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Beausoleil (nissart-okzitanisch: Bèusoulèu) ist eine französische Gemeinde mit 13.884 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Alpes-Maritimes in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Nizza.

Beausoleil
Bèusoulèu
Wappen von Beausoleil
Beausoleil (Frankreich)
Beausoleil
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes
Arrondissement Nizza
Kanton Beausoleil
Gemeindeverband Riviera Française
Koordinaten 43° 45′ N, 7° 25′ OKoordinaten: 43° 45′ N, 7° 25′ O
Höhe 40–621 m
Fläche 2,79 km2
Einwohner 13.884 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 4.976 Einw./km2
Postleitzahl 06240
INSEE-Code
Website www.villedebeausoleil.fr

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Beausoleil liegt nahe der Côte d’Azur und grenzt unmittelbar nordwestlich an das Fürstentum Monaco, wobei die Siedlungsgebiete auf fast 2,5 Kilometer Länge ineinander übergehen. Teilweise gehören Häuser auf einer Straßenseite zu Beausoleil, auf der gegenüberliegenden zu Monaco. Das Gemeindegebiet zieht sich in Richtung Nordwesten die Ausläufer der französischen Seealpen hinauf. Die Lage oberhalb Monacos bietet zahlreiche Aussichtspunkte wie den 291 m hohen Mont des Mules. Ganz im Norden der Gemeinde verläuft die Autoroute A8.

Nachbargemeinden sind im Norden Peille, im Nordosten Roquebrune-Cap-Martin, im Osten und Süden die monegassischen Stadtbezirke Jardin Exotique, Les Moneghetti, Ravin de Sainte-Dévote, Monte-Carlo und La Rousse sowie im Westen an das französische La Turbie.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde Beausoleil wurde 1904 durch Auslagerung aus dem Gemeindegebiet von La Turbie gegründet. Die Neuorganisation war wegen der enormen Bautätigkeit und den schnell steigenden Einwohnerzahlen an der Grenze zum Fürstentum Monaco notwendig geworden. Die neue Gemeinde sollte ursprünglich den Namen Monte-Carlo-Supérior erhalten. Nach Protesten durch das Fürstenhaus wurde der Name Beausoleil gewählt, um Touristen anzusprechen (beau ‚schön‘, soleil ‚Sonne‘).

Das starke Wachstum der neuen Gemeinde war vor allem auf die Entwicklung des Tourismus und des Glücksspiels in Monte Carlo zurückzuführen. Dort wurden viele Arbeitsplätze geschaffen, was Einwanderer aus Italien und der ländlichen Umgebung anzog.

Die Bausubstanz weist nahe der Grenze zum Fürstentum einige Gebäude der Belle Époque auf. Auf den Berghängen finden sich zahlreiche Villen.[1]

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 12.833
1968 14.144
1975 12.208
1982 11.664
1990 12.326
1999 12.775
2007 14.078
2012 13.272

Mit 13.884 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) gehört Beausoleil zu den 20 größten Gemeinden des Départements Alpes-Maritimes. Nachdem die Einwohnerzahl nach der Gründung der Gemeinde 1904 bis zum Beginn der 1920er Jahre auf über 8000 stieg, wurde danach ein weiteres Bevölkerungswachstum verzeichnet. Nach einer vorübergehenden Stagnation in den 1980er Jahren erfolgte seitdem wieder ein kontinuierlicher Anstieg.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Beausoleil

StädtepartnerschaftBearbeiten

Seit 1995 besteht eine Partnerschaft mit der oberitalienischen Stadt Alba.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Daniel Ducruet (* 1964), von 1995 bis 1996 der Ehemann von Stéphanie von Monaco, in Beausoleil geboren
  • Ange Mancini (* 1944), französischer Politiker, in Beausoleil geboren
  • Renée Saint-Cyr (1904–2004), französische Schauspielerin, in Beausoleil geboren
  • Armand Gatti (1924–2017), französischer Schriftsteller, Theater- und Filmregisseur, in Beausoleil aufgewachsen
  • Guillaume Apollinaire (1880–1918), französischer Autor, lebte zeitweise im Ortsteil Carnier
  • Léo Ferré (1916–1993), französischer Chansonnier, lebte während des Zweiten Weltkriegs in Beausoleil

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes des Alpes-Maritimes. Flohic Editions, Band 1, Paris 2000, ISBN 2-84234-071-X, S. 131–139.

BelegeBearbeiten

  1. villedebeausoleil.fr
  2. cassini – Bevölkerungszahlen
  3. Eintrag Nr. PA00080665 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Eintrag Nr. PA00080928 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Le sanctuaire Saint-Joseph. In: beausoleil-tourisme.com. Abgerufen am 10. Dezember 2016 (französisch).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Beausoleil – Sammlung von Bildern