Stand der DingeBearbeiten

Parallel zu den Überarbeitungen werblicher Unternehmensartikel, die weitgehend problemlos verlaufen, hat sich im Bereich der politischen Werbung, in diesem Fall für den Liberalismus à la FDP, wie erwartet Widerstand formiert. Es geht um die Landesstiftungen der Partei, deren oft umfangreiche Artikel in der Wikipedia teilweise tendenziösen Charakter haben und ebenfalls überarbeitet oder in Löschdiskussionen besprochen werden müssen, wenn man den Wikipediaanspruch auf Neutralität und Ausgewogenheit ernst nehmen will. Damit einhergehend sind die für die Wikipedia typischen V-Meldungen und Gegenmeldungen zu beobachten, wie beispielsweise diese [1]. Der Umgangston auf Artikeldiskussionsseiten, besonders bei der Diskussion:Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist seitens der stiftungsfreundlich eingestellten User und Accounts unfreundlich bis beleidigend. Kein Wunder, denn die Klientel der FDP besteht vor allem aus wirtschaftsfreundlichen und internetaffinen Selbstständigen, mit dem Hang zur Priorität individueller wirtschaftlicher Freiheit. Die damit verbundene Hemdsärmeligkeit im Umgang zur Durchsetzung eigener Interessen, schlägt auf unsere Diskussionen erwartungsgemäß durch. Doch Erfahrung in robusten Verhandlungen mit Geschäftspartnern und Konkurrenten zählt in der Wikipedia weniger, denn diese Community ist heterogen, schwer einzuschätzen und kann sich immer auf die Wikipedia:Grundprinzipien berufen. --Schlesinger schreib! 09:09, 11. Jan. 2022 (CET)

Friedrich Vorwerk Group gerade entdeckt, ist aber schon erkannt als solcher. --AxelHH (Diskussion) 12:06, 18. Jan. 2022 (CET)
Was aus Niedersachsen mit FDP-Hintergrund: Rudolf-von-Bennigsen-Stiftung. --AxelHH (Diskussion) 10:20, 19. Jan. 2022 (CET)
Ja, diese ganzen politischen Stiftungen stehen jetzt auf dem Prüfstand. Zunächst liegt der Fokus auf der FDP, deren innovativ-kompetente Lohnschreiber es mit der politischen Wikipediarbeit etwas zu weit getrieben haben. Mal sehen, welcher Admin diesmal eine leserorientierte Entscheidung trifft. Ich habe mir erlaubt, aus meinem Werkzeugportfolio zwei Wiederwahlstimmen, eine für Achim Raschka, die andere für Gripweed, sozusagen als adminoptimertes Feedback zu setzen. Hoffen wir, dass sich die beiden in Zukunft auf eine aktuellere digitale Verortungslösung fokussieren werden. --Schlesinger schreib! 10:32, 19. Jan. 2022 (CET) Vorlage:Smiley/Wartung/devil 

BewertungskriterienBearbeiten

Zur Bewertung der von mutmaßlich bezahlten Accounts, PR-Agenturen, Selbstdarstellern oder Marketingabteilungen der Firmen verfassten Wikipediaartikel gehe ich nach bestimmten Kriterien vor:

Sprache
  • Fördert eine kurze Analyse der Sprache bei Unternehmensartikeln bestimmte Vokabeln zu Tage wie "Fokus, Lösungen, Verortung, innovativ, Kunden, Optimierung, (Kern)kompetenz" oder eine Häufung von "Denglisch", ist wahrscheinlich, dass der Artikel für Wikipedia unbrauchbar ist.
  • Die Sprache bei Selbstdarstellern ist etwas anders. "Fancruft" bei Helden der Trivialkultur ist leicht zu erkennen, doch im universitär-akademischen Bereich wird ein anderer Jargon verwendet, hier liegt der, äh, "Fokus" auf wissenschaftlich angehauchtem Schein, der sich durch die Verwendung eines exzessiven Fachjargons, der Eindruck schinden soll, verrät.
  • Selbstdarstellungen aus der künstlerisch-kreativen Szene zeichnen sich oft durch "Kunst-" oder "Musikgeschwurbel" aus, ein Sprachduktus, der die Unfähigkeit Kunst / Musik / Theater zu beschreiben, mit interessant klingenden Wortfolgen zu überdecken versucht.
  • Allen gemeinsam ist das beliebte "Dropping" prominenter "Names" oder ausufernde listenmäßige Aufzählung zahlloser (angeblicher) Erfolge, was die Bedeutung steigern soll.
Inhalt
  • Kurze Artikel mit umfangreicher Einzelnachweisliste, gern dreispaltig, sind verdächtig, denn viele dieser Belege sind unzutreffend oder selbstreferentiell. Es geht um den optischen Eindruck, denn zu Recht wird seitens der Werbetreibenden angenommen, dass niemand die zahllosen Einzelnachweise auch überprüft.
  • Lange Artikel, die zu über einem Drittel von einem mutmaßlichen PE-Account stammen (nachprüfbar über das "Apper-Tool" oder den Link "Autoren" unterhalb der Seite), sind oft aufgeblasen, was auch kein Wunder ist, wenn die Lohnschreiber nach Zeichen bezahlt werden. So wird exzessiv ins Detail gegangen, Füllwörter, ausgewalztes "Storytelling" und die Vorstellung möglichst aller Produkte, Ausstellungen, Veröffentlichungen, Auftritte und sonstiger meist trivialer Events sollen ebenfalls die Bedeutung des Dargestellten steigern.
  • Der enzyklopädische Einleitungssatz dient der "Suchmaschinenoptimierung" und erscheint bei Suchanfragen gleich als "Snippet" an erster Stelle meist mit Foto. Daher wird oft versucht, möglichst viel in diesen hineinzupacken.
  • Artikel über Politiker sind dann verdächtig, wenn sie an einen Wahlkampfflyer erinnern. Grundlegende politische Positionen können akzeptabel sein, aber nicht das detaillierte Angeben mit politischen Erfolgen, ebenso Mitgliedschaften wenn dahinter kein Engagement steckt.
  • Stiftungen, seien sie politisch ober unternehmerisch, sind argwöhnisch zu betrachten, denn ihre Aufgaben sind, neben Steuerersparnis oder -vermeidung in erster Linie Lobbyarbeit.
  • Ein ganz wichtiger Punkt, der besonders Unternehmensartikel betrifft, ist die Firmengeschichte. Bei den meisten Unternehmensartikeln in der Wikipedia wird die Zeit von 1933 bis 45 ausgeblendet. Das sollte mit dem entsprechenden "Lückenhaft-Baustein" möglichst überall verdeutlicht werden.
Bilder
  • Natürlich wird versucht, nicht nur mit Sprache, die manchem PE-Account durchaus schwerfällt, sondern auch mit Bildern, das Dargestellte in bestem Licht erscheinen zu lassen. So werden Politiker wie Filmstars in bestmöglichster Weise abgebildet, geschminkt, gut beleuchtet und mit Bildbearbeitungsprogrammen weiter, äh "optimiert". Das liefern die Wikipedia-Fotografen im Rahmen ihrer vom Verein WMDE spendenfinanzierten Aktivitäten à la "Wiki loves Parliament" gratis, ist aber inakzeptabel in Bezug auf enzyklopädische Neutralität.
  • Unternehmen bilden gern möglichst viele ihrer Produkte ab, damit der Wikipediaartikel als Verkaufsprospekt genutzt werden kann.

Mit der Zeit hat sich zumindest bei mir ein Gespür für werbliche und enzyklopädische Texte in der Wikipedia entwickelt, das mittlerweile auch tieferliegende Fragwürdigkeiten in Artikeln erkennen kann. --Schlesinger schreib! 10:05, 13. Jan. 2022 (CET)