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Bessenbach

Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bessenbach
Bessenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bessenbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 57′ N, 9° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 29,98 km2
Einwohner: 5694 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63856
Vorwahl: 06095
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 112
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ludwig-Straub-Straße 2
63856 Bessenbach
Website: www.bessenbach.de
Bürgermeister: Franz Straub (CSU)
Lage der Gemeinde Bessenbach im Landkreis Aschaffenburg
AlzenauKahl am MainKarlstein am MainKleinostheimStockstadt am MainGroßostheimMainaschaffMömbrisJohannesberg (Bayern)GlattbachWiesener ForstForst Hain im SpessartHeinrichsthaler ForstHeinrichsthaler ForstWaldaschaffer ForstSchöllkrippener ForstSailaufer ForstRohrbrunner ForstRothenbucher ForstDammbachDammbachGoldbach (Unterfranken)GeiselbachWesterngrundSchöllkrippenKleinkahlWiesen (Unterfranken)Krombach (Unterfranken)SommerkahlBlankenbachHösbachSailaufHaibach (Unterfranken)HeigenbrückenHeinrichsthalLaufachWeibersbrunnRothenbuchWaldaschaffBessenbachMespelbrunnHeimbuchenthalDammbachWeibersbrunnAschaffenburgHessenLandkreis MiltenbergLandkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Ortsteilen von Bessenbach

Bessenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und liegt südöstlich der Stadt Aschaffenburg zwischen den Ausläufern des Spessarts.

GeografieBearbeiten

Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde ist der Gipfel des Salzbuckels östlich von Waldmichelbach mit 464 m ü. NN (Lage), der niedrigste liegt an der Aschaff östlich von Hösbach-Bahnhof auf 151 m ü. NN (Lage).

GeologieBearbeiten

Etwa die Hälfte der Gemeinde Bessenbach besteht aus Wald. In diesem Wald gedeihen am besten Buche und Eiche.

Seit 1996 besteht zwischen dem Markt Hösbach und den Gemeinden Bessenbach, Laufach und Sailauf eine Waldarbeitsgemeinschaft.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt zehn Ortsteile (in Klammern die Einwohnerzahl inkl. Zweitwohnsitz[2])[3] auf drei Gemarkungen:

Der frühere Ort Mittelbessenbach ist heute mit Keilberg baulich verwachsen.

Folgende Ortsteile sind zwar geografisch eigenständig, werden aber nicht als offizielle Ortsteile aufgelistet:

  • Beetacker (Gewerbegebiet)
  • Gemeindezentrum

GemarkungenBearbeiten

  • Keilberg
  • Oberbessenbach
  • Straßbessenbach

NachbargemeindenBearbeiten

Markt
Hösbach
Gemeinde
Sailauf
Gemeinde Laufach
und Forst Hain im Spessart
(gemeindefreies Gebiet)
Stadt Aschaffenburg
und Gemeinde Haibach
  Gemeinde Waldaschaff
und Waldaschaffer Forst
(gemeindefreies Gebiet)
Markt
Sulzbach
Forst Hohe Wart
(gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Mespelbrunn

GeschichteBearbeiten

Etymologie und Frühere SchreibweisenBearbeiten

Bessenbach hat seinen Namen vom gleichnamigen Bessenbach[4], der durch das Gemeindegebiet fließt und in die Aschaff mündet.

Die früheren Schreibweisen der Orte Unterbessenbach, Mittelbessenbach, Straßbessenbach und Oberbessenbach aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1329 Nidernbessenbach
  • 1576 Underbessenbach
  • 1638 Unterbessenbach
  • 1521 Mittelbessennbach
  • 1532 Mittelnbessenbach
  • 1576 Mittel-Bessenbach
  • 1515 Bessenbach
  • 1532 Bessenbach an der strassen
  • 1576 Straßen-Bessenbach
  • 1638 Straßbessenbach
  • 1181 Bessenbach
  • 1515 obern Bessenbach
  • 1532 Obernbessenbach
  • 1638 Oberbessenbach

Fusion und EingemeindungenBearbeiten

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Keilberg und Straßbessenbach gebildet.[5] Am 1. Januar 1978 kam die Gemeinde Oberbessenbach hinzu.[6] Zusammen mit den umliegenden kleineren Weilern besteht Bessenbach aus insgesamt zwölf Gemeindeteilen.

ReligionBearbeiten

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich aus 20 Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zusammen.

CSU SPD Grüne Gesamt
2014 12 6 2 20 Sitze
2008 14 6 0 20 Sitze

Zusätzliches Mitglied ist der Bürgermeister.

BürgermeisterBearbeiten

Am 16. März 2014 wurde Franz Straub (CSU) mit 52,19 % der Stimmen zum dritten Mal zum Bürgermeister gewählt.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Blau über gesenktem silbernen Wellenbalken ein rotbewehrter silberner Storch mit zwei Köpfen.

Wappengeschichte: Die ehemals selbständigen Gemeinden Keilberg, Straßbessenbach und Oberbessenbach haben sich 1978 zu einer Gesamtgemeinde zusammengeschlossen und den historischen Namen Bessenbach wieder angenommen. Für die Entwicklung des Gebietes der heutigen Gemeinde Bessenbach war das gleichnamige Ortsadelsgeschlecht maßgebend. Seine Stammburg lag in dem heutigen Gemeindeteil Keilberg. Das Geschlecht ist im 12. Jahrhundert urkundlich nachweisbar; es hatte Herrschafts- und Gerichtsrechte im ganzen Bessenbachtal, die es im späten 13. Jahrhundert veräußerte. Das Wappen der Familie – der doppelköpfige Storch – wurde deshalb in das Gemeindewappen aufgenommen. Für den Bessenbach als geographisch verbindendes Element der gleichnamigen Gemeinde steht im Gemeindewappen der silberne Wellenbalken.

Wappenführung seit: 28. November 1977[7]

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

  • Die Gemeinde wird ab dem Hauptbahnhof Aschaffenburg von verschiedenen Buslinien der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain bedient.
  • Außerdem liegt Bessenbach direkt an der Autobahnausfahrt der Bundesautobahn 3 Bessenbach/Waldaschaff und nahe der Raststätte Spessart bei Rohrbrunn.

In diesem Zusammenhang hat Bessenbach gemeinsam mit Aschaffenburg vor allem durch die sehr häufigen Verkehrsstaus auf der A3 eine gewisse Bekanntheit erlangt.

BildungBearbeiten

  • Staatliche Realschule Bessenbach
  • Grundschule Bessenbach

SonstigesBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Luise Braun: Oberbessenbach – Mein Heimatdorf gestern und heute. Norderstedt 2010.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bessenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Jahresstatistik 2010 der Gemeinde Bessenbach
  3. bayerische-landesbibliothek-online.de
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 37 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 422.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
  7. Eintrag zum Wappen von Bessenbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte