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Benjamin Appl

deutscher Opernsänger (Bariton)

Benjamin Appl (* 26. Juni 1982[1] in Regensburg) ist ein deutscher Opern-, Konzert- und Liedsänger mit der Stimmlage Bariton.

BiografieBearbeiten

Appl erhielt seine erste Stimmbildung bei den Regensburger Domspatzen und schloss – neben einem erfolgreichen Betriebswirtschaftsstudium – seine Gesangsausbildung (u. a. bei Edith Wiens und Helmut Deutsch) an der Hochschule für Musik und Theater München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding mit Auszeichnung ab. 2010 bis 2013 studierte er an der Guildhall School of Music and Drama in London in der Gesangsklasse von Rudolf Piernay. Großen Einfluss auf seinen künstlerischen Werdegang hatte Dietrich Fischer-Dieskau, bei dem er privat als dessen letzter Schüler bis 2012 studierte. Wichtige Impulse erhielt er ferner von dem Liedpianisten Graham Johnson und den Sängern Gerald Finley, Brigitte Fassbaender, Christian Gerhaher und Thomas Hampson. 2016 unterzeichnete Benjamin Appl einen langfristigen Exklusiv-Vertrag mit Sony Classical[2] und erhielt den Gramophone Award als New Artist of the Year 2016.[3]

OperBearbeiten

Zu Appls Opernengagements zählen der Graf (Conte) in Mozarts Le nozze di Figaro in London, die Titelrolle in Benjamin Brittens Owen Wingrave in Banff, der Aeneas in Henry Purcells Dido and Aeneas beim Aldeburgh Festival, der Minister in Johann StraußWiener Blut in München, der Schaunard in Puccinis La Bohème mit dem Münchner Rundfunkorchester und der Baron Tusenbach in EötvösTri Sestri im Münchner Prinzregententheater und an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Im Sommer 2014 sang er die Rolle des Leo in Ganders Das Leben am Rande der Milchstraße bei den Bregenzer Festspielen, eine Auftragskomposition des Wiener Konzerthauses, Wien Modern sowie der Bregenzer Festspiele. Er arbeitete mit Dirigenten wie Christian Curnyn, Johannes Debus, Michael Hofstetter, Paul McCreesh, Christoph Poppen, Julien Salemkour und Ulf Schirmer.

KonzertBearbeiten

Als Konzertsolist ist der Bariton unter anderem mit der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Bach-Collegium Stuttgart, dem Gabrieli Consort, dem BBC Philharmonic Orchestra sowie den Nürnberger Symphonikern aufgetreten; zu seinem Oratorien-Repertoire gehören Werke wie Bachs Johannespassion, Matthäuspassion und Weihnachtsoratorium, BrahmsEin deutsches Requiem, Händels Der Messias, Haydns Die Schöpfung, Orffs Carmina Burana und Brittens War Requiem. 2012 sang Benjamin Appl bei einem Konzert in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo für Papst Benedikt XVI. Psalmvertonungen, was weltweit live übertragen wurde.

LiedBearbeiten

Appl gab Liederabende in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und bei der Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems und trat darüber hinaus bei den Musikfestivals Rheingau Musik Festival, Heidelberger Frühling, Klavierfestival Ruhr, Ravinia Festival Chicago und Oxford Lieder Festival auf. Diesbezüglich konzertierte er mit den Pianisten Graham Johnson, Malcolm Martineau, Helmut Deutsch und Martin Stadtfeld. Appl erhielt 2012 den Schubert-Preis der Deutschen Schubert Gesellschaft. Ferner wurde er von der Yehudi-Menuhin-Stiftung »Live Music Now« sowie der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert und erhielt 2003 ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes. Seine Diskographie umfasst neben Rundfunkmitschnitten auch Lied-Aufnahmen von Mendelssohn und Schumann mit Malcolm Martineau.

EhrungenBearbeiten

2014 wurde Appl für das Radio 3 New Generation Artists scheme des Britischen Senders BBC[4] sowie als "ECHO Rising Star" der Europäischen Konzerthallenorganisation ausgewählt.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Benjamin Appl. Künstlerwiki bei klassikradio.de, abgerufen am 4. Februar 2017.
  2. Sony Classical. Abgerufen am 16. Mai 2017.
  3. Gramophone: Young Artist of the Year. 15. September 2016, abgerufen am 16. Mai 2017 (englisch).
  4. Radio 3 announces six artists joining its New Generation Artists Scheme, bbc.co.uk vom 10. September 2014
  5. Rising Stars 2014/2015 Season (Memento des Originals vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.concerthallorganisation.eu, European Concert Hall Organisation