Beton-Kalender

Der Beton-Kalender ist ein in zwei Teilen erscheinendes Jahrbuch für den Beton- und Stahlbetonbau (früher: Beton- und Eisenbetonbau). Er enthält Beiträge von verschiedenen Autoren mit wechselnden Themen. Ursprünglich enthielt der Kalender auch tatsächlich einen Kalender, worauf sich der Name gründet. Der Kalender wurde dann nicht mehr gedruckt, doch der Name hat sich erhalten.

Beton-Kalender von 1979

Der Beton-Kalender entwickelte sich u. a. aus der ab 1901 erschienenen Zeitschrift „Beton und Eisen“ (ab 1905 bei Ernst und Sohn) von Friedrich von Emperger in Zusammenarbeit mit dem Verleger Georg Ernst. Emperger war bis 1922 der erste Herausgeber. Das Buch sollte das „Fortschreiten des Eisenbetonbaus“ jährlich begleiten. Der erste Jahrgang von 1906 wurde in einer Auflage von 5000 Exemplaren gedruckt. Im Jahr 2006 feierte der Verlag Ernst & Sohn deshalb das 100-jährige Jubiläum.[1] Nach Emperger war ab 1923 der geheime Regierungsrat August Laskus (1859–1946) der Herausgeber, 1945 bis 1950 lag die Herausgabe bei Bernhard Wedler, anschließend bis 1968 bei Georg Ehlers, 1969 bis 1990 von Gotthard Franz und 1991 bis 2002 bei Josef Eibl. 1971 erzielte der Beton-Kalender einen Auflagenrekord in seiner Geschichte von über 30.000 Exemplaren (womit er die Hütte überholte), als darin die Neufassung der DIN 1045 (Beton- und Stahlbeton) abgedruckt wurde.

Herausgeber sind Konrad Bergmeister, Frank Fingerloos (ab 2009) und Johann-Dietrich Wörner (Bergmeister und Wörner seit 2003). Autoren des Betonkalenders waren unter anderem Emil Mörsch, Fritz Leonhardt, Jörg Schlaich, Günter Worch, Hubert Rüsch, Herbert Kupfer, Heinz Duddeck.

Es gibt auch einen ähnlich aufgemachten „Mauerwerk-Kalender“ (ab 1975), einen „Stahlbau-Kalender“ (ab 1934) und einen „Bauphysik-Kalender“ (ab 2001) bei Ernst und Sohn.

Es erschienen auch Übersetzungen, zuerst 1931 ins Niederländische und 1952 ins Spanische, aber auch ins Finnische, Englische (1995, Concrete Structures. Eurodesign Handbook, bei Ernst und Sohn), Griechische, Italienische, Japanische. Ab 2000 erschienen auch Spezialausgaben für Studenten (Kalender Spezial: Bemessen und Konstruieren im Studium: Beton, Mauerwerk und Stahlverbund).

Jährlich wechselnde SchwerpunkteBearbeiten

Vor 2003 enthielt der Beton-Kalender viele lehrbuchartige Artikel. Die Beiträge wurden jährlich wiederholt und aktualisiert. Der Beton-Kalender hat seit 2003 jedes Jahr zwei Schwerpunkte und die Beiträge im Buch richten sich jeweils nach diesen Schwerpunkten:

LiteraturBearbeiten

  • Karl-Eugen Kurrer: 100 Jahre Beton-Kalender. In: Beton- und Stahlbetonbau Nr. 100, Ernst & Sohn, Berlin 2005, Heft 9, S. 795–811, ISSN 0005-9900.
  • Karl-Eugen Kurrer: Vier Fallstudien zur medialen Präsentation der Stahlbetonbemessung von den Anfängen bis ins frühe 20. Jahrhundert. In: Die Medien der Architektur, hrsgn. v. Wolfgang Sonne, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2011, S. 195–229, ISBN 978-3-422-06821-6.

WeblinksBearbeiten

FußnotenBearbeiten

  1. 1906–2006 • 100 Jahre Beton-Kalender, ernst-und-sohn.de im Internet Archive (Memento vom 30. März 2009 im Internet Archive)