Hauptmenü öffnen

Der FSV Berolina Stralau ist ein deutscher Fußballverein aus Berlin. Heimstätte des 400 Mitglieder starken Vereins ist der Laskersportplatz, welcher 4000 Zuschauern Platz bietet.

Berolina Stralau
Logo FSV Berolina Stralau.svg
Basisdaten
Name Friedrichshainer Sportverein
Berolina Stralau 1901 e. V.
Sitz Berlin
Gründung 1901
Farben rot-weiß
Website www.berolina-stralau.de
Erste Mannschaft
Spielstätte Laskersportplatz
Plätze 4000
Liga Landesliga Berlin
2018/19 18 Platz (Berlin-Liga)
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

Im heutigen FSV Berolina Stralau sind mehrere im Verlauf des 20. Jahrhunderts gegründete Vereine aufgegangen. Die ursprünglichen Stammvereine waren

  • der BFC Libertas-Südost 1901, der seine Heimspiele auf dem Sportplatz Grenzallee in Neukölln austrug und sich 1909 in BSC Berolina 1901 umbenannte
  • der ebenfalls 1901 gegründete Lichtenberger SC Frisch Auf
  • der 1902 gegründete Lichtenberger SC 1902 und
  • der SV Stralau 1910, ein Verein der Arbeitersportbewegung.[1][2]

Frisch Auf und der LSC 1902 fusionierten 1919 zum Lichtenberger SC 1901. 1926 wiederum fusionierte der BSC Berolina mit dem Lichtenberger SC zum Berolina Lichtenberger SC 01.

Der SV Stralau 10 erreichte 1925 das Endspiel der Deutschen ATSB-Meisterschaft in der Dresdner Ilgen-Kampfbahn, wo er am 27. Juni 1925 dem Dresdner SV 10 mit 0:7 unterlag.[2] Nach dem Verbot der Arbeitersportbewegung musste der SV Stralau 1933 unter das Dach des DFB treten.

Auf sportlicher Ebene erreichte der Berolina LSC nach Siegen über den SC Victoria Hamburg sowie Vorwärts-Rasensport Gleiwitz im Tschammerpokal 1935 das Achtelfinale, in dem die Berliner dem FC Hanau 93 mit 1:5 unterlagen. Der Aufstieg in die Gauliga Berlin-Brandenburg wurde bis Kriegsende verpasst, wobei der Berolina LSC ab 1943 eine Kriegssportgemeinschaft mit dem SV Stralau 1910 bildete. Der Club agierte bis 1945 als KSG Berolina/Stralau Berlin.

1945 mussten auf Veranlassung der Alliierten alle bürgerlichen Vereine aufgelöst werden. Sportwettkämpfe waren zunächst nur lokal begrenzt. Daraufhin gründeten Mitglieder der bisherigen Berolina die Sportgemeinschaft (SG) Stralau. Die Sportgemeinschaft nahm bereits 1945 an der ersten Nachkriegsmeisterschaft Berlins, der Qualifikation zur Berliner Stadtliga teil, welche unter anderem hinter der SG Schillerpark sowie der SG Mariendorf deutlich verpasst wurde. Ab 1949 konnten die Berliner Sportgemeinschaften aufgrund des Berliner Viermächteabkommens wieder ihre historischen Namen verwenden. Die daraufhin umbenannte SG Berolina Stralau war neben Concordia Wilhelmsruh, SG Köpenick und der SG Hohenschönhausen eine der wenigen Fußballvereine in Ostberlin, die nie ihren bürgerlichen Namen ablegen mussten. Nachteilig wirkte sich allerdings aus, dass diese Sportgruppen nicht von einem so genannten Trägerbetrieb unterstützt wurden, wodurch Berolina Stralau nie den Aufstieg in die zweitklassige DDR-Liga realisieren konnte. Nach zwischenzeitlichen Aufenthalten in der drittklassigen Bezirksliga Berlin, spielte Berolina größtenteils in der Bezirksklasse.

Nach der Wende von 1989 wandelte sich die SG wieder in einen bürgerlichen Verein unter dem Namen SV Stralau 1901 um. Der auch nach 1989 stets unterklassig spielende Verein fusionierte 1992 mit Eintracht Friedrichshain zum Friedrichshainer SV Berolina Stralau 01. Derzeitige Spielklasse ist die Berlin-Liga, nachdem in der Saison 2017/2018 die Meisterschaft in der Landesliga und damit der erstmalige Aufstieg in Berlins höchste Fußball-Liga erreicht werden konnte. Der Verein stieg direkt wieder ab.

Platzierungen seit 2002Bearbeiten

 
Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte Bemerkung
2002/03 Kreisliga B[3] 09 (16) 12 04 14 069:75 40
2003/04 Kreisliga B[4] 10 (16) 11 05 14 067:77 38
2004/05 Kreisliga B[5] 07 (16) 15 06 09 088:51 51
2005/06 Kreisliga B[6] 03 (16) 18 05 07 103:61 59 Aufstieg
2006/07 Kreisliga A[7] 11 (16) 08 08 14 054:71 32
2007/08 Kreisliga A[8] 01 (16) 22 03 05 106:56 69 Aufstieg
2008/09 Bezirksliga[9] 11 (16) 13 02 15 081:84 41
2009/10 Bezirksliga[10] 16 (16) 06 06 18 044:89 24 Abstieg
2010/11 Kreisliga A[11] 01 (16) 22 03 05 101:43 69 Aufstieg
2011/12 Bezirksliga[12] 07 (16) 14 04 12 078:67 46
2012/13 Bezirksliga[13] 09 (16) 11 07 12 068:62 40
2013/14 Bezirksliga[14] 01 (16) 19 09 02 105:29 66 Aufstieg
2014/15 Landesliga[15] 06 (15) 12 07 09 042:49 43
2015/16 Landesliga[16] 03 (16) 20 05 05 083:29 65
2016/17 Landesliga[17] 06 (15) 15 03 10 055:41 48
2017/18 Landesliga[18] 01 (16) 21 06 03 104:26 69 Aufstieg
2018/19 Berlin-Liga 18 (18) 07 07 20 036:68 28 Abstieg

StatistikBearbeiten

  • Teilnahme Tschammerpokal: 1935
  • Teilnahme Stadtliga Berlin: 1945/46

PersonenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Historisches aus Berlin: Berliner Vereine
  2. a b Christian Wolter: Arbeiterfußball in Berlin und Brandenburg 1910–1933. Arete Verlag, Hildesheim 2015, ISBN 978-3-942468-49-7.
  3. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  4. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  5. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  6. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  7. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  8. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  9. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  10. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  11. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  12. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  13. Fussball.de, gesichtet 28. November 2013
  14. Fussball.de, gesichtet 7. August 2014
  15. Fussball.de, gesichtet 16. Juni 2015
  16. Kicker-Sportmagazin, gesichtet 16. Juli 2016
  17. Fussball.de, gesichtet 19. Juli 2018
  18. Fussball.de, gesichtet 19. Juli 2018