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Berufswahlreife

Die Berufswahlreife ist ein Konzept der Laufbahnentwicklungstheorie und charakterisiert das Niveau im beruflichen Entwicklungsprozess. Sie wird definiert als die Fähigkeit und Bereitschaft zur Inangriffnahme und effektiven Bewältigung der phasentypischen Entwicklungsaufgaben, die es im Laufe der vorberuflichen und beruflichen Entwicklung zu bewältigen gilt. Die Berufswähler entwickeln u. a. ihre Berufswahlreife durch die Auswertung der verschiedenen Quellen zur Berufswunschbildung, die größtenteils öffentlich und kostenlos zur Verfügung stehen. Diese Informationen nutzen sie unterschiedlich und realisieren ihre subjektiven Interessen. Neben den Eltern und den Betriebspraktika – das sind die am meisten frequentierten Quellen – finden die Jugendlichen Informationen bei den Berufsinformationszentren (BIZ), ihren Freunden (peer-groups), beim Berufsberater und ihren Lehrern. In jüngster Zeit suchen sie auch im Internet nach Hilfen. In der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Informationen sowohl in der Qualität als auch in direktem Bezug zur Entwicklung der eigenen Vorstellungen festigen sie ihre Berufswünsche.

LiteraturBearbeiten

  • C. Bergmann, F. Eder, D. H. Rost (Hrsg.): Handwörterbuch Pädagogische Psychologie, Artikel Berufs- und Laufbahnberatung. (2. überarb. und erw. Aufl. 2001) Beltz PVU, Weinheim.
  • Lothar Beinke: Das Internet – ein Instrument zur Berufsorientierung Jugendlicher? Frankfurt/Main 2008, Verlag Peter Lang
  • Andreas Hirschi: Was macht Jugendliche fit für die Berufswahl? Panorama 4/2009, S. 13–14. Online (PDF, 92 kB)