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Das Betriebsergebnis (auch: Betriebserfolg) ist ein Begriff sowohl aus der Gewinn- und Verlustrechnung (externes Rechnungswesen) als auch aus der Kostenrechnung (internes Rechnungswesen).[1][2] Die Berechnung im externen und internen Rechnungswesen ist leicht unterschiedlich. In beiden Fällen drückt es den erzielten Erfolg eines Unternehmens in dessen Kerngeschäft aus.

Das Betriebsergebnis im internen RechnungswesenBearbeiten

Zur klareren Unterscheidung vom Betriebsergebnis im externen Rechnungswesen spricht man auch vom kalkulatorischen Betriebsergebnis[3].

Das kalkulatorische Betriebsergebnis berechnet sich folgendermaßen:

 

Es sind also, entsprechend den Regeln der Abgrenzungsrechnung, neutrale Aufwände ausgeklammert und kalkulatorische Kosten berücksichtigt.

Das kalkulatorische Betriebsergebnis ist eine unternehmensinterne Erfolgsgröße, die in der Regel nicht veröffentlicht wird.

Das Betriebsergebnis im externen RechnungswesenBearbeiten

Für die zu veröffentlichende Gewinn- und Verlustrechnung gelten je nach Land unterschiedliche gesetzliche Vorschriften. In Österreich besteht die Pflicht zur Erfolgsspaltung, d. h. zur Bildung einer Zwischensumme zur Darstellung des Betriebserfolgs in Unterscheidung zum Finanzerfolg (§ 231 UGB). In Deutschland ist diese Pflicht 2005 durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz entfallen.

Der Betriebserfolg in der Gewinn- und Verlustrechnung wird auch als Betriebsergebnis bezeichnet. Es unterscheidet sich vom kalkulatorischen Betriebsergebnis.[4]

Der Betriebserfolg kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren ermittelt werden. In beiden Fällen lautet die zugrunde liegende Logik[1]:

 

Nach dem Gesamtkostenverfahren errechnet sich der Betriebserfolg wie folgt[2]:

    Umsatzerlöse der Periode
    +/- Bestandsveränderung fertiger und unfertiger Erzeugnisse zu Herstellkosten
    + andere aktivierte Eigenleistungen
    + sonstige betriebliche Erträge
    - Materialaufwand
    - Personalaufwand
    - Abschreibungen
    - sonstige betriebliche Aufwendungen
    = Betriebserfolg

Weitere Ergebnisbestandteile aus dem Zinsergebnis und Beteiligungsergebnis führen zur betriebswirtschaftlichen Kennzahl Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit:

    Betriebserfolg
    + Zinserträge
    - Zinsaufwand
    + Erträge aus Beteiligungen
    - Verluste aus Beteiligungen
    + Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
    - Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
    = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Die Differenz zwischen dem Betriebserfolg und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist das Finanzergebnis.

InternationalBearbeiten

Das Betriebsergebnis vor Zinsaufwänden und AfA wird im Englischen Gross Operating Profit genannt.

Der IASB hat darauf verzichtet, das Betriebsergebnis (englisch operating profit, operating result) zu definieren, deshalb wird dessen Angabe in IAS 1 (IAS 1.91, 1.92) auch nicht verlangt,[5] darf aber freiwillig veröffentlicht werden. Die Streichung der Position „Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit“ (englisch results of operating activities) im Jahre 2003 begründete der IASB im IAS 1.BC12 damit, dass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit im IAS 1 nicht definiert sei und der Ausweis von nicht definierten Positionen nicht gefordert werden könne.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Günter Wöhe, Heinz Kußmaul: Grundzüge der Buchführung und Bilanztechnik. Vahlen, München 2018, ISBN 978-3-8006-5685-1, S. 13, 244.
  2. a b Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: Umfassende Einführung aus managementorientierter Sicht. Gabler Verlag, Wiesbaden 2012, S. 427–451.
  3. Horst Wolfsgruber: Kostenrechnung und Kostenmanagement: für Studium und Praxis. Linde, Wien 2015, S. 21.
  4. Ottmar Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 1998, S. 96
  5. Carsten Theile, Übungsbuch IFRS, 2007, S. 221
  6. Janina Bogajewskaja, Reporting Financial Performance, 2007, S. 200
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