Bernd Gersdorff

deutscher Fußballspieler

Bernd Gersdorff (* 18. November 1946 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler.

Bernd Gersdorff
Personalia
Geburtstag 18. November 1946
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 181 cm
Position Sturm
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1965–1969 Tennis Borussia Berlin 100 0(45)
1969–1973 Eintracht Braunschweig 130 0(22)
1973 FC Bayern München 12 0 ( 2)
1973–1976 Eintracht Braunschweig 93 0(64)
1976–1980 Hertha BSC 85 0(15)
1979–1980 San José Earthquakes 35 0(11)
1980 San Diego Sockers 11 0 ( 5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1975 Deutschland B 1 0( 0)
1975 Deutschland 1 0( 0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

KarriereBearbeiten

VereineBearbeiten

Gersdorff begann seine Laufbahn 1965 in der Regionalliga Berlin beim Titelträger des Vorjahres Tennis Borussia und wechselte 1969 in die Bundesliga zu Eintracht Braunschweig. Für die Veilchen schoss er in 100 Spielen 45 Tore. Des Weiteren absolvierte er 13 Aufstiegsrundenspiele 1967 und 1968, in denen er drei Tore erzielte.

Sein Bundesliga-Debüt am 16. August 1969 (1. Spieltag) endete mit einer 2:3-Niederlage beim 1. FC Köln; sein erstes Bundesligator erzielte er eine Woche später im Heimspiel gegen Hannover 96 per Kopfstoß in der 90. Minute zum 1:1-Endstand.

In Braunschweig wurde der Stürmer sogleich Stammspieler und machte auch den Deutschen Meister FC Bayern München auf sich aufmerksam. Zur Saison 1973/74 wechselte er zu den Bayern und stand vom 1. bis 12. Spieltag jeweils in der Startformation. In dem legendären Spiel am 20. Oktober 1973 beim 1. FC Kaiserslautern (es endete trotz 4:1-Führung der Bayern mit 7:4 für den 1. FCK, weil diesem in der letzten halben Stunde noch sechs Treffer gelangen) schoss er die beiden ersten Tore, die auch seine einzigen im Bayern-Dress waren. Da er im Bayern-Sturm stets auf der von ihm ungeliebten Linksaußen-Position eingesetzt wurde,[1] wechselte er noch während der laufenden Saison mit Wirkung vom 1. November 1973 vom späteren Deutschen Meister zurück zu Eintracht Braunschweig. Obwohl er erst spät in der Saison 1973/74 zurückkam, wurde er mit 35 Toren in nur 19 absolvierten Punktspielen (1,84 Tore pro Spiel) noch Torschützenkönig der Regionalliga Nord und hatte so großen Anteil an der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Bundesliga. Zur Winterpause der Saison 1976/77 wechselte er zu Hertha BSC. Bei den Berlinern entwickelte er sich zu einem der beliebtesten Spieler und blieb es bis zu seinem letzten Bundesligaspiel am 19. Januar 1980 (18. Spieltag). Mit der Begegnung Eintracht Braunschweig – Hertha BSC (3:1) und seiner Auswechslung in der 46. Minute gegen Holger Brück endete seine Karriere von 301 Spielen und 68 erzielten Toren in Deutschland. Zum Ausklang seiner Fußballer-Laufbahn wechselte er in die U.S.A. und war dort für San José Earthquakes und die San Diego Sockers in der Nordamerikanischen Soccer League (NASL) aktiv.

Gersdorff nahm an den Spielen Norddeutschlands im DFB-Regionalpokal am 10. September 1969 und am 29. Oktober 1969 gegen Westdeutschland und Berlin teil. Bei dem 3:2-Sieg in der Zwischenrunde in Berlin schoss er beide Tore für die norddeutsche Auswahl. Das Turnier wurde aber nicht mehr beendet.

NationalmannschaftBearbeiten

Am 3. September 1975 stand Gersdorff in der Startelf der A-Nationalmannschaft, die in Wien durch zwei Tore von Erich Beer, seinem späteren Mannschaftskameraden bei Hertha BSC, die Nationalmannschaft Österreichs mit 2:0 besiegte; es blieb Gersdorffs einziges A-Länderspiel. Allerdings bestritt er am 8. Oktober 1975 noch ein Länderspiel für die B-Nationalmannschaft, die in Duisburg mit 2:0 gegen die Auswahl Rumäniens gewann.

ErfolgeBearbeiten

Nach dem Ende der SportlerkarriereBearbeiten

Nach seiner Zeit als aktiver Sportler arbeitete Gersdorff im Vertrieb eines Sportartikelherstellers. Von 2000 bis 2012 leitete er den Bereich Konzernkommunikation der Salzgitter AG und war Konzernsprecher des Unternehmens. Seit 2013 betreibt er in Braunschweig ein Marketing- und Kommunikationsunternehmen.

Gersdorff ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und wohnt in Braunschweig.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Interview mit Bernd Gersdorff (2005) auf dem Blog „Ex-Herthaner“.