Bildende Kunst (Zeitschrift)

Periodikum

Bildende Kunst (Eigenschreibweise: bildende kunst, Untertitel: Zeitschrift für Malerei, Plastik, Grafik, Kunsthandwerk und Industrieformgestaltung) war eine in der DDR verlegte Kunstzeitschrift für Themen der bildenden Kunst, des Kunsthandwerks sowie der Industrieformgestaltung. Die Zeitschrift wurde 1947 gegründet und erschien monatlich. Bildende Kunst wurde 1991 wenige Monate nach der Wiedervereinigung eingestellt.

Bildende Kunst

Beschreibung Zeitschrift für Malerei, Plastik, Grafik, Kunsthandwerk und Industrieformgestaltung
Fachgebiet Kunstzeitschrift
Sprache Deutsch
Verlag Henschel-Verlag
Erstausgabe 1947
Einstellung 1991
Erscheinungsweise monatlich
Herausgeber VBK
ISSN (Print)

GeschichteBearbeiten

Die Zeitschrift bildende kunst wurde 1947 von Karl Hofer und Oskar Nerlinger mit dem Untertitel Zeitschrift für Malerei, Graphik, Plastik und Architektur herausgegeben und erschien zunächst bis 1949 im Verlag Bildende Kunst GmbH. Chefredakteur war der Kunsthistoriker Gerhard Pommeranz-Liedtke (1909–1974). Bis Heft 9/1949 gab es einen Redaktionsbeirat, dem zuletzt Heinrich Drake, Heinrich Ehmsen, Ernst Fritsch, Max Grabowski, Herbert Gute, Hermann Henselmann, Max Keilson, Alice Lex, Max Pechstein und Max Taut angehörten.[1]

In dieser Zeit beschäftigte sie sich mit Themen und Diskussionen zur gesamtdeutschen Kunst. Ab Januar 1953 wurde die nun groß geschriebene Zeitschrift „Bildende Kunst – Zeitschrift für Malerei, Plastik, Graphik und Buchkunst, Angewandte Kunst und Kunsthandwerk“ vom Verband Bildender Künstler Deutschlands (VBK), später umbenannt in Verband Bildender Künstler der Deutschen Demokratischen Republik (VBK-DDR) und der Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten herausgegeben. Aufgrund der Lizenzvergabe an den VEB Verlag der Kunst durch die politische Führung für Themen der Bildende Kunst, Angewandte Kunst und Kunstwissenschaft, sowie Bildproduktion, erschien die Zeitschrift zunächst in diesem Verlag. Bereits 1954 wurde der Verband Bildender Künstler alleiniger Herausgeber. Ab 1955 erschien die Bildende Kunst in einem kleineren Format in einer weniger klassizistischen Gestaltung, ab Januar 1956 erschien sie zudem monatlich.[2] Ab 1965 erschien sie im Berliner Henschel-Verlag. Chefredakteure waren Cay Brockdorff (1953–1954), Herbert Sandberg (1954–1957), Horst Jähner (kommissarisch, 1957), danach ein Redaktionskollegium unter Ulrich Kuhirt: Siegfried Heinz Begenau (1959–1964), Waltraud Westermann (kommissarisch, 1964), Jutta Schmidt (1964–1972), Ulrich Kuhirt (kommissarisch 1972–1975), Peter Michel (1975–1988) und Bernd Rosner (ab 1988).[2]

Die Zeitschrift wurde von den meisten öffentlichen Bibliotheken der DDR gehalten und hatte damit eine große Verbreitung. Mit der Ausgabe März 1991 (39. Jahrgang) wurde das Erscheinen eingestellt.

neue bildende kunst (1991–1999)Bearbeiten

Als Nachfolger nach der Wende wurde 1991 die Zeitschrift neue bildende kunst (nbk) gegründet, deren Chefredakteur Matthias Flügge wurde.[3] Sie stellte 1999 ihr Erscheinen ein.[4]

LiteraturBearbeiten

  • Beatrice Vierneisel: Wechselbäder einer Verbandszeitschrift. Die Bildende Kunst. In: Simone Barck, Martina Langermann, Siegfried Lokatis (Hrsg.): Zwischen „Mosaik“ und „Einheit“. Zeitschriften in der DDR. Ch. Links Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-86153-191-7, S. 276–288.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Impressum Heft 9/1949
  2. a b Günter Feist, Eckhart Gillen: Kunstkombinat DDR. 2. Auflage. Herausgegeben vom Museumspädagogischen Dienst Berlin. Nishen, 1990.
  3. What’s on – „Ostkultur“. Was bleibt, soll bleiben, für wen? (Memento vom 6. Januar 2013 im Webarchiv archive.today) Staatliche Museen zu Berlin, 18. Oktober 2003.
  4. Volker Wehdeking: Mentalitätswandel in der deutschen Literatur zur Einheit (1990-2000). Erich Schmidt Verlag GmbH & Co KG, 2000, ISBN 978-3-503-04974-5, S. 216 (google.de [abgerufen am 9. September 2022]).