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Biecz (Zum Anhören bitte klicken! ['bʲɛt͡ʂ]) ist eine polnische Stadt im Powiat Gorlicki in der Woiwodschaft Kleinpolen. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwa 16900 Einwohnern.

Biecz
Wappen von Biecz
Biecz (Polen)
Biecz
Biecz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Gorlicki
Gmina: Biecz
Geographische Lage: 49° 44′ N, 21° 16′ OKoordinaten: 49° 43′ 55″ N, 21° 15′ 45″ O
Höhe: 281 m n.p.m.
Einwohner: 4614 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 38-340
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: KGR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK28
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Verwaltung
Bürgermeister: Mirosław Wędrychowicz
Webpräsenz: www.biecz.pl



GeographieBearbeiten

Biecz liegt 36 km westlich von Krosno und 100 km östlich von Krakau im Jasło-Krosno-Becken am Fluss Ropa.

Die Stadt Biecz unterteilt sich in die Stadtteile Belna, Załawie, Harta, Wapniska und Kurpiel.

GeschichteBearbeiten

 
Scharfrichter in Biecz

Der Name, ursprünglich Biejecz, abgeleitet vom Personennamen Biejek wurde als Beyech (1123–1125)/1275, Beic (1243), Bech (1274), Beyche (1278), Begecz (1306–1308), Beecz (1374), Beycz (1381), Beecz (1401), Byecz (1496), Biecza (1564), W Beycu (1657), Biecz (1680) urkundlich erwähnt.[1] Im 13. Jahrhundert wurde die damals erbaute örtliche Burg zum Sitz einer Kastellanei. 1257 wurde Biecz das Stadtrecht verliehen,[2] im Jahr 1363 ins Magdeburger Recht übertragen.[3] Im 15. Jahrhundert bildeten zugewanderte deutsche Kolonisten den großen Teil der Einwohnerschaft, z. B. die Mehrheit der Scharfrichter in den Jahren 1388 bis 1398. Der Kreis Biecz in der Woiwodschaft Krakau in der polnisch-litauischen Adelsrepublik umfasste Mitte des 17. Jahrhunderts elf Städte und 264 Dörfer.

Bei der Ersten Teilung Polens kam Biecz 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804). 1783 wurde der Kreis aufgelöst. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaft mit Leibeigenschaft war Biecz ab 1850 der Sitz eines Gerichtsbezirks im Bezirk Gorlice. Im Jahr 1884 wurde ein Bahnhof an der Galizischen Transversalbahnlinie eröffnet.

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Biecz zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Von 1975 bis 1998 gehörte die Stadt zur Woiwodschaft Krosno.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Biecz, Rathaus

Das ehemals von einer Stadtmauer umgebene Zentrum steht unter Denkmalschutz.

  • gotische Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert
  • Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.

GemeindeBearbeiten

Die Gemeinde hat eine Flächenausdehnung von 99,3 km². Zu ihr gehören zehn Dörfer mit Schulzenämtern.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Biecz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kazimierz Rymut, Barbara Czopek-Kopciuch: Nazwy miejscowe Polski: historia, pochodzenie, zmiany. 1 (A-B). Polska Akademia Nauk. Instytut Języka Polskiego, Kraków 2004, S. 163 (polnisch, Online).
  2. T. Ślawski, Biecz. Szkice historyczne, Biecz 2002, S. 17.
  3. Kodeks Dyplomatyczny Małopolski, Band III, S. 161.
  4. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF; 802 kB)