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Bernd Enders

deutscher Musikwissenschaftler

LebenBearbeiten

Enders studierte an der PH Westfalen-Lippe und an der Staatlichen Musikhochschule Köln. Er schloss mit einem Staatsexamen in mehreren Fächern ab. Im Jahr 1980 promovierte Enders an der Universität zu Köln in Musikwissenschaft, Philosophie und Pädagogik und begann den Schuldienst als Studienrat. Seit 1981 war er als Dozent im Fachgebiet Musik/Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück tätig, wo er 1986 habilitierte. Von 1992 bis 1994 war Enders Professor am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln (Musik im 20. Jahrhundert) und seit 1994 ist er als Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück (Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik) mit dem Schwerpunkt Musikelektronik/Musikalische Informatik tätig.

 
Selbstporträt

Enders publizierte Bücher und Artikel insbesondere zu wissenschaftlichen, kulturellen und pädagogischen Fragen, die sich mit Musiktechnologie, Multimedia und Musikinformatik beschäftigen. Er organisierte und leitete zu dieser Thematik internationale Kongresse, war Programmdirektor der Osnabrücker KlangArt, hielt Vorträge und gestaltete Rundfunksendungen. Er ist Leiter eines E-Learning-Projekts CAMI, das sich u. a. seit 1986 mit der Entwicklung und Herausgabe des von der Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) mit dem Comenius-EduMedia-Award 2000 ausgezeichneten, international vertriebenen Musiklernprogramms „Computerkolleg Musik“ befasst. Er ist außerdem Initiator und geschäftsführender Leiter der 1997 gegründeten Forschungsstelle Musik- und Medientechnologie (FMT) an der Universität Osnabrück sowie Gründer und Mitherausgeber des musikwissenschaftlichen Online-Verlags epOs-Music. Er war bis 2018 Vorstandsmitglied im Institut virtUOS (= Zentrum zur Unterstützung virtueller Lehre an der Universität Osnabrück) seit der Gründung im Jahre 2002. Er hatte 2009 eine Gastprofessur am musikwissenschaftlichen Institut der Karl-Franzens-Universität Graz. Von 2012 bis 2014 war er Vorsitzender der Osnabrücker Wissenschaftlichen Gesellschaft (OWiG) und Direktor des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik (IMM) an der Universität Osnabrück.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • Studien zur Durchhörbarkeit und Intonationsbeurteilung von Akkorden. Regensburg l98l. (Kölner Beiträge zur Musikforschung Bd. 115) (Diss., Akustische Reihe Bd. 8).
  • Die Klangwelt des Musiksynthesizers. München 1985 (republished by epOs-Music mit vollständiger Online-Fassung).
  • Lexikon Musikelektronik. Schott/Goldmann, Mainz/München 1985, ISBN 3-442-33600-7. (Dt. Verlag für Musik, Leipzig 1988, ISBN 3-370-00280-9; Schott/Piper, Mainz/München 1985, ISBN 3-442-33600-7; 3. erweiterte u. überarbeitete Auflage. Atlantis-Musikbuch-Verlag, Mainz 1997, ISBN 3-254-08352-0)
  • Bernd Enders, Tillman Weyde: Computerkolleg Musik - Gehörbildung, Kurse 1 - 6. Überarbeitete und erweiterte Version für Windows. Schott Music Software, Mainz u. a. 1990, ISBN 3-7957-0213-5.
    • engl. Version: Computer courses in music - ear training. Schott Musik International, Mainz 2002, ISBN 3-7957-6081-X.
  • Bernd Enders, Joachim Stange-Elbe (Hrsg.): „Global village - global brain – global music“. KlangArt-Kongreß '99 - Vorträge und Berichte. epOs-Music, Osnabrück 2003.
  • Bernd Enders (Hrsg.): Mathematische Musik - musikalische Mathematik. Pfau, Saarbrücken 2005, ISBN 3-89727-275-X.
  • Der wohltemperierte Musikcomputer. In: A. Albrecht, G. v. Essen, W. Frick (Hrsg.): Zahlen, Zeichen und Figuren - Mathematische Inspirationen in Kunst und Literatur. de Gruyter, Berlin/ Boston 2011, ISBN 978-3-11-022905-9, S. 47–80.
  • Bernd Enders, Jürgen Oberschmidt, Gerhard Schmitt (Hrsg.): Die Metapher als ›Medium‹ des Musikverstehens, Wissenschaftliches Symposium, 17.–19. Juni 2011, Universität Osnabrück, epOs-Music, Osnabrück 2013.
  • Bernd Enders: Analoge und digitale Syntheseverfahren, MIDI und Sampling. In: Musikalische Akustik, hrsg. v. Christoph Reuter und Wolfgang Auhagen, Laaber 2014, ISBN 978-3-89007-736-9, S. 262–301
  • From Idiophone to Touchpad. The Technological Development to the Virtual Musical Instrument, in: Musical Instruments in the 21st Century. Identities, Configurations, Practices. Ed. by Till Bovermann, Alberto de Campo, Hauke Egermann, Sarah-Indriyati Hardjowirogo, Stefan Weinzierl. Springer, Singapore 2017, ISBN 978-981-10-2950-9, pp. 45–58.

LiteraturBearbeiten

  • Arne Bense, Martin Gieseking, Bernhard Müßgens: Musik im Spektrum technologischer Entwicklungen und Neuer Medien. Festschrift für Bernd Enders. epOs-Music, Osnabrück 2015, ISBN 978-3-940255-60-0.

WeblinksBearbeiten