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Beschäftigter

Mensch, der einer Erwerbstätigkeit nachgeht
Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Der Begriff Beschäftigter hat keine klare Definition und wird in verschiedenen Kontexten unterschiedlich verwendet.

ArbeitnehmerBearbeiten

Oftmals wird die Bezeichnung Beschäftigter gleichbedeutend mit Arbeitnehmer verwendet. So sind in den Tarifverträgen (TVöD, TV-L, TV-H) des deutschen Öffentlichen Dienstes Beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst in Deutschland. Diese werden auch Tarifbeschäftigte genannt. Die historische Unterscheidung zwischen Arbeitern mit vorwiegend körperlichen Tätigkeiten und Angestellten, die überwiegend geistig arbeiten, ist entfallen.

PersonalvertretungsrechtBearbeiten

In den Personalvertretungsgesetzen wie dem Bundespersonalvertretungsgesetz (§ 4 Abs. 1) ist der Begriff die Sammelbezeichnung für Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst und Beamte.

ArbeitsplatzschutzgesetzBearbeiten

Im Sinne des Arbeitsplatzschutzgesetzes (ArbPlSchG) sind Beschäftigte Arbeitnehmer, die zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten, arbeitnehmerähnliche Personen, Beamte, Richter, Soldaten sowie die in Werkstätten für Behinderte Beschäftigten.

SozialversicherungsrechtBearbeiten

Nach § 7 Abs. 1 des Vierten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB IV) ist eine Beschäftigung die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis. Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers. Die Abgrenzung zu Selbständigen ist mitunter schwierig. Weitere Abgrenzungskriterien können Lohnsteuerpflicht, keine Betriebsrisiken, Anspruch auf Arbeitsentgelt, Urlaub und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie der Abschluss eines Arbeitsvertrages sein. Die Einordnung, ob eine Person beschäftigt oder nur scheinselbständig und sozialversicherungsrechtlich als selbständig anzusehen ist, trifft der Sozialversicherungsträger von Amts wegen. Arbeitgeber und -nehmer können keine für den Sozialversicherungsträger verbindliche Festlegung treffen. Mit der Frage, ob jemand als Beschäftigter oder als selbständig Tätiger einzuordnen ist, verbindet sich vor allem die Frage der Versicherungspflicht in verschiedenen Zweigen der Sozialversicherung, wie etwa in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.