Benjamin Biolay

französischer Sänger und Schauspieler.
Benjamin Biolay, Konzert im Casino de Paris, Frankreich, 31. Mai 2011

Benjamin Biolay [bɛ̃ʒaˈmɛ̃ bjɔˈlɛ] (* 20. Januar 1973 in Villefranche-sur-Saône) ist ein französischer Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist, Arrangeur, Produzent sowie Schauspieler. Mit einigen anderen Interpreten, wie Dominique A oder Philippe Katerine, zählt er zu den bekanntesten Vertretern des Nouvelle Chanson.

LebenBearbeiten

Biolay hat eine klassische Ausbildung für Tuba und Violine am Konservatorium Lyon absolviert. Anfang der 1990er Jahre wandte er sich der Popmusik zu, wobei seine erste Band Mateo Gallion wenig erfolgreich war. Ab 1996 arbeitete er als Solokünstler mit einem Vertrag bei EMI. Erst im Duo mit Keren Ann wurde er 1999 bekannter. Die beiden schrieben Stücke für das Comeback-Album Chambre avec vue (2000) von Henri Salvador.

Neben eigenen Werken wurde Biolay vor allem durch die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlerinnen wie Isabelle Boulay und Valérie Lagrange erfolgreich, an deren Comeback-Album von 2003 er mitarbeitete. Für seine Schwester Coralie Clément schrieb und produzierte er die drei Alben Salle de pas perdus (2001), Bye Bye Beauté (2004) und Toystore (2008). Auf dem Album Home arbeitete er mit seiner Frau Chiara Mastroianni, von der er inzwischen geschieden ist.

Biolay gilt als Vertreter des „Neuen Chansons“, wobei er selbst mit dem Begriff wenig anfangen kann.

Er ist auch als Schauspieler aktiv; sein Debüt gab er 2004 in dem Film Pourquoi (pas) le Brésil. Im Jahr 2008 war er in dem Film Stella zu sehen und erhielt für seine Darstellung eine César-Nominierung als Bester Nebendarsteller. Biolay wurde 2013 in die Jury des Festival du film francophone d’Angoulême berufen.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   CH   BEW   FR
2001 Rose Kennedy FR66
 
Gold

(13 Wo.)FR
2003 Négatif BEW9
(4 Wo.)BEW
FR15
(29 Wo.)FR
Doppel-CD
2004 Home CH98
(1 Wo.)CH
BEW26
(15 Wo.)BEW
Clara et moi FR163
(3 Wo.)FR
Filmsoundtrack
2005 À l’origine BEW27
(10 Wo.)BEW
FR17
(14 Wo.)FR
2007 Trash yéyé CH72
(1 Wo.)CH
BEW23
(10 Wo.)BEW
FR11
(32 Wo.)FR
2009 La superbe DE98
(1 Wo.)DE
CH61
(3 Wo.)CH
BEW7
(43 Wo.)BEW
FR3
 
Gold

(83 Wo.)FR
Doppel-CD
2011 Pourquoi tu pleures? BEW54
(10 Wo.)BEW
FR38
(6 Wo.)FR
2012 Vengeance CH22
(3 Wo.)CH
BEW6
(27 Wo.)BEW
FR2
(23 Wo.)FR
2013 Best of BEW178
(1 Wo.)BEW
2015 Trenet FR18
(11 Wo.)FR
Benjamin Biolay, Nicolas Fiszman & Denis Benarrosh
2016 Palermo Hollywood CH17
(4 Wo.)CH
BEW6
(23 Wo.)BEW
FR3
 
Gold

(46 Wo.)FR
2017 Volver CH12
(4 Wo.)CH
BEW1
(24 Wo.)BEW
FR3
 
Gold

(19 Wo.)FR
2018 Songbook BEW147
(1 Wo.)BEW
Benjamin Biolay & Melvil Poupaud

Weitere Alben

  • Remix EP (2001)
  • Live (Doppel-DVD/ Doppel-DVD + La superbe, 2010)

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  BEW   FR
2011 Biolay
FR31
(4 Wo.)FR
2012 La fin des cours / Non madame
FR76
(1 Wo.)FR
Aime mon amour
Vengeance
BEW39
(1 Wo.)BEW
2014 Ton héritage
FR160
(1 Wo.)FR
2015 La superbe
BEW38
(1 Wo.)BEW
FR187
(1 Wo.)FR
2016 Palermo Hollywood
Palermo Hollywood
FR157
(1 Wo.)FR
Miss Miss
Palermo Hollywood
FR132
(2 Wo.)FR
Ballade française
Palermo Hollywood
FR136
(1 Wo.)FR
La débandade
Palermo Hollywood
FR149
(1 Wo.)FR
Palermo Queens
Palermo Hollywood
FR183
(1 Wo.)FR

Weitere Singles

  • Qu’est ce que ça peut faire? (2008)
  • Si tu suis mon regard (2010)
  • Pas la forme (2011)
  • Profite (featuring Vanessa Paradis, 2012)
  • Ne regrette rien (featuring Orelsan, 2012)
  • Pas besoin de permis (Vanessa Paradis featuring Benjamin Biolay, 2014)
  • Les chanteurs sont tous les mêmes (Vincent Delerm & Benjamin Biolay, 2016)
  • Roma (Amor) (avec Illya Kuryaki and the Valderramas, 2017)

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

  • 2004: Pourquoi (pas) le Brésil
  • 2008: Didine
  • 2008: Stella
  • 2010: Die Meute (La meute)
  • 2013: Unter dem Regenbogen (Au bout du conte)
  • 2016: Personal Shopper
  • 2017: Fleur de Tonnerre
  • 2017: Nicht meine Schuld (Irréprochable)
  • 2017: Memoir of Pain (La douleur)

QuellenBearbeiten

  1. a b Chartquellen: DE CH BE (Wallonie) FR
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe:FR FR2

WeblinksBearbeiten