012).

1989 ließ Billy Wilder, der insbesondere Picasso und europäische Impressionisten gesammelt hatte, seine umfangreiche Gemäldesammlung versteigern. Der Erlös betrug 32,6 Millionen US-Dollar.

Billy Wilders Mutter Gitla starb 1943 im KZ Plaszow, sein Stiefvater Bernhard (Berl) Siedlisker wurde im KZ Belzec ermordet.[8]

NamensausspracheBearbeiten

Billy Wilder ist als Weilder geläufig. Wolfgang Glück berichtet jedoch, Wilder habe sich ihm 1987 als Wilder bekanntgemacht und seinen Namen immer in dieser Form ausgesprochen.[9]

RegiestilBearbeiten

Der Drehbuchautor als RegisseurBearbeiten

„Ist es erforderlich, dass ein Regisseur auch gut schreiben kann?
Nein, aber es hilft, wenn er lesen kann!“

Billy Wilder[7]

Nachdem er zahlreiche Drehbücher geschrieben und sich oft über die Umsetzung geärgert hatte, entschied sich Wilder, die Regie seiner Drehbücher selbst zu übernehmen. Der Entschluss sei ihm gekommen, als sich Charles Boyer bei den Dreharbeiten zu Das goldene Tor (Hold Back the Dawn 1941) weigerte, ein Zwiegespräch mit einer Kakerlake zu führen, wie Wilder es im Drehbuch vorgesehen hatte, und Regisseur Mitchell Leisen danach Wilders Proteste zurückwies. Diese Szene war Wilder besonders wichtig, weil er darin Erinnerungen an seine eigene Situation verarbeitet hatte, als er 1934 in Mexicali hinter der amerikanisch-mexikanischen Grenze darauf warten musste, wieder in die USA einreisen zu dürfen, um endgültig die amerikanische Staatsbürgerschaft zu erlangen. In einem seiner späteren Filme griff Wilder das Motiv in abgewandelter Form auf, als er mit James Stewart in Lindbergh – Mein Flug über den Ozean (1957) den berühmten Piloten bei seinem Flug über den Atlantik mit einer zufällig im Cockpit mitreisenden Fliege sprechen ließ.

Zuvor war es Preston Sturges als erstem Drehbuchautor gelungen, ins Regiefach zu wechseln und das strenge „Kastendenken“ des alten Hollywood zu durchbrechen. Preston Sturges verkaufte sein Drehbuch für Der große McGinty für zehn US-Dollar an Paramount Pictures unter der Bedingung, es selbst verfilmen zu dürfen. Der Film wurde ein Kassenschlager.

Wilders Regiestil ist von seiner Herkunft aus dem schreibenden Fach geprägt; er glaubte wie kaum ein anderer an die Macht und Bedeutung des Drehbuchs. Er ließ, wie Alfred Hitchcock, bei den Dreharbeiten kaum Änderungen zu: Er lehnte allzu extravagante Kameraeinstellungen ab, weil sie das Publikum von der Handlung ablenken könnten. Nur wenn das Publikum sich nicht mehr bewusst sei, dass überhaupt ein Kamerateam anwesend war, entstehe der Zauber eines guten Films. Dennoch war ihm die Bildgestaltung sehr wichtig. In Das Appartement nutzte er das Cinemascope-Breitwandformat geschickt aus, um etwa die Einsamkeit seines Protagonisten filmisch darzustellen.[10] Er liebte den Schwarzweißfilm und nutzte ihn noch, als der Farbfilm längst Standard war. Seine erfolgreichsten Filme hat er in Schwarzweiß gedreht.

GrundsätzeBearbeiten

In Volker Schlöndorffs TV-Dokumentation Billy Wilder, wie haben Sie’s gemacht?[11] erläuterte Wilder einige seiner Grundsätze, die beim Filmemachen zu beachten seien; so beispielsweise, wann keine Nahaufnahmen (close-ups) gemacht werden dürften. Ein Darsteller, der versuche, eine plötzliche Erkenntnis, einen Einfall darzustellen, sehe immer dumm aus (“looks stupid”). Auch die Nahaufnahme des Gesichts eines Menschen, der gerade eine Todesnachricht erhalte, sei unpassend. Es gebe zwei wichtige Elemente eines guten Drehbuchs: die Konstruktion einer Geschichte und die Dialoge. Agatha Christie sei eine ausgezeichnete Konstrukteurin von Geschichten, aber eher schwach in ihren Dialogen gewesen. Raymond Chandler, der dagegen sehr gute Dialoge verfassen konnte, habe jedoch von der Konstruktion einer Geschichte keine Ahnung gehabt. Als sein Vorbild betrachtete Wilder Ernst Lubitsch, für den er einige Drehbücher (Ninotchka) verfasst hatte. In seinem Büro hing ein Schild mit der Aufschrift: “How would Lubitsch have done it?” (Wie hätte Lubitsch es gemacht?)

„Es gibt drei wichtige Regeln beim Filmemachen:
Du sollst nicht langweilen,
du sollst nicht langweilen,
und du sollst nicht langweilen!“

Billy Wilder

MerkmaleBearbeiten

In der Struktur bevorzugte Billy Wilder den Aufbau der Handlung in drei Akten aus klassischen Theaterstücken. Wilder legte seine Dreiakter so an, dass die Hauptakteure am Ende des dritten Aktes eine moralische Entscheidung treffen mussten.

Wilders Filme zeichnen sich durch eine straffe Handlung und spritzige, griffige Dialoge aus. In den Handlungen gelang es ihm oft die Grenzen des Unterhaltungsfilmes zu durchstoßen und schlüpfrige Details oder als anstößig geltende Themen in seinen Filmen zu realisieren, um der bigotten Gesellschaft den moralischen Spiegel vor die Nase zu halten. Dabei bediente er sich einer ausgefeilten Symbolsprache und vermeintlich harmloser Formulierungen, um das Hays Office, die Zensurstelle der amerikanischen Filmindustrie, hinters Licht zu führen. Er thematisierte gleich in seiner ersten Regiearbeit ein Liebesverhältnis eines Erwachsenen mit einer Minderjährigen, was besonders im Wortspiel des Originaltitels The Major and the Minor (Der Major und das Mädchen) deutlich wurde. Er ließ Männer in Frauenkleidern spielen (Manche mögen’s heiß) und schuf so die Grundlage, um eine Fülle anzüglicher und hintergründiger Anspielungen unterzubringen. Ehebruch kommt in seinen Filmen in zahlreichen Variationen vor, ebenso Prostitution oder Homosexualität.

Seine Protagonisten sind keine strahlenden moralischen Helden, sondern oft eher Durchschnittsmenschen mit Fehlern und Schwächen, die aber aufgrund besonderer Herausforderungen in bestimmten Situationen über sich hinauswachsen.

SelbstzitateBearbeiten

Bestimmte Versatzstücke aus seinen Filmen hat Wilder mehrmals verwendet.

So zum Beispiel

  • das Motiv der Zigeunermusik zu romantischen Zwecken in
  • die Dialogzeile „I wish I were in hell with my back broken“ in den englischen Originalfassungen von
  • den Ausspruch „Gute Nacht, Charlie“ in
    • Manche mögens heiß
    • Eins, zwei, drei
  • den Spruch „Kein Kommentar“ in
  • den Satz „I’ll (We’ll) get (catch) pneumonia!“ (Ich/Wir werde/n eine Lungenentzündung bekommen!) unter anderem in:

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Nur als DrehbuchautorBearbeiten

Bis 1936 erschien Wilder unter dem Namen „Billie Wilder“.

Als Autor und RegisseurBearbeiten

Als MitwirkenderBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

 
Wilders Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
Filme in den Top 250 der IMDb[12]
Platz Film
53 Boulevard der Dämmerung
68 Zeugin der Anklage
85 Frau ohne Gewissen
108 Das Appartement
118 Manche mögen’s heiß

Academy Awards

Golden Globes

Writers Guild of America[13]

  • 1951 WGA Award (Screen) für das am besten geschriebene amerikanische Drama Boulevard der Dämmerung (1950), gemeinsam mit Charles Brackett und D.M. Marshman Jr.
  • 1955 WGA Award (Screen) für die am besten geschriebene amerikanische Komödie Sabrina (1955), gemeinsam mit Samuel A. Taylor und Ernest Lehman
  • 1958 WGA Award (Screen) für die am besten geschriebene amerikanische Komödie Ariane – Liebe am Nachmittag (1957), gemeinsam mit I.A.L. Diamond
  • 1960 WGA Award (Screen) für die am besten geschriebene amerikanische Komödie Manche mögen’s heiß (1959), gemeinsam mit I.A.L. Diamond
  • 1961 WGA Award (Screen) für die am besten geschriebene amerikanische Komödie Das Appartement (1960), gemeinsam mit I.A.L. Diamond

Directors Guild of America

  • 1961 DGA Award für hervorragende Regiearbeit in Das Appartement (1960), gemeinsam mit Hal W. Polaire (Regie-Assistenz)

Cannes Film-Festival 1946

  • 1946 Grand Prix des Festivals für Das verlorene Wochenende (1945)

Laurel Awards

  • 1963 Golden Laurel für den Spitzen-Produzenten/Regisseur

PGA Golden Laurel Awards

  • 2000 PGA Hall of Fame – Filme für Manche mögen’s heiß (1959)

British Film Academy Award

Blue Ribbon Award

  • 1951 Blue Ribbon Award für den besten (ausländischen) Film Boulevard der Dämmerung (1950)

Bodil

  • 1951 Bodil für den besten (amerikanischen) Film Boulevard der Dämmerung (1950)

Boulevard der Stars

David di Donatello

  • 1975 David di Donatello für die beste Regie in Extrablatt (1974)

Deutscher Filmpreis

  • 1973 Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
  • 1997 Ehrenpreis an eine ausländische Persönlichkeit für herausragende Leistungen im Bereich des Films (Gesamtwerk)

Europäischer Filmpreis

  • 1992 Felix für das Lebenswerk

Internationale Filmfestspiele Berlin

Fotogramas de Plata

  • 1982 Fotogramas de Plata für den besten (ausländischen) Film Fedora (1982),

gemeinsam mit Atlantic City (1980)

Sindacato Nazionale Giornalisti Cinematografici Italiani

  • 1951 Nastro d’Argento für den besten Regisseur (ausländischer Film) in Boulevard der Dämmerung (1950)

Los Angeles Film Critics Association Award

  • 1994 Career Achievement Award

Venedig Film Festival

American Film Institute

Walk of Fame

  • (Jahr unbek.) Stern auf dem Walk of Fame, 1751 Vine Street

Weitere Auszeichnungen und Ehrungen

WürdigungBearbeiten

Zur 60-Jahr-Feier der Filmakademie Wien stiftete Rudolf John den "Billy Wilder Award", der von der Filmakademie vergeben wird.[17]

Im Jahr 2003 legte die österreichische Post eine Sonderbriefmarke zu seinen Ehren auf.[18]

Schriften und GesprächeBearbeiten

Literatur (Auswahl)Bearbeiten

  • Charlotte Chandler: Nobody’s Perfect. Billy Wilder. A Personal Biography. Pocket Books, London u. a. 2003, ISBN 0-7434-6098-7.
  • Gerd Gemünden: Filmemacher mit Akzent. Billy Wilder in Hollywood. Synema, Wien 2006, ISBN 3-901644-20-2.
  • Michael Hanisch: Billy Wilder (1906–2002). Von Galizien nach Beverly Hills (= Jüdische Miniaturen. Band 18). Stiftung Neue Synagoge Berlin, Centrum Judaicum. Hentrich und Hentrich, Teetz 2004, ISBN 3-933471-72-9.
  • Glenn Hopp: Billy Wilder. Filme mit Esprit 1906–2002. Taschen, Köln 2003, ISBN 3-8228-1685-X.
  • Andreas Hutter, Klaus Kamolz: Billie Wilder. Eine europäische Karriere. Böhlau, Wien u. a. 1998, ISBN 3-205-98868-X.
  • Hellmuth Karasek: Billy Wilder. Eine Nahaufnahme. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe. Hoffmann und Campe, Hamburg 2006, ISBN 978-3-455-09553-1.
  • Michaela Naumann: Billy Wilder – hinter der Maske der Komödie. Der kritische Umgang mit dem kulturellen Selbstverständnis amerikanischer Identität (= Marburger Schriften zur Medienforschung. Band 22). Schüren, Marburg 2010, ISBN 978-3-89472-724-6 (Dissertation, Universität Marburg, 2011).
  • Claudius Seidl: Billy Wilder. Seine Filme, sein Leben. Heyne, München 1988, ISBN 3-453-00657-7.
  • Neil Sinyard, Adrian Turner: Billy Wilders Filme. Spiess, Berlin 1980, ISBN 3-89166-327-7.
  • Maurice Zolotow: Billy Wilder in Hollywood. W. H. Allen, London 1977.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die anderen sind Leo McCarey, Francis Ford Coppola, James L. Brooks, Peter Jackson und die Brüder Joel und Ethan Coen.
  2. Hellmuth Karasek: Billy Wilder. Eine Nahaufnahme. Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe. Hoffmann und Campe, Hamburg 2006, ISBN 3-455-09553-4, S. 17.
  3. Hellmuth Karasek: Billy Wilder. Eine Nahaufnahme. S. 68.
  4. Death Mills (Todesmuehlen) (1945). Film. In: Internet Archive. Abgerufen am 29. Januar 2015.
  5. Im Original: “Viewed objectively, as unsympathetic as these Germans may be, they are nevertheless — and now I quote word for word the good uncle in Washington — our logical allies of tomorrow.” In: David Bathrick: Billy Wilder’s Cold War Berlin (PDF; 922 kB). In: New German Critique. Bd. 110, 2010, S. 31–47, hier S. 34.
  6. Siehe dazu: Billy Wilder: Propaganda durch Unterhaltung. 16. April 1945. In: Brewster S. Chamberlin: Kultur auf Trümmern. Berliner Berichte der amerikanischen Information Control Section, Juli–Dezember 1945. Stuttgart 1979, S. 99 ff. Wilder formulierte darin seine Auffassung von der Notwendigkeit der Unterhaltsamkeit der Propaganda und leitete die Idee zu „Eine auswärtige Affäre“ aus Alltagsbeobachtungen ab.
  7. a b Cameron Crowe: Hat es Spaß gemacht, Mr. Wilder? Diana, 2000, ISBN 3-8284-5031-8.
  8. Andreas Hutter, Heinz Peters: Gitla stand nicht auf Schindlers Liste. In: Neue Zürcher Zeitung, 6. Oktober 2011.
  9. Michael Omasta, Michael Pekler: „Halt Heimatfilme und Pornokrimis“, Interview mit Wolfgang Glück in der Wochenzeitung Falter, Wien, Nr. 9, 26. Februar 2014, S. 30 f.
  10. Glenn Hopp: Billy Wilder. Sämtliche Filme. Taschen, Köln 2003, ISBN 3-8228-1685-X.
  11. DVD Volker Schlöndorff: Billy Wilder speaks. Kino International, 7-38329-04972-0.
  12. Die Top 250 der IMDb (Stand: 11. November 2017)
  13. Previous Nominees & Winners - page 2. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  14. Billy Wilder im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien: Billy Wilder Auszeichnungen (abgerufen am 26. Juli 2017)
  15. derStandard.at vom 29. März 2002: Regisseur Billy Wilder 95-jährig gestorben (abgerufen am 26. Juli 2017)
  16. Verleihung des Bundesverdienstkreuzes: Billy Wilder fand's nicht lustig Spiegel online vom 11.03.2000 (abgerufen am 26. Juli 2017)
  17. Billy Wilder Award & Wiener Filmmusikpreis vergeben (PDF; 589 kB). In: filmbiz 10/2011.
  18. Eintrag zu Billy Wilder im Austria-Forum (als Briefmarkendarstellung) abgerufen am 16. Februar 2013.