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Belgirate ist eine Gemeinde am Westufer des Lago Maggiore in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont.

Belgirate
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Belgirate (Italien)
Belgirate
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 45° 50′ N, 8° 34′ OKoordinaten: 45° 50′ 0″ N, 8° 34′ 0″ O
Höhe 199 m s.l.m.
Fläche 8 km²
Einwohner 509 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 64 Einw./km²
Vorwahl 0322
ISTAT-Nummer 103010
Volksbezeichnung belgiratesi
Schutzpatron Darstellung des Herrn (2. Februar)
Website Belgirate
Belgirate
Gemeindehaus
Pfarrkirche Purificazione di Maria
Bahnhof von Belgirate

GeographieBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 8 km². Zu Belgirate gehört die Fraktion Carcioni. Die Nachbargemeinden sind Besozzo, Brebbia, Ispra, Leggiuno, Lesa, Monvalle und Stresa.

GeschichteBearbeiten

Als Beweis für den antiken Ursprung der Siedlung gibt es mehrere archäologische Funde von Gräbern mit Münzen aus der Zeit des Kaisers Augustus und einen großen Olpe aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Von Belgirate aus verband die römische Konsularstraße Severiana Augusta Mediolanum (das heutige Mailand) mit Verbannus Lacus (Verbano oder Lago Maggiore) und von hier aus mit dem Simplonpass (lateinisch Summo Plano).

Im Mittelalter war das Belgirate Teil der Fehde von Vergante, von der es das Schicksal der Visconti und schließlich der Adelsfamilie Borromeo verfolgte, die die Amtseinführung von 1441 bis zum Ende des Feudalwesens im 18. Jahrhundert erhielt. Der älteste Teil der Stadt entwickelte sich herum der romanische Kirche Santa Maria (genannt Alte Kirche).

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1961 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 783 717 755 629 637 553 622 631 566 510 521 546 529 509

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Alte Kirche Santa Maria oder del Suffragio erwàhnt erstmal im 13. Jahrhundert bewahrt Fresken der Nachfolger von Bernardino Luini (Ende 16. Jahrhundert) und bewahrt den Glockenturm des 11. Jahrhunderts[2].
  • Pfarrkirche Purificazione della Vergine von 1600 im Barockstil, am Seeufer gebaut; im Inneren befinden sich Fresken von Luigi Morgari, Stuckarbeiten von Luigi Secchi und den Orgel der Firma Bossi aus Bergamo[3].
  • Mittelalterliches Oratorium San Paolo[4]
  • Villa Treves übernommen 1892 vom Verleger Emilio Treves, wurde zum Wohnsitz mehrerer berühmter Schriftsteller wie Edmondo De Amicis, Giuseppe Giacosa, Arrigo Boito, Gabriele D’Annunzio und Giovanni Verga.
  • Villa Carlotta
  • Villa Bono Cairoli bewahrt an der Fassade die Denktafel der Übernachtung von Giuseppe Garibaldi.

VeranstaltungenBearbeiten

Belgirate seit 1982 ist Sitz des Premio Internazionale di Poesia Guido Gozzano, der von der lokalen Pro Loco organisiert wird. Der Preis, der bis 2006 von Professor und Philosoph Pietro Prini geleitet wird, findet jedes Jahr im Hotel Villa Carlotta statt.

TourismusBearbeiten

In Belgirate war der Tourismus schon immer eine sehr wichtige Aktivität, so sehr, dass berühmte Persönlichkeiten und berühmte Schriftsteller dort geblieben sind: Antonio Fogazzaro, Gustave Flaubert, Goethe, Ernest Hemingway, Antonio Rosmini, Thomas Mann, Alessandro Manzoni, George Bernard Shaw, Giovanni Verga und Stendhal, die hier einige Seiten des Romans La Certosa di Parma geschrieben hat. Der Komponist Richard Wagner und der Orchesterdirigent Arturo Toscanini hier verbrachten ihre Ferien.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
  • Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Touring Club Italiano, Milano 1976, S. 656, Belgirate online (italienisch)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Belgirate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Belgirate (italienisch) auf tuttitalia.it/piemonte
  • Belgirate (italienisch) auf piemonte.indettaglio.it/ita/comuni
  • Belgirate (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Belgirate auf de.lagomaggiore.net, abgerufen 26. November 2015

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Chiesa vecchia di Santa Maria (italienisch) auf comune.belgirate.vb.it
  3. Chiesa parrocchiale della Purificazione della Vergine (italienisch) auf parrocchiadibelgirate.it
  4. Oratorium San Paolo (italienisch ) auf parrocchiadibelgirate.it