Berliner Abendblatt

wöchentliches Anzeigenblatt in Berlin

Das Berliner Abendblatt ist neben der Berliner Woche das führende wöchentliche Anzeigenblatt in Berlin und neben Einkaufaktuell eines der drei wesentlichen Trägermedien für die Sammelverteilung der wöchentlichen Prospekte von Einzelhandelsketten in Berlin.

Berliner Abendblatt
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Beschreibung kostenlose Wochenzeitung in Berlin
Verlag BVZ Anzeigenzeitungen GmbH (Deutschland)
Erstausgabe 2. Oktober 1991 (in Berlin)
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage 1,45 Millionen Exemplare
(Berliner Abendblatt)
Chefredakteur Ulf Teichert
Geschäftsführer Holger Friedrich
Weblink www.abendblatt-berlin.de

Die Auflage von 1,45 Millionen Exemplaren[1] verteilt sich auf 23 Lokalausgaben innerhalb von Berlin. Die Verteilung erfolgt jeweils zum Wochenende an zahlreiche Berliner Haushalte in den „wirtschaftlich attraktiven Kerngebieten“[2].

Das Berliner Abendblatt gehört zum Berliner Verlag, der auch die Berliner Zeitung herausgibt, und zeigt in der redaktionellen Linie eine der Linken bzw. derzeit der Senatspolitik nahestehende Färbung.

InhaltBearbeiten

Primäre Aufgabe des Blattes ist, wie bei Anzeigenzeitungen üblich, das Transportieren von zahlreichen eingelegten Werbeprospekten und Anzeigenwerbung. Dazwischen erscheinen kurze redaktionelle und stark bebilderte Beiträge zum Stadtgeschehen mit Fokus auf den Bereich der Lokalausgabe und die Senatstätigkeit, Veranstaltungshinweise, Advertorials und Unterhaltungsartikel (mit dpa-Material) insbesondere für die ältere Generation. Der Umfang besteht meist aus 8 oder 10 Seiten im Zeitungsformat.

Exemplarischer Inhalt anhand der Ausgabe Berlin-Pankow vom 2. Oktober 2020 mit Schwerpunkt „30 Jahre Wiedervereinigung“:

  • 10 Seiten Zeitung (ca. 40 g), davon grob geschätzt
    • 3 Seiten redaktionelle Beiträge und Photos zur Deutschen Einheit, davon ca. 112 Seiten übernommene Texte u. a. von Gregor Gysi
    • 114 Seiten Advertorials/Unterhaltung (Medizin/Reisen)
    • 12 Seiten Kleinanzeigen
    • 214 Seiten Werbung
    • 3 Seiten ganzseitige Werbung
  • 8 beigelegte Prospekte von Einzelhändlern (ca. 300 g)

GeschichteBearbeiten

 
Logo bis Mai 2019

Das Berliner Abendblatt erschien erstmals am 2. Oktober 1991, zunächst nur in den damaligen Ost-Berliner Bezirken Pankow/Weißensee, Mitte/Friedrichshain, Treptow/Köpenick sowie Marzahn/Hellersdorf. Noch im gleichen Monat folgten die Ausgaben Prenzlauer Berg und Lichtenberg/Hohenschönhausen. 1996 begann das Berliner Abendblatt im ehemaligen Westteil der Stadt mit den Ausgaben für Reinickendorf, Neukölln, Tempelhof, Spandau und Steglitz/Zehlendorf. Zwischen 1996 und 2001 kamen stetig weitere Lokalausgaben hinzu, derzeit sind es 23 Ausgaben, die ungefähr den 23 Berliner Bezirken vor der Verwaltungsreform im Jahr 2001 entsprechen.

Erstausgaben in den Berliner BezirkenBearbeiten

Datum Bezirk
2. Oktober 1991 Pankow/Weißensee, Mitte/Friedrichshain, Treptow/Köpenick, Marzahn/Hellersdorf
30. Oktober 1991 Prenzlauer Berg, Lichtenberg/Hohenschönhausen
17. Juli 1996 Reinickendorf, Neukölln, Tempelhof
24. Juli 1996 Spandau
31. Juli 1996 Steglitz/Zehlendorf
4. November 1998 Schöneberg
6. Januar 1999 Tiergarten
29. September 1999 Charlottenburg
21. November 2001 Kreuzberg
5. Januar 2005 Wilmersdorf

HerausgeberBearbeiten

Die BVZ Anzeigenzeitungen GmbH ist ein Tochterunternehmen des Berliner Verlags. Zur wechselvollen Geschichte und den Eigentümern des früheren SED-Verlags seit dem Verkauf durch die PDS im Jahr 1990 siehe „Geschichte des Berliner Verlags“.

Im September 2019 wurde der Berliner Verlag von der Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg überraschend an das Ehepaar Silke und Holger Friedrich verkauft, was im Nachgang heftig und kontrovers diskutiert wurde, später auch aufgrund der Enttarnung von Holger Friedrich als Stasi-IM „Peter Bernstein“ durch die Welt am Sonntag im November 2019.

Holger Friedrich ist seither auch Geschäftsführer der BVZ Anzeigenzeitungen GmbH.

StandortBearbeiten

Als Tochterunternehmen des Berliner Verlags hatte die BVZ Anzeigenzeitungen GmbH ihren Sitz im Haus des Berliner Verlages in der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz. Im April 2017 erfolgte der Umzug in das vom Berliner Verlag neu gebaute Feratti-Gebäude in der Alten Jakobstraße 105 in Berlin-Kreuzberg, dem neuen Sitz des Berliner Verlags im historischen Zeitungsviertel zwischen Spittelmarkt und Axel-Springer-Haus.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mediadaten 2018. BVZ Anzeigenzeitungen GmbH, 1. Januar 2018, abgerufen am 7. September 2018.
  2. Über uns. In: abendblatt-berlin.de. Abgerufen am 18. September 2018.