Bernhard I. von Scheyern

Graf von Scheyern

Bernhard I. von Scheyern († 2. März 1104 in Scheyern) war Graf von Scheyern, Stifter des Klosters Fischbachau und Vogt von Freising, Tegernsee und Weihenstephan.

LebenBearbeiten

HerkunftBearbeiten

Bernhard I. von Scheyern war ein Sohn von Otto I. von Scheyern und Haziga von Dissen und Bruder von Ekkehard I. von Scheyern, Otto II. von Scheyern, und Arnold I. von Scheyern.[1]

Einige Quellen geben ihn als Sohn aus erster Ehe von Otto I. von Scheyern mit einer Schwester des Grafen Meginhard von Reichersbeuern aus.

Weitere NamenBearbeiten

Je nach Quelle wird er auch Pernhart, Pernhard, Bernhardus, Berenhard oder Perenhardi genannt.

WirkenBearbeiten

Er wurde Benediktiner im von seiner Mutter, seinen Brüdern und ihm gestifteten Kloster Fischbachau.[2] Um 1075 bis ca. 1090 war er Vogt von Freising.[3]

Anschließend war er kurzzeitig Prior des Klosters Tegernsee und ab 1095 bis zu seinem Tod Vogt von Weihenstephan.

Ab 1096 war er Graf von Scheyern. Nach dem Tod seiner Mutter 1104 stimmte er für die Verlegung des Klosters Fischbachau nach Petersberg und trat als Mitstifter auf.[4]

FamilieBearbeiten

  • Einige Quellen nennen ihn als unverheiratet und kinderlos.[5]
  • Andere berichten, dass er mit Luitgarde von Württemberg, Schwester eines Konrad von Württemberg, verheiratet war.[6][7]

TriviaBearbeiten

Es gibt Quellen, die davon berichten, dass er genauso wie seine Brüder ab 1101 zu einer Pilgerreise nach Palästina teilnahm, was aber aufgrund seines Lebenslaufs ausgeschlossen werden kann.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wolfram Ziegler: König Konrad III. (1138-1152): Hof, Urkunden und Politik. Böhlau Verlag Wien, 2008, ISBN 978-3-205-77647-5 (google.de [abgerufen am 29. Januar 2018]).
  2. Rupert Leiß: Das Scheyrer-Kreuz oder gründliche Belehrung über den seit beiläufig 700 Jahren zu Kloster Scheyern in Oberbayern aufbewahrten Theil des wahren Kreuzes Christi: nebst einem Anhange von Tagzeiten, Messen, Litanei, Lobgesängen, Kreuzweg-Andacht und andern Gebeten. Kremer, 1871 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  3. Tyroler Almanach: auf d. Jahr .... 1805. Gassler, 1805 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  4. Friedrich Hektor von Hundt, Friedrich Hector Graf Hundt: Kloster Scheyern, seine ältesten Aufzeichnungen, seine Besitzungen: ein Beitrag zur Geschichte des Hauses Scheyern-Wittelsbach. Franz, 1862 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  5. Johann Heinrich von Falckenstein: Vollständige Geschichten der alten, mittlern und neuern Zeiten Des großen Herzogthums und ehemaligen Königreichs Bayern: in drey Theilen verfasset. Worinnen die Geschichts- und Geschlechts-Kunde des uralten Durchlauchtigsten Herzogl. und Churfürstlichen Hauses Bayern, dessen Ursprung, vortreffliche und berühmte Thaten, gestiftete Ehren- und Denkmale, auch anders höchstrühmliches mehr, nebst dem auch, was von der Herzogs Arnulphi male dicti mali, und insonderheit Herzogs Ottonis M. Zeiten an, biß auf den heutigen Tag merkwürdiges in Bayern, sowohl im geistlichen als weltlichen Regimente geschehen und vorgefallen ist, vorgetragen, abgehandelt, und mit verschiedenen genealogischen Tabellen ... erläutert wird. 3. Crätz, 1763 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  6. Wilhelm Fischer: Historischer und geographischer Atlas von Europa: 1. Natorff, 1836 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).
  7. Karl Pfaff: Geschichte Wirtenbergs. Verlag d. Literar. Comtoirs, 1819 (google.de [abgerufen am 30. Januar 2018]).