Beco

Suco in Osttimor
Beco
Beco in der Regenzeit (März 2021)
Daten
Fläche 108,31 km²[1]
Einwohnerzahl 3.759 (2015)[1]
Chefe de Suco Manuel Ferreira
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Aidantuic 490
Beco 825
Bibiatan 262
Haemanu 311
Halic 155
Holbolu 479
Lewalu 422
Maucola 268
Teda 173
Tobur 205
Zuwac 169
Der Suco Beco
Beco (Osttimor)
Beco
Beco
Koordinaten: 9° 13′ S, 125° 24′ O

Beco (ehemals Beco I) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Suai (Gemeinde Cova Lima).

Der OrtBearbeiten

 
Der Ort Beco in der Regenzeit

Das Dorf Beco liegt im Osten des Sucos Beco, nah der Grenze zum Verwaltungsamt Zumalai, direkt an der Straße zwischen den Ortschaften Suai und Zumalai, auf einer Meereshöhe von 115 m.[2] Nach Suai sind es etwa 21 km, nach Zumalai 8 km. Etwas südwestlich von Beco liegt die Siedlung Beco 1 (Beco I). In Beco gibt es eine medizinische Station, in Beco und in Beco 1 jeweils eine Grundschule und eine Schule zur Vorbereitung auf die Sekundärstufe (Escola Pre Secundaria Beco).[3][4] Freitags findet in Beco 1 ein Wochenmarkt statt.[5]

Der SucoBearbeiten

Beco
Orte Position[6] Höhe
Aidantuic 9° 14′ S, 125° 22′ O 97 m
Bakau 9° 14′ S, 125° 24′ O ?
Beco 9° 13′ S, 125° 24′ O 115 m
Beco 1 9° 13′ S, 125° 23′ O ?
Haemanu 9° 15′ S, 125° 21′ O 71 m
Lewalu 9° 8′ S, 125° 21′ O 276 m
Maucola 9° 12′ S, 125° 24′ O 100 m
Teda 9° 8′ S, 125° 20′ O 330 m
Tobur 9° 8′ S, 125° 19′ O 621 m
 
In der Aldeia Maucola

Im Suco Beco leben 3759 Einwohnern (2015), davon sind 1933 Männer und 1826 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 34,7 Einwohner/km². Im Suco gibt es 740 Haushalte.[1] Über 60 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Etwa 30 % sprechen Tetum Prasa, über 5 % Tetum Terik (vor allem in Lewalu), kleine Minderheiten Kemak oder Mambai.[7]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Beco eine Fläche von 113,39 km².[8] Nun sind es 108,31 km².[1] Westlich liegt der ebenfalls zu Suai gehörende Suco Labarai. Der Fluss Foura bildet einen Großteil der Grenze. Der Fluss Loumea folgt grob der Grenze zum Verwaltungsamt Zumalai mit seinem Suco Tashilin (ehemals Beco II), bis er schließlich im Süden in die Timorsee mündet. In den Loumea fließt der Zola, der in Beco entspringt. Im Norden liegt die Gemeinde Bobonaro mit seinen Sucos Molop (Verwaltungsamt Bobonaro), Guda und Lupal (beide im Verwaltungsamt Lolotoe).[9]

Quer durch den Süden des Sucos führt die südliche Küstenstraße, eine der wichtigsten Verkehrswege des Landes. An ihr liegen die Dörfer Haemanu, Aidantuic (Aidantuik), Beco 1, Beco und Maucola. Südlich der Straße liegt der Ort Bakau. Im äußersten Norden des Sucos befinden sich die Dörfer Tobur, Teda und Lewalu (Gala).[9] Alle genannten Orte verfügen jeweils über eine Grundschule. Lewalu verfügt zudem über einen Hubschrauberlandeplatz für Notfälle und eine medizinische Station.[4] Es gibt Pläne hier einen neuen Militärhafen der Marine Osttimors zu bauen, um von hier aus die Südküste und die Timorsee zu kontrollieren.

Im Suco befinden sich die elf Aldeias Aidantuic, Beco, Bibiatan, Haemanu, Halic, Holbolu, Leowalu, Maucola, Teda, Tobur und Zuwac.[10]

GeschichteBearbeiten

Der kleine Hafen Becos an der Timorsee spielte während der Schlacht um Timor im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle für den Nachschub der Alliierten und als Evakuierungspunkt. Am 9. August 1942 bombardierten die Japaner Beco.[11]

Die Bunak-Siedlungen von Suai bis Zumalai wurden erst in jüngerer Zeit gegründet. Die Region war davor unbewohnt. Diese Neugründungen haben noch Beziehungen mit ihren Herkunftsorten. So hat Beco tiefe Beziehungen zu Teda, im Norden des Sucos, auch wenn die Abwanderung bereits mehrere Generationen zurückliegt. Ihr Dialekt steht tatsächlich jenem der Lolotoe-Region nahe, auch wenn teilweise Vokabular aus dem Südwestdialekt übernommen wurde. Andere Siedlungen entstanden erst während der indonesischen Besatzungszeit, als komplette Dörfer aus dem Norden entlang der südlichen Küstenstraße um Zumalai neu angesiedelt wurden. Ihr Dialekt entspricht komplett jenem des Hochlandes.[12]

Im Suco Beco entstand 1976 eine base de apoio, in der von der FRETILIN Flüchtlinge vor der indonesischen Invasion angesiedelt wurden. Die Basis wurde später von den indonesischen Truppen zerstört.[13]

Am 10. August starb nahe Beco ein nepalesischer UN-Soldat im Kampf mit einer Miliz. Drei weitere nepalesische Soldaten und ein osttimoresischer Zivilist wurden verletzt.[14]

Auch in Beco gab es Schäden durch die Überschwemmungskatastrophe 2021. 45 Familien in Halic waren betroffen und eine Brücke stürzte ein.[15]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Manuel Ferreira zum Chefe de Suco gewählt[16] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[17] In der Liste der Wahlsieger von 2016 fehlt die Angabe für den Chefe de Suco von Beco.[18]

WeblinksBearbeiten

Commons: Beco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  4. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 449 kB)
  5. Cova Lima District Development Plan 2002/2003 (Memento des Originals vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.estatal.gov.tl (englisch; PDF-Datei; 2,24 MB)
  6. Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Direcção-Geral de Estatística DGE).
  7. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Beco (tetum; PDF; 8,3 MB)
  8. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  9. a b Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  10. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (Portugiesisch, PDF-Datei; 315 kB)
  11. COMMANDO CAMPAIGN SITES – EAST TIMOR: BOBONARO DISTRICT, MAROBO, 11. Januar 2020, abgerufen am 11. Januar 2020.
  12. Antoinette Schapper: Finding Bunaq: The homeland and expansion of the Bunaq in central Timor (Memento des Originals vom 24. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/epress.anu.edu.au, S. 177, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, 2011
  13. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento des Originals vom 28. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  14. AFP, Nepalese UN soldier dies after East Timor shooting, 10. August 2000
  15. Lusa: Número de mortos sobe para 21, maioria na capital, 5. April 2021, abgerufen am 5. April 2021.
  16. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  17. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 – Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  18. Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016, abgerufen am 17. Juni 2020.

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