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Betty Glamann

US-amerikanische Jazzharfenistin

Betty Glamann Voorhees (* 21. Mai 1923 in Wellington, Kansas; † 3. September 1990[1]) war eine US-amerikanische Jazz-Harfenistin. Sie spielte mit Kenny Dorham, Duke Ellington und Oscar Pettiford.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WirkenBearbeiten

Betty Glamann spielte seit ihrem zehnten Lebensjahr Harfe, besuchte ein Konservatorium, graduierte 1944 am Goucher College und war drei Jahre beim Sinfonieorchester in Baltimore beschäftigt. Sie spielte 1948 bei Spike Jones, gründete 1954 das Smith-Glamann-Quintet, spielte 1955 zeitweise bei Duke Ellington und bei Marian McPartland, und danach 1957–58 mit Oscar Pettiford. Mit der Band von Kenny Dorham nahm sie das Album Jazz Contrasts auf. 1958 war sie an Aufnahmen von Michel Legrand mit Miles Davis und John Coltrane, aber auch an einer Platte von Eddie Costa beteiligt und spielte 1960 mit dem Modern Jazz Quartet.[2] Außerdem entstand ein Album Swinging on a Harp unter eigenem Namen.

Diskographische HinweiseBearbeiten

  • Duke Ellington: A Drum Is A Woman (Columbia, 1957)
  • Bill Evans & Eddie Costa: Complete Quartet Recordings (Lone Hill Jazz, 1958)
  • Kenny Dorham: Jazz Contrasts (Prestige/OJC,1957)
  • Michel Legrand: Legrand Jazz (Phillips, 1958)[3]
  • Modern Jazz Quartet: MJQ 40 (Atlantic, 1952–88)
  • Oscar Pettiford: Deep Passion (Impulse!, 1956–57)

LiteraturBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Todesmitteilung in The Hour, 6. September 1990
  2. Glamann wirkte bei der Aufnahme des Titels Exposure am 15. Januar 1960 mit. Die Leitung der Session hatte Gunther Schuller; zuerst erschienen unter dem Titel Third Stream Music
  3. Betty Glamann wirkte im Juni 1958 an der Aufnahme der Titel Jitterburg Waltz, ’Round Midnight, Wild Man Blues und Django mit; weitere Mitspieler waren neben Davis und Coltrane Phil Woods, Jerome Richardson, Herbie Mann, Eddie Costa, Barry Galbraith, Bill Evans, Paul Chambers sowie der Schlagzeuger Kenny Dennis. Die Aufnahmen erschienen zuerst bei den französischen Columbia Records unter dem Titel Miles Davis – Facets. Vgl. Peter Wießmüller: Miles Davis. S. 133