Bazon Brock

deutscher Kunst- und Kulturtheoretiker, Professor für Ästhetik

Bazon Brock[1] (eigentlich Jürgen Johannes Hermann Brock[2]; * 2. Juni 1936 in Stolp in Pommern) ist emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal, „Denker im Dienst“, „Künstler ohne Werk“ und Kunsttheoretiker. Brock gilt als Vertreter der Fluxus-Bewegung.[3]

Bazon Brock auf der See-Conference 2017
Bazon Brock und der Künstler Andreas Paeslack 2004 als Schirmherren des Projektes „Im Namen der Kunst“

LebenBearbeiten

„Ich stamme ‚aus dem Osten‘, daher, wo heute Polen ist. Und wo auch Polen bleiben wird. Geboren bin ich in Stolp/Pom., als sich in Frankreich die Volksfront schloß, auf den Tag genau – und zur selben Stunde und Minute, zu der auch der Herr de SADE auf die Welt kam.

Nun, Sie wissen ja, wie das geht … Mütterlicherseits Lehrer und Leute aus Strassbourg, (sic!) väterlicherseits Hartköpfe […]. Er [der Großvater] begründete ‚Herm. Brock Brotfabrik‘.“[4]

Im Zweiten Weltkrieg erlitt Brock eine schwere Vergiftung durch eine Phosphorbombe, unter der er bis heute leidet.[5] Sein Vater wurde vom sowjetischen Militär zum Tode verurteilt und erschossen:[5]

„Mit 8 3/4 Jahren nahm ich als Kinderkrieger in den Ruinen von Danzig, Zopot, Oliva, Gothenhafen (sic!) und Hela an der Endphase des Krieges teil. Anschließend verbrachte ich Wochen in Lazaretten und 30 Monate in Flüchtlingslagern. Ich verlor meinen Vater und die Heimat mit Haus und Hof und allem Besitz der Familie; im Lager verhungerten meine zwei jüngeren Geschwister und ein kleiner Cousin – wie alle Kinder unter 4 Jahren in dänischen Flüchtlingslagern 1945/46.“[6]

Nach der Flucht aus Pommern über die Ostsee und zwei Jahren im dänischen Flüchtlingslager kam er nach Itzehoe und besuchte dort das humanistische Gymnasium Kaiser-Karl-Schule Itzehoe. Der Name Bazon stammt von Brocks Lehrer Max Tiessen.[7] Brock schreibt dazu in seiner frühen Publikation Bazon Brock, was machen Sie jetzt so? von 1968, dass er diesen Schmähnamen in einen Ehrennamen umgewandelt hat:(*)

„Bazon ist der ‚Schwätzer‘, von griechisch bazo abgeleitet. Offensichtlich hat der Oberstudiendirektor Max TIESSEN Anlaß gehabt, mich mit diesem Namen zu belegen. Im Lateinischen [gemeint ist der Lateinunterricht] hieß ich Sophie, die Weisheit. Ich hielt mich an die Tradition der Beinamengebung. Aus schmähenden Kennzeichnungen werden Ehrennamen. Schwätzer Brock schien mir schon weit auf dem Wege fortgeschritten von der Schmähung zur Ehrung. Die soziale Korrespondenzform ‚Schwätzen‘ hat sich im Bereich meines Faches durchgesetzt.“[8]

Anmerkung zum Zitat:
(*) Das Verb βάζειν bázein (Infinitiv) bzw. βάζω bázo (lexikalische Grundform) bedeutet „reden, sprechen“, aber auch „schwatzen“.[9] Bazon, altgriechisch βάζων ([ˈbatsoːn]), ist das dazu gehörende Partizip Präsens Aktiv, wörtlich „schwatzend, der Schwatzende“, und kann mit „der Schwätzer“ übersetzt werden. „Sophie“, genauer sophia, ist allerdings nicht lateinisch, sondern ebenfalls griechisch (σοφία); die Übersetzung ist jedoch korrekt. Gleichwohl übernahm das Latein in der Antike sehr viele griechische Begriffe und die Lehrer mögen ihn wirklich so tituliert haben. Das echt lateinische Pendant wäre aber Sapientia.

Ab 1957 absolvierte er eine Dramaturgie-Ausbildung bei Rudolf Sellner und Claus Bremer am Landestheater Darmstadt und arbeitete ab 1960 als Dramaturg, zunächst am Stadttheater Luzern. Von 1957 bis 1964 studierte er parallel Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaften in Zürich, Hamburg und Frankfurt am Main.[10] Ebenfalls ab 1957 schrieb er erste Aktionslehrstücke und es erfolgten erste Publikationen, z. B. der Lyrikband Kotflügel, Kotflügel (Itzehoe/Basel 1957). Das Fach Kunst, mit dem er oft in Zusammenhang gebracht wird, studierte er nicht universitär. Er gilt dennoch als ausgewiesener Kunstkenner, sowohl historischer als auch zeitgenössischer Werke. Er beteiligte sich zusammen mit Friedensreich Hundertwasser, Joseph Beuys, Wolf Vostell, Nam June Paik, Tomas Schmit und anderen an künstlerischen Aktionen und Happenings. So war er beispielsweise am Festival der Neuen Kunst am 20. April 1964 in Aachen und 1965 am 24-Stunden-Happening der Galerie Parnass in Wuppertal beteiligt.

 
Bazon Brock am 1. Mai 2006 in Köln anlässlich seiner Ausstellung im Museum Ludwig – am Dionysos-Brunnen ein Brunnen-Orakel begründend

Nach dem Studium und ersten Lehraufträgen wurde Brock als ordentlicher Professor (1965–1976) an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg berufen, 1970 als Gastdozent für Kunsttheorie und Neue Medien an die Kölner Werkschulen, später, zwischen 1977 und 1980 als Professor an die Universität für angewandte Kunst Wien. Anschließend übernahm er die Professur für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal, wo er 2001 emeritiert wurde.[11]

Am 21. November 1992 wurde ihm der Ehrendoktor der Technischen Wissenschaften von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und 2012 die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe verliehen. 2014 erhielt er die Honorarprofessur für Prophetie an der HBKsaar, Saarbrücken. Im Jahr 2010 war Brock Fellow am Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik-Stiftung Weimar.[12] Er ist Mitglied im P.E.N.-Club Liechtenstein, einem Zentrum der internationalen Schriftstellervereinigung P.E.N. 2004 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Im Jahr 2016 erhielt er den Von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal[13] und 2017 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.[14]

Von 2011 bis 2019 betrieb er die Denkerei mit dem „Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen“ in Berlin, die seit der Schließung des Standorts als „Denkerei mobil“ mit Veranstaltungen an wechselnden Orten fortbesteht.[15] Brock lebt in Wuppertal-Cronenberg und Berlin.

ArbeitBearbeiten

 
Zitat von Bazon Brock auf einem Schild in Berlin (Sophie-Gips-Höfe)

Brocks Arbeitsschwerpunkte und wichtigste Theoreme finden sich in seinem Werk: Bazon Brock: THEOREME. Er lebte, liebte, lehrte und starb. Was hat er sich dabei gedacht? Hrsg. von Marina Sawall. Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König, 2017,[16] das eine gute Übersicht und Einführung in das Brocksche Denken und sein Werk bietet. Eine gute Übersicht über das Werk von Bazon Brock bieten Nicola Stratmanns Buch Bazon Brock: Der Selbstfesselungskünstler[17] und die Dissertation von Andrea Seyfarth „Selbstreflexive Avantgarde. Bazon Brock über Innovation und Innovation und Tradition“ (Friedrich-Schiller-Universität Jena, 2020).

Ästhetik als VermittlungBearbeiten

Den Begriff „Ästhetik als Vermittlung“[18] prägte Brock in seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 1977, in dem er seine wichtigsten Veröffentlichungen von 1957-1977 und alle bis dahin absolvierten Veranstaltungen auflistet und viele davon auch vorstellt.[19] Die „Ästhetik als Vermittlung“ ist zugleich sein zentrales Lehr- und Aktionskonzept, zu dem auch die Aktionslehrstücke – sogenannte „Action Teachings“[20] mit „Theoretischen Objekten“[21] gehören. Die „Theoretischen Objekte“ (z. B. das „Reißverschlusskleid“ (1967), die „Literaturbleche“ (1967–70) oder die „Goldenen Essstäbchen“ (1980/2013)[22]) bezeichnet Brock auch als „cognitive tools“, da er sie als Erkenntniswerkzeuge ansieht, mit denen er abstrakte Theorien anschaulich zu machen versucht. Er verwendet sie auch in den von ihm begründeten „Bürger- und Besucherschulen“[23]. Letztere haben eine Professionalisierung der Bürger zum Ziel (Untergruppen sind Rezipienten, Konsumenten, Patienten, Wähler und Gläubige).[24] Sein Anliegen ist es, das Publikum darin zu unterstützen, Orientierung im Alltag zu finden, Widersprüche auszuhalten, unlösbare Probleme zu „bemeistern“, und ihrem Leben durch Persönlichkeitsbildung und Stärkung der Urteilskraft einen Sinnzusammenhang zu geben. Neben den Besucherschulen war dafür das Studium Generale Der professionalisierte Bürger (2010–2012) an der HfG Karlsruhe beispielgebend. Action Teachings und Ausstellungen, die sich konkret darauf beziehen, sind etwa: „A-Männer, B-Männer“ (1966), „Ich inszeniere Ihr Leben“ (1970)[25], Persönlichkeit werden … zum höchsten Glück auf Erden (1978)[26], „Selbsterregung – eine rhetorische Oper zur Erzwingung der Gefühle“ (1986-1991)[27].

Zur „Ästhetik als Vermittlung“ gehört die Mitte der 1960er Jahre von Brock begründete „Nichtnormative Ästhetik“[28], bei der normative ästhetische Theorien „zugunsten von beobachtender und beschreibender Entfaltung der Phänomene“ der Alltagswelt aufgegeben werden und nach neuen Lehrvermittlungsformen gesucht wird. Diese fand Brock dann mit den „Action Teachings“ und „theoretischen Objekten“ als Erkenntniswerkzeugen.

Action TeachingBearbeiten

Die Vermittlungsform des Action Teachings (Aktionslehrstück) ist ein zentraler Teil der „Ästhetik als Vermittlung“. Das Publikum wird zum eigentlichen Akteur.

„Den Begriff des ‚Action Teaching‘ verwendete ich (wie auch Allan Kaprow) seit 1959. Für meine Generation, also für Leute, die ab Ende der 50er Jahre aktiv wurden, hat Robert Filliou in seinem 1970 bei Walther König erschienenen Werk ‚Lehren und Lernen als Aufführungskünste‘ die Positionen markiert. Filliou betrieb damals in Paris seine ‚Galerie auf dem behüteten Kopf‘. Ich traf ihn zusammen mit Daniel Spoerri mehr oder weniger regelmäßig. Uns allen kam es darauf an, analog zum investigativen Journalismus die investigative Kunst zu entwickeln, an der sich gleichermaßen Künstler wie Publikum beteiligten. Im Happening etwa war intendiert, dass Akteure und Zuschauer in problematisierende Vorgaben einbezogen wurden, aber die Erwartungen des Publikums blieben zu stark an gesellschaftliche Ereignisformen wie Fest und Feier oder Spaßhaben bei Überbietungsauffälligkeiten gebunden. Wir fanden, dass das Verhältnis von Aktion und Rezeption auf den Kern reduziert werden sollte: auf das Parallelswingen von Redner und Hörer, auf die Resonanz des Lehrenden im Lernenden, auf die Spiegelung des Vorgeführten in den Augen der Neugierigen, auf den Paarlauf von Künstler und Publikum. Es sollte dem Publikum nahegebracht werden, die Rezeptionstätigkeit als eine Aktivität zu verstehen und nicht länger als ein passives Aufnehmen. Ich wählte das ‚Action Teaching’, weil das Publikum selbst in der Art, wie es rezipiert, den Sprechenden, den Rhetor, den Künstler, den Vorführenden etwas lehrt, der selbst wiederum nicht nur situativ darauf eingeht, was im Publikum passiert, sondern das Publikum als den eigentlichen Akteur fordert.“[29]

BesucherschuleBearbeiten

Auf der Kasseler documenta 4 1968 richtete Brock erstmals eine „Besucherschule“ ein, die den Besuchern der documenta Verständnis und Aneignungstechniken für zeitgenössische Kunst vermitteln sollte:

„Die Programme wurden als Multivisionen (Dia, Video, Film, Tonband) vorgeführt. Etwa zehn Mal pro Woche habe ich die Besucherschule auch live als Action Teaching abgehalten.“[30]

„Während der Besucherschule zur documenta 4 (Kassel 1968) versuchte ich, meinem Selbstzahlerpublikum den Dauerlauf durch die zeitgenössische Kunstszene durch einige erquickende Zwischenhalts zu erleichtern. Einer von ihnen bestand in der Aufforderung, vor einem Gemälde der Alltagssentenz nachzukommen: ‚Das Bild spricht mich an.‘ Dabei sollte jeder Teilnehmer für sich dem Bild gegenüber nur die Rezeptionsform Zuhören ausbilden. Hin-Sehen, aber nur Zu-Hören. Wer spricht, wenn das Bild spricht?“[31]

In Form eines „audiovisuellen Vorworts“ hat Brock seine Besucherschule auf der von Harald Szeemann kuratierten documenta 5 1972 angeboten, an deren Konzeption er wesentlich beteiligt war. Weitere Besucherschulen gab es auf der documenta 6 1977 und documenta 7 1982. Zur documenta 8 1987 entwickelte er sein Besucherschulkonzept in Form eines Fernseh-, Radio- und Katalogbeitrags und zur documenta 9 1992 als Video (mit dem Titel Der Körper des Kunstbetrachters).[32]

Themen der Besucherschulen: [33]

  • „Der Ausstieg aus der Wand – die Aufhebung des Bildes im Environment. Das sprechende Bild ist da“ (documenta 4)
  • „Zur Frage nach dem Wirklichkeitsanspruch der Bilder“ (documenta 5)
  • „Die Bedeutung steckt nicht in den Dingen wie der Keks in der Schachtel. Bedeutung entsteht durch Unterscheiden.“ (documenta 6)
  • „Die Hässlichkeit des Schönen“ (documenta 7)
  • „Selbstfesselungskünstler zwischen Gottsucherbanden und Unterhaltungsidioten“ (documenta 8)
  • „Der Körper des Kunstbetrachters“ (documenta 9)

Grundlegend für die Entwicklung der Besucherschule als einer frühen Form der Kunstvermittlung war Brocks Anspruch, das Publikum „zu befähigen, das Gezeigte zu bewerten, indem man es auch das Nicht-Gezeigte kennen lernen lässt“. Die Besucherschule war seine Reaktion darauf, dass – wohl aus Kostengründen – „keiner der Verantwortlichen […] mit meiner Idee einverstanden [war], zur Professionalisierung der Betrachter zwei documentas zu veranstalten. Eine documenta, auf der die neueste und wichtigste Kunst präsentiert wird, und eine zweite, die zeigte, was nicht ausgestellt wurde. Im Sinne der Professionalisierung ist es nämlich notwendig, dass der Betrachter weiß, was der Kurator zeigt. Das kann er aber nur dann wissen, wenn er Kenntnis davon hat, was der Kurator nicht zeigt.“[34]

In den 1980er und 1990er Jahren setzte er die Besucherschule bei den Kunstmessen Art Frankfurt und Art Basel fort. Im Mai und Juni 2009 nahm Brock anlässlich der Ausstellung 60 Jahre – 60 Werke, Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland im Berliner Martin-Gropius-Bau seinen Ansatz mit einer täglichen Besucherschule wieder auf.

Als zeitgemäße Weiterentwicklung der Besucherschule initiierte Bazon Brock 2010 das Studium Generale Der professionalisierte Bürger an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Drei Jahre lang wurden dort kostenlose Ausbildungsangebote für „Diplom-Rezipienten, Diplom-Patienten, Diplom-Konsumenten, Diplom-Bürger und Diplom-Gläubige“ angeboten. Eine weitere Ergänzung stellt die Denkerei in Berlin-Kreuzberg dar, die zum 1. Mai 2019 die Räume am Oranienplatz verlassen musste.[35] Das Konzept der Denkerei wird mit Veranstaltungen an wechselnden Orten weitergeführt.[35]

Weitere Themen und TheoremeBearbeiten

  • „Apokalyptisches Denken“[36]: Nur mit apokalyptischem Denken im Sinne des „vom Ende her Denkens“ oder „mit dem Ende rechnen“ lasse sich begründeter Optimismus gewinnen. Dabei könne der Mensch die Fähigkeit zu antizipieren dazu nutzen, das, was „im Bereich des Möglichen liegt, in seiner Wirkung auf das Reale zu bewerten.“[37]
  • „Archäologie des Alltags“: Bestrebung, das Vergangene als Gegenwärtiges zu sehen. „Darin liegt die Möglichkeit, das Gegenwärtige nicht nur als eine unumstößliche Konsequenz des Gewesenen zu sehen, sondern als eine historische Erscheinungsweise dessen, was möglich oder zukünftig wäre.“[38]
  • „Ästhetik des Unterlassens“: Brock will mit dem Unterlassen als Strategie der „Selbstfesselung“ „eine dritte Position des Handelns zwischen Täter-Philosophie und Opfer-Theologie“ schaffen, „die unsere bisherige kulturgeschichtliche Diskussion beherrschen“[39]. Siehe auch die 2007 in München gegründete Gruppe „Asketen des Luxus“[40] mit Wolfgang Ullrich, Stephanie Senge und Bazon Brock. Ihr Motto lautet: „Askese heißt Ethik des Unterlassens als anspruchsvollste Form des Tuns.“[41] Siehe weiterhin die Unterpunkte „Geschichte des Nichtgeschehenen“ und „Verbotener Ernstfall“.
  • „Aufklärung als Ent-Täuschung“: „Die Befreiung von der Täuschbarkeit gelingt nur, indem man sie jederzeit für möglich hält. Also gelingt Aufklärung immer nur durch Ent-Täuschung.“[42]
  • „Autorität durch Autorschaft“: Sie beruht auf der Freiheit der Künste und Wissenschaften. Autor sei seit dem 14. Jahrhundert (z. B. mit Petrarca) „wer seine Aussagen ausschließlich durch sich selbst begründet“, hinter dem also keine weitere Autorität wie Kirche, Markt oder ein Fürst stehe. Weil sie keine Macht hinter sich hätten, seien die Autoren seitdem gezwungen, „ihre Aussagen so ‚interessant‘ zu gestalten, dass man ihnen weder in der Furcht vor Bestrafung für Missachtung, noch in der Hoffnung auf Belohnung für Zustimmungsschmeichelei folgte – es ging vielmehr um die Sachen selber“. In diesem Prinzip sieht Brock ein europäisches Alleinstellungsmerkmal, das in der unmittelbaren Beziehung des Individuums zu Gott im Christentum vorgeprägt sei.[43]
  • Avantgardetheorie: Avantgarde ist laut Brock „sinnvollerweise nur das, was uns zwingt, neue Traditionen aufzubauen.“ Entscheidend sei nicht, etwas völlig Neues in die Welt zu setzen, denn „wenn etwas tatsächlich neu ist, dann ist es nichts als neu, hat keine anderen Bestimmungen“; vielmehr gelingt es den Avantgarden, den Blick auf das Alte so zu verändern, dass es „plötzlich wie neu erscheint, als ob man es noch nie gesehen hätte“.[44]
  • „Barbar als Kulturheld“: das gleichnamige Buch mit Schriften aus den Jahren 1991–2002 erschien im Jahr 2002.[45] Der Barbar als Kulturheld verkörpert den Kulturheroismus, dem sich auch mancher Künstler nicht entziehen kann, wenn er sein Schaffen einer religiösen Anschauung, einer Ideologie oder auch den Interessen des Kunstmarkts unterordnet, statt wie der Vertreter des von Brock propagierten Prinzips „Autorität durch Autorschaft“ zu versuchen, nur aus sich heraus seine Aussagen zu vertreten und dafür auch bereit zu sein, auf Erfolg und Anerkennung zu verzichten: „Gutmeinenden Zeitgenossen dürfte die Behauptung, der Barbar sei die entscheidende Leitfigur für Künstler im 20. Jahrhundert, gegen den Strich gehen. Diese Zartfühler haben sich angewöhnt, kulturelles Schaffen der bildenden Künstler, der Literaten, der Architekten und Musiker für das Gegenteil von Barbarei zu halten. Man behauptet nur zu gerne, die Kulturschaffenden repräsentierten das Schöpferische und Gute im Menschen, das sie mit ihren Werken gegen den Zugriff der Macht, des Egoismus und der kulturellen Gleichgültigkeit verteidigten. Obwohl man solche Sehnsucht mitempfinden kann – die Sehnsucht nach dem schönen Bild der Entgegensetzung von hoher Kunst und niederen Marktinteressen, von reinen Werkideen und schmutziger Politik –, läßt sich dieses Bild beim besten Willen aus der Geschichte des Kunstschaffens im 19. und 20. Jahrhundert nicht bestätigen.“[46]
  • „Behälterwissenschaft“/Containment (z. B. des Atommülls, besonders in der Konzeption der „Kathedralen für den strahlenden Müll“,[47] siehe auch „Konsum- und Mülltheorie“)
  • Bildwissenschaft (darunter Themen wie „Bildsprache“, „Bilderkrieg“/„Bilderstreit“), siehe z. B. das Kapitel „Der Wirklichkeitsanspruch der Bilder – Vom Bilderkrieg zur Besucherschulung“ in: Bazon Brock: Ästhetik als Vermittlung. Hrsg. von Karla Fohrbeck. Köln: DuMont, 1977, S. 264 ff., in dem mehrere Texte aus diesem Themenbereich versammelt sind.
  • „Bürger- und Besucherschulen“ (siehe „Ästhetik als Vermittlung“, Unterpunkt „Besucherschulen“ und die Übersichtsseite auf der Website von Bazon Brock[48])
  • Designtheorie (siehe zu den vielfältigen Veröffentlichungen und Aktionen in diesem Bereich die Übersichtsseite „Design“ auf der Website von Bazon Brock[49]; 1972 begründete er den Begriff des „Sozio-Design“ als dem „Einfluß der Gestaltung auf ihre Nutzer“. So erzeuge beispielsweise die „Gestaltung von Leitstangen vor Schaltern (...) die soziale Formation ‚Schlange stehen‘. Daher bedeutet Information, sich in eine soziale Form einzustellen.“[50])
  • „Evidenzkritik durch Evidenzerzeugung“ und das „Faken“ (siehe z. B.: „Kunst als Evidenzkritik – Erkenntnisstiftung durch wahre Falschheit“[51])
  • „Experimentelle Kulturgeschichtsschreibung“: In Texten und Action Teachings zu diesem Theorem zeigt Brock, dass auch die nicht realisierten Möglichkeiten, die sich im Leben geboten haben oder hätten bieten können – sei es bei der Partner-, Wohnort- oder Berufswahl – das weitere Leben mitbestimmen: „Jeder Sinn für das Wirkliche provoziert den Sinn für das Mögliche und jede Verwirklichung einer Möglichkeit ruft den unstillbaren Wunsch hervor, sich auch andere der Möglichkeiten offenzuhalten.“[52]
  • „Gerüchteverbreitung/Rumorologie“ (so gründete er 1961 das „Institut für Gerüchteverbreitung“): Der „kundige Gerüchteverbreiter“ sei sich darüber im Klaren, „daß seine Erzählungen über die Abwesenden Projektionen sind, d. h. Versuche, sich in das Erzählte einzukopieren. Gerüchte sagen mehr über die, die sie verbreiten, zwangsläufig abweichend und variierend verbreiten, als über die Personen oder Ereignisse, denen sie scheinbar gelten.“[53]
  • „Geschichte des Nichtgeschehenen“ (siehe auch „Ästhetik des Unterlassens“): „Notwendigerweise wird also Kulturgeschichte wie Geschichte überhaupt unter dem Gesichtspunkt des Unterlassens und Verhinderns geschrieben werden müssen. Denn unserem Theorem vom Verbotenen Ernstfall zufolge ist die Eichung kultureller Aktivitäten immer am Maßstab des Nichtgeschehenden, weil aktiv Unterlassenen, vorzunehmen, weshalb in die Geschichtsschreibung und in die politische Prospektion auch jene Ereignisse als bestimmend, großartig oder folgenreich aufzunehmen sind, die nicht geschahen, weil man sie verhinderte. Die Geschichte dessen, was nicht geschah, die Geschichte des Verhinderns, des Unterlassens oder des Nichttuns gilt es, in politischer, sozialer und vor allem kultureller Hinsicht zu entwickeln.“[54]
  • „Hundekunde/Kynologie“:[55] zahlreiche Veranstaltungen dazu haben in der Berliner Denkerei stattgefunden.
  • „Kabarettistische Vernunft“: Konzept, das sich an der kritisierenden Funktion des Kabaretts orientiert, und zugleich Titel des bisher zweibändigen Werkes „Kritik der kabarettistischen Vernunft“ (Berlin: Distanz-Verlag, 2016 (Bd. 1)[56] und 2020 (Bd. 2)[57]
  • Konsum- und Mülltheorie: seit den 1960er Jahren hat Brock Aktionen zum Konsumverhalten in der Wegwerfgesellschaft durchgeführt, wobei er immer wieder darauf hinweist, dass zum „In-die-Welt-Bringen“ notwendig auch Konzepte des „Aus-der-Welt-Bringens“ gehören müssen.[1] Aktionen zu diesem Thema sind zum Beispiel „Gott und Müll“ im Rahmen des Action Teachings „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ (2006)[58] oder „Der Konsument als Weltverschlinger“ mit Stephanie Senge und Wolfgang Ullrich, München 2007 (DVD 2010))[2]
  • kulturelle Identität (vor allem am Beispiel Europa, für das er „Einheit durch Verschiedenheit“ proklamiert, bei der es darauf ankomme, sich gegenseitig zu würdigen, denn „nur durch die Anerkennung der Unterschiede zwischen den nationalen Kulturstaaten kann sich ihre Einheit entwickeln. […] Ein ‚guter Europäer‘ versteht es, die Charakteristika von konkurrierenden Kulturen zueinander in Beziehung zu setzen und sie damit in ihrer Einmaligkeit anzuerkennen.“[59])
  • „Kunst und Krieg“: Dieses Thema diskutierte die „Forschergruppe Kultur und Strategie“ auf zwei Kongressen in Berlin und Bonn 2001, auch angesichts der Anschläge auf das New Yorker World Trade Center vom 11. September 2001. Das Ergebnis war „die Diagnose eines bestürzend engen Zusammenhangs zwischen Krieg und Kultur in allen ihren Sparten: von der Fernsehunterhaltung bis zum Historiengemälde, von der Architektur bis zum Design der Vernichtung, vom Computerspiel bis zu den unmenschlichen, weil ohne Menschen betriebenen Waffengängen – überall orientiert sich die „Kulturmenschheit“ am barbarischen Ernstfall des Krieges.“ (Aus dem Klappentext der Publikation Krieg und Kunst, hrsg. von Bazon Brock u. Gerline Koschik, mit Beiträgen von Bazon Brock, Dirk Baecker, Chantal Mouffe, Boris Groys, Friedrich Kittler, Klaus Theweleit, Peter Sloterdijk u. a. München 2002).[60]
  • Kunstvermittlung (siehe „Ästhetik als Vermittlung“ und die „Besucherschulen“) und „theoretische Kunst“[61]
  • Memorial- und Gedächtnistheater (weitere Form der „Ästhetik als Vermittlung“), umgesetzt zum Beispiel im Rahmen des Action Teachings „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ (2006)[62]
  • „Mihilismus“:[63] Diesen Begriff hat Brock geprägt. Er sieht ihn als Gegenstück zum Egoismus und dem Zwang zur Selbstverwirklichung, die so stark zugenommen hätten, dass man sich „auf kein Du mehr verlassen kann“. Mihilismus meine das, „was mir als Individuum zugemutet wird, an Urteilen, Verantwortlichkeiten, Risiken, ohne daß ich dafür hinreichend oder in besonderer Weise ausgerüstet oder qualifiziert wäre“.[64]
  • „Musealisierung als Zivilisationsstrategie“:[65] Dieses Theorem hat Brock vor allem in seinem Action Teaching „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ (2006 in 11 Museen und Theatern in 11 Städten vorgestellt. Dieser Aktion war der Aufruf „Macht Euch fit, um als Museum der Welt ansehenswürdig zu werden. Musealisiert Euch!“[66] vorangestellt. Brock geht davon aus, dass Europas Zukunft darin liegt, ein Museum zu sein, in dem sich „Europas Errungenschaften wie Demokratie, Rechtsstaat, Sozialstaat, Säkularisierung, Würde des einzelnen Menschen, Freiheit der Wissenschaften und Künste“ begutachten lassen. Im Gegenzug sieht Brock in der Musealisierung laut Nicole Stratmann auch die Chance, nicht nur „möglichst viel Vergangenes im Museum einzulagern“, sondern „gleichermaßen Zukünfte in der Gegenwart als Handlungsmöglichkeiten“ zu entfalten.[67]
  • „Negative Affirmation“/„Affirmationsstrategie“: Dieses Theorem, bei dem es darum geht, „Widerstand durch 150%ige Zustimmung zu erreichen“[68], lässt sich am besten mit zwei Zitaten von Bazon Brock erläutern: „Die stärkste Kraft des Widerstands ist das Ja-Sagen.“[69] „Der Begriff der negativen Affirmation soll besagen, daß es bei der ausdrücklichen Bejahung eines Aussagenanspruchs nicht darum gehen soll, ihn auch zu akzeptieren – gar als Feststellung der Wahrheit; sondern es geht darum, durch vorbehaltlose Bejahung die Konsequenzen des Aussagenanspruchs aus sich selbst heraus aufzulösen.“[70]
  • „Neuronale Ästhetik“ und „Imaging Sciences“/Bildende Wissenschaften: Diese Schwerpunkte etablierte Brock am Fachbereich „Architektur, Kunst, Design, Musik“ der Bergischen Universität Wuppertal, dessen Dekan er gewesen ist. Bereits im Oktober 1978 präsentierte Brock im Rahmen des Steirischen Herbstes in Graz Die neurophysiologischen Grundlagen jeder Ästhetik. 1993 fand in Bonn das von Olaf Breidbach, Bazon Brock und Detlef B. Linke organisierte Symposion Neuronale Ästhetik – Hirnbilder und Menschenbilder statt:

„Mit der ‚Neuronalen Ästhetik‘ soll der Versuch gekennzeichnet werden, die begriffliche Fassung neuronaler Prozesse selber als ästhetische Operation zu entfalten und über korrespondierende Analogien zwischen ‚natürlichen‘, alltäglichen, jedermann von Natur aus beherrschbaren Aktivierungen seines Weltbildapparates und den weltbildkonstituierenden Operationen der Wissenschaftler und Künstler, die ja auch nur über denselben Apparat wie jedermann verfügen, erweiterte und modifizierte Konfrontationen des Geistes und des Prinzips Leben mit ihren Verkörperungsformen zu schaffen.“

Bazon Brock[71][72]
  • „Normative Kraft des Kontrafaktischen“:[73] Im Gegensatz zur von Georg Jellinek geprägten „Normativität des Faktischen“ spricht Brock von der „Normativität des Kontrafaktischen“:

„Kulturen können keine Wirklichkeit außer ihrer eigenen anerkennen; diese Wirklichkeit wird wesentlich durch andere Kulturen bestimmt, die man entweder unter die eigene Macht zu zwingen versucht oder, soweit das nicht gelingt, als feindliche Antipoden zur Stärkung des eignen inneren Zusammenhalts offensiv nutzt. Denn schließlich sind Kulturen Überlebenskampfgemeinschaften. Die eignen kulturell-religiösen Gewißheiten auch nur in Frage zu stellen, käme der Bereitschaft gleich, sich selbst aufzugeben. Um das zu verhindern, unterwerfen alle Kulturen und Religionsgemeinschaften ihre Mitglieder der Normativität des Kontrafaktischen, also der verbindlichen Durchsetzung der Selbstgewißheiten gerade, weil sie nicht mit denen anderer übereinstimmen.“[74]

  • „Arbeit an prinzipiell unlösbaren Problemen“[75] : Im Vordergrund steht die Einsicht, dass es Probleme gibt, vor die sich alle Menschen gestellt sehen und die nicht gelöst werden können – auch wenn man immer wieder hofft, Lösungen finden zu können. Ein Beispiel dafür ist laut Brock die Lagerung von radioaktiven Abfällen mit ihrer extrem langen Halbwertzeit. Jede „Lösung“ könne hier nur eine Teillösung sein, da sie wieder neue Probleme hervorrufe. Ein weiteres Beispiel dafür seien die Nebenwirkungen von Medikamenten. Die „Arbeit an unlösbaren Problemen“ führt Brock konkret mit seinem Publikum durch. Mit seinen Vorträgen und Aktionen will er auf Möglichkeiten hinweisen, wie eine Gesellschaft und auch jeder Einzelne mit der Einsicht in die Unlösbarkeit umgehen kann, um dabei nicht resignieren zu müssen. So könnten diese Probleme zwar nicht gelöst, aber immerhin „bemeistert“ werden.[3] Siehe dazu auch die von Bazon Brock gegründete Denkerei mit dem „Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen“[76].
  • Polemosophie: Bazon Brock sieht sich selbst als Polemosophen, der radikal kritisiert: „Wenn es in Griechenland hieß, der Polemos sei der Initiator, der Vater aller Dinge, dann ist das nicht der Krieg, wie dies immer übersetzt wird, sondern tatsächlich die Kritik, d. h. die Fähigkeit, in radikalster Weise einen Geltungsanspruch zu bestreiten.“[77]
  • Ruinentheorie: „Alles, was entsteht, ist wert, weil es zugrunde geht. Wir müssen lernen, die Gegenwart als zukünftige Vergangenheit zu beurteilen.“[78]
  • Theologie mit den Schwerpunkten „Einheit von Glauben und Wissen“[4], „Immanente Transzendenz“,[79] „Technotheologie“[80] und „Theopoesie“[81]
  • „Theoretische Objekte“, auch „cognitive tools“/Erkenntniswerkzeuge (siehe „Ästhetik als Vermittlung“) und die Übersichtsseite auf der Website von Bazon Brock[82]
  • Verbotener Ernstfall“:[83] Das Gebot, den Ernstfall zu verbieten, und ihm den Normalfall als wünschenswerten Dauerzustand gegenüberzustellen, ist Teil von Brocks Zivilisationsstrategie, die sich angesichts der Katastrophen des 20. Jahrhunderts besonders in der bereits genannten „Ästhetik des Unterlassens“ und dem Hinweis auf die Bedeutung der „Geschichte des Nichtgeschehenen“ ausdrückt.
  • Virtuelle Realität – realisierte Virtualität“: „Eine ganze Generation ist durch e-Gurus verführt worden, von Zeichenwelten als virtual realities zu sprechen und Gebrauch zu machen. Aber eine Wirklichkeit ist eben keine, wenn sie virtuell ist. Simple Begriffsarbeit würde die Richtigstellung ermöglichen, dass es sich bei den besagten Zeichengebungsverfahren um realisierte Virtualität, also um materiell repräsentierte Gedanken, Vorstellungen, Begriffe und dergleichen innerpsychische Operationen handelt. Wir stehen von Natur aus unter Vergegenständlichungszwang, fachwissenschaftlich heißt das, wir sind auf embodiment, also Verkörperung geistiger, seelischer, emotionaler und anderer intrapsychischer Kräfte angewiesen, da sich diese Kräfte ja nur dann als gegeben erweisen, wenn sie sich als wahrnehmbare Elemente, als Entitäten unserer Welt beweisen. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit für die Begriffe verstehen wir dann, dass es um realisierte Virtualität, also realized virtuality statt um virtual realities geht, um sich der Verhexung des Verstandes durch das Zeichengebungsbrimborium nach Kräften zu erwehren.“[84]
  • „Werk ist abgelegtes Werkzeug“[85] (siehe „Ästhetik als Vermittlung“ und die „theoretischen Objekte“)
  • „Zivilisierung der Kulturen“[86] (siehe auch „Musealisierung als Zivilisationsstrategie“)

Brock ist Mitglied der „Forscher-Familie bildende Wissenschaften“. Diese „fruchtbringende Gesellschaft“ beschäftigt sich vorrangig mit der Kulturgenetik, um Konzepte zur Zivilisierung der Kulturen auszuarbeiten. Die Ergebnisse werden in der Reihe „Ästhetik und Naturwissenschaften“ im Springer-Verlag Wien/New York veröffentlicht.

Aktionen (Auswahl)Bearbeiten

  • Die große Hamburger Linie[87] (Theoretisches Objekt und Literarische Aktion mit Friedensreich Hundertwasser) Hamburg/Staatliche Hochschule für Bildende Künste 18. – 20.12.1959.
  • Donnerstagsmanifeste[88] (mit Hermann Goepfert und teilweise Rochus Kowallek), Hauptwache, Frankfurt a. M. 1962, darunter: „Vergoldung der Umwelt“, „Heia Safari“ „Ihr Tauben, man will Euch böse“, „Wir warten auf den Tod von...“, „Imperative Befehlsnormen“.
  • Krieg den Hütten, Friede den Palästen. Bitte um glückliche Bomben auf die deutsche Pissoirlandschaft,[89] Aktion und Manifest, Frankfurt am Main und Berlin/Galerie Sydow 1963.
  • Das deutsche Tier und seine Herren,[90] Hannover 1963 und Paris Biennale 1963.
  • Bloomsday mit der Bloomzeitung[91] (theoretisches Objekt auf Basis der reproduzierten Bild-Ausgabe vom 8.4.1963) und Aktion „Des lieben Springer geteiltes Deutschland“[92] in der Galerie Loehr und auf der Hauptwache, Frankfurt a. M. 15.6.1963. Wiederholung 1964 in Düsseldorf und 1965 in Berlin/Galerie Block
  • „Wollt Ihr den totalen Krieg? Aktion zum 20. Juli“ im Rahmen des Festivals der neuen Kunst[93] an der TH Aachen am 20.07.1964. Weitere Teilnehmer waren: Eric Andersen, Joseph Beuys, Stanley Brouwn, Henning Christiansen, Robert Filliou, Ludwig Gosewitz, Arthur Koepcke, Tomas Schmit, Ben Vautier, Wolf Vostell, Emmett Williams. Organisiert wurde es von Valdis Abolins und Tomas Schmit.
  • Agit-Pop (Brock)[94] — Fluxus (Beuys) — De-Coll/age (Vostell). Aktion im Innenhof der ZDF-Redaktion in Düsseldorf und Livesendung des ZDF am 11.12.1964 (Brock hielt einen Vortrag mit dem Titel „Das Schweigen der Väter“). Die Aktion war eine Fortsetzung des Festivals der neuen Kunst an der TH Aachen, das von der Polizei abgebrochen wurde.
  • Der Satz. 24 Stunden.[95] Literarische Aktion und Rezipiententraining im Rahmen des 24-Stunden-Happening in Wuppertal, 5.6.1965. Weitere Teilnehmer des 24-Stunden-Happenings waren Joseph Beuys, Charlotte Moorman, Nam June Paik, Eckhart Rahn, Tomas Schmit und Wolf Vostell. Zur Aktion ist auch eine umfangreiche Publikation erschienen.[96]
  • Theater der Position. Eine dramatisierte Illustrierte.[97] Aktionstheater im Rahmen der Experimenta 1, Frankfurt/Städtische Bühnen 1966 und Text in: Theater heute 7/1966.
  • Wegwerfbewegung,[98] u. a. in Berlin 1967 und zur Jahrestagung des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Hannover, Juni 1967.
  • Literaturbleche.[99] 18 verschiedene Versionen, Auflage 200 Stück. Theoretische Objekte und Galerieaktionen in den Jahren 1967 bis 1970. Darunter: „Der Tod muss abgeschafft werden …“[100]
  • Unterstzuoberst. Auch Liebe ist Arbeit.[101] Aktionstheater und Programmhefttext im Rahmen der Experimenta 3, Frankfurt/Städtische Bühnen 1969. Regie: Dieter Reible, Wieland Schulz-Keil, Frieder Anders
  • Pfingstpredigt, Aktionstheater, aufgeführt im Rahmen der Experimenta 4/Frankfurt 1971 (Hauptwache); Text abgedruckt in: Karlheinz Braun, Peter Iden (Hrsg.): Neues deutsches Theater. München/Diogenes 1971.[102]
  • Zeig Dein liebstes Gut – zeig Dein Liebstes gut, Internationales Designzentrum Berlin 1977.
  • Wa(h)re Kunst. Der Museumsshop als Wunderkammer, seit 1997 in verschiedenen Städten (u. a. Linz, Frankfurt a. M., Dortmund).
  • Die Macht des Alters. Strategien der Meisterschaft, Berlin, Bonn, Stuttgart 1998/99.
  • Lustmarsch durchs Theoriegelände. Musealisiert Euch!,[103] 2006 in 11 Städten (Frankfurt a. M.: Schirn Kunsthalle; Berlin: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz; München: Haus der Kunst; Karlsruhe: ZKM – Zentrum für Kunst und Medien; Leipzig: Museum der Bildenden Künste; Köln: Museum Ludwig; Graz: Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum; Hannover: Kestnergesellschaft; Wuppertal: Von der Heydt-Museum; Hamburg: Sammlung Falckenberg; Pfäffikon/Schweiz: Perforum-Seedamm Kulturzentrum)[104][105] – Anlässlich seines 70. Geburtstags 2006 zog Brock Bilanz und skizzierte in einem elf Stationen durchlaufenden Lustmarsch elf Topologien, mit denen er sich 50 Jahre lang in Literatur, Theater, Ästhetik, Film, Fernsehen, Hörfunk, Action Teaching und Ausstellungen beschäftigt hat.
  • Musealisierung als Strategie zur Zivilisierung von Kulturen, seit 2007 an verschiedenen Orten, so z. B. als Feier des „Tags der Weltzivilisierung“ (jeweils der 24.11., da „Staatspräsident Atatürk [am 24.11.1934] mit einem genialen Dekret bestimmt [hat], dass die Große Moschee von Istanbul, die ehemalige Hagia Sophia“ in ein Museum umgewandelt werden solle),[106] zum ersten Mal 2007 im Badischen Landesmuseum Karlsruhe und 2008 in der Mendelssohn-Remise Berlin,[107] später auch mehrmals in der von Brock in Berlin gegründeten Denkerei in Berlin.
  • Prophets in residence – Orakel oder Bestimmung der Zukunft, 2010 im Deutschen Historischen Museum Berlin.[108][109]
  • Pythagoras in Delphi. Zur Ästhetik der Welteinheit, 2010 in der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.[110]
  • Denkerei/Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand, seit 2011[111]

VeröffentlichungenBearbeiten

SchriftenBearbeiten

  • Bazon Phönix Phlebas (Bazon Brock): Kotflügel, Kotflügel. Verlag E. A. George, Itzehoe 1957. (Neuauflage im Verlag Faber & Faber 2006.)
  • D.A.S.E.R.S.C.H.R.E.C.K.E.N.A.M.S. Anwendung jenes Prinzips des Unvermögens (Lyrikband mit Strukturen von Bernhard Childs) Basel/Panderma Verlag Carl Laszlo 1960 (Dädalus-Reihe, Band 3)
  • Bazon Brock, was machen Sie jetzt so? (Autobiografie). J. Melzer, Darmstadt, 1968.
  • Ästhetik als Vermittlung. Arbeitsbiographie eines Generalisten, hrsg. von Karla Fohrbeck. DuMont Kunstverlag, Köln 1977, ISBN 3-7701-0671-7
  • Ästhetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit. Die Gottsucherbande. Schriften 1978–1986, hrsg. von Nicola von Velsen. DuMont Buchverlag, Köln 1986, ISBN 3-7701-1976-2
  • Die Re-Dekade: Kunst und Kultur der 80er Jahre. Klinkhardt und Biermann, München 1990, ISBN 3-7814-0288-6
  • Die Macht des Alters. Strategien der Meisterschaft, Katalog zur Ausstellung in Berlin, Bonn und Stuttgart. DuMont, Köln 1998, ISBN 3-7701-4652-2.
  • Die Welt zu Deinen Füßen. Den Boden im Blick: Naturwerk – Kunstwerk – Vorwerk. DuMont, Köln 1998, ISBN 3-7701-4483-X
  • Lock-Buch Bazon Brock. ‚Gebt Ihr ein Stück, so gebt es gleich in Stücken‘. DuMont, Köln 2000, ISBN 3-7701-5436-3
  • Der Barbar als Kulturheld. Bazon Brock III: gesammelte Schriften 1991–2002, Ästhetik des Unterlassens, Kritik der Wahrheit – wie man wird, der man nicht ist. Dumont Literatur und Kunst Verlag, Köln 2002, ISBN 3-8321-7149-5
  • Bildersturm und stramme Haltung. Texte 1968 bis 1996, ausgewählt und einem Vorwort von Rolf Sachsse, Verlag der Kunst, Philo Fine Arts, Dresden 2002 (Fundus-Bücher; 155), ISBN 3-364-00395-5
  • Lustmarsch durchs Theoriegelände. Musealisiert euch! Mit einer Einleitung von Peter Sloterdijk. DuMont, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9024-8
  • mit Hans Ulrich Reck: Utopie und Evidenzkritik. Diskursive Twin Towers / Theorieturnier der Dioskuren – erster Band, hrsg. von Christian Bauer, Verlag Philo Fine Arts, Hamburg 2010 (Fundus-Bücher; 185), ISBN 978-3-86572-584-4
  • mit Hans Ulrich Reck: Tarnen und Täuschen. Diskursive Twin Towers / Theorieturnier der Dioskuren – zweiter Band, hrsg. von Christian Bauer, mit e. Bildbeitrag von Werner Nekes, Verlag Philo Fine Arts, Hamburg 2010 (Fundus-Bücher; 186), ISBN 978-3-86572-584-4
  • Kritik der kabarettistischen Vernunft. Ein autobiografisches Scherbengerücht. Bd. 1, Distanz-Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-95476-163-0
  • THEOREME. Er lebte, liebte, lehrte und starb. Was hat er sich dabei gedacht?, hrsg. von Marina Sawall, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8 (Neuaufl. 2020)
  • Noch ist Europa nicht verloren. Kritik der kabarettistischen Vernunft. Bd. 2, hrsg. von Marina Sawall, Distanz-Verlag, 2020, ISBN 978-3-95476-336-8

HerausgeberschaftBearbeiten

Weitere Publikationen in AuswahlBearbeiten

Video-DokumentationenBearbeiten

FilmografieBearbeiten

TV-ProduktionenBearbeiten

  • Kunst und Ketchup – Ein Bericht über Pop-Art und Happening. Südfunk Stuttgart, 1966. Regie: Elmar Hügler. Joseph Beuys, Bazon Brock, Charlotte Moorman, Nam June Paik, Wolf Vostell u. a. werden in frühen Happenings gezeigt.
  • Der Philosoph kommt in die Stadt. Ein Senderexperiment. Aktion in Köln und Livesendung in der Reihe Wünsch Dir was, Westdeutscher Rundfunk, Mai 1969.[5]
  • Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? 15-min.-Aktion (Livesendung) in der Reihe Wünsch Dir was, Fernsehen Radio Bremen, 1970.
  • Ästhetik in der Alltagswelt. Sender Freies Berlin, 1973. Konferenz und Film mit Bazon Brock, Tilman Buddensieg, Matthias Eberle, Walter Hess, Heinrich Klotz, Martin Warnke, Wolfgang Kemp, Rudolf Knubel, Erwin Palm, Norbert Elias, Rudolf Arnheim, Carlo Giulio Argan (Rom), Gyorgy Kepes (Cambridge, USA), George Kubler (New Haven, USA).
  • Der Hang zum Gesamtkunstwerk. Diskussion in der Sendung „Nachtschalter unterwegs“ des WDR, 01.03.1983. Streitgespräch zwischen den Professoren Josef Beuys (JB), Bazon Brock (BB), Frei Otto (FO) sowie dem Verleger und Schriftsteller Wolf Jobst Siedler (WJS) und dem Ausstellungsmacher Dr. Harald Szeemann (HS). Durch die Sendung führte Werner Hamerski (WH).
  • Selbsterregung – eine rhetorische Oper zur Erzwingung der Gefühle (vom WDR produziert, am 17. April 1992 ausgestrahlt), Schiebener und Jürgens, Köln 1990.
  • Quer Denken – Gerade Gehen 45 Min. / D, PL. Ein Portraitfilm von Ingo Hamacher Bellacoola über Bazon Brock wurde in der Reihe „Querköpfe“ von BellaCoola für den WDR produziert und im April 1991 ausgestrahlt.
  • Bazon Brock zur Geschichte der Kybernetik, 6-stündige Aufzeichnung von 3sat, 1997, anlässlich der „Installation eines Theoriegeländes“ im Portikus, Frankfurt, Februar 1997.
  • Bazon Brock war von 1997 bis 2008 Moderator der Fernsehdiskussion „Bilderstreit“ in 3sat.
  • Der Griff ins Schwarze. Bazon Brock über Dada und die Folgen. Sendung: News & Stories von Alexander Kluge / dctp/KAIROS, Sat 1, 08.01.2012.

Hörspiele/Radio-SendungenBearbeiten

Drei der hier aufgeführten Hörspiele von Bazon Brock wurden 1986 als Kassetten im S-Press Tonband-Verlag, Köln, veröffentlicht: „Des Kaisers kleinste Größe“, „Triumphe meines Willens“ und „Grundgeräusche und ein Hörraum“.

AuszeichnungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wollt Ihr das totale Leben? Fluxus und Agit-Pop der 60er Jahre in Aachen. Neuer Aachener Kunstverein, Aachen, 1995, ISBN 3-929261-24-3.
  • Martin Heller, H. U. Reck (Hrsg.): BB. Ästhetik nach der Aktualität des Ästhetischen. Ein Symposium zur Perspektive der Kulturentwicklung. Zürich 1998, ISBN 3-907065-66-2
  • Heiner Mühlmann: Kunst und Krieg. Das säuische Behagen in der Kunst. Über Bazon Brock. Köln 1998, ISBN 3-932189-57-4
  • Nicole Stratmann: Der Selbstfesselungskünstler – Bazon Brock. Einführung in eine Ästhetik des Unterlassens. VDG Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Weimar 1995, ISBN 3-929742-75-6
  • Action Teaching. Eine Privatvorlesung“ (Interview: Gerhard Theewen). In: Der Barbar als Kulturheld. Bazon Brock III: gesammelte Schriften 1991–2002, Ästhetik des Unterlassens, Kritik der Wahrheit – wie man wird, der man nicht ist. Köln 2002, S. 36 ff., ISBN 3-8321-7149-5
  • Cordula Walter-Bolhöfer (Interview), Bettina Wolf (Fotografien): Bazon Brock. Künstler, Kämpfer, Kritiker. ars momentum Kunstverlag, Witten 2007, ISBN 978-3-938193-31-0
  • Beuys Brock Vostell. Aktion Demonstration Partizipation 1949-1983. ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Hatje Cantz, Karlsruhe, 2014, ISBN 978-3-7757-3864-4.[117]
  • Wolfgang Ullrich, Lambert Wiesing (Hrsg.): Große Sätze machen: Über Bazon Brock. Mit einer Einleitung von Wolfgang Ullrich. Fink, 2016, ISBN 978-3-7705-5878-0 [Forschungsreihe von HfG und ZKM Karlsruhe, Band: 9]
  • „Glauben ist Wissen und Wissen ist Glauben“. Über Gehschrift, Biografiepflicht, Denkdienst und Seefahrt. Ein Gespräch mit Paolo Bianchi (Interview). In: Kunstforum International, Bd. 253 (2018)

WeblinksBearbeiten

Commons: Bazon Brock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikiquote: Bazon Brock – Zitate

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. Den Spitznamen „Bazon“, was im Griechischen „Schwätzer“ bedeuten kann, erhielt er von den Lehrern seines Gymnasiums. Brock interpretiert das anders: „Im Griechischen heißt Bazon nämlich nicht Schwätzer, sondern: reden, in der Absicht etwas Bestimmtes zu erreichen. So wie ein Rechtsanwalt redet um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, jemanden frei zu bekommen, ein Ziel durchzusetzen, das nannte man bazo“ (Interview mit Marcus Ertle).
  2. Vgl. Walter-Bolhöfer: Bazon Brock: Künstler, Kämpfer, Kritiker. 2007, S. 8.
  3. Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann. BeyArs.com. Abgerufen am 9. Februar 2012.
  4. Bazon Brock: Bazon Brock, was machen Sie jetzt so? In: www.bazonbrock.de. Abgerufen am 11. Mai 2020.
  5. a b FAZ, 14. November 2015, S. 3.
  6. Bazon Brock: Niemals aufgeben heißt, sich nicht als Opfer zu verstehen. In: www.bazonbrock.de. Abgerufen am 11. Mai 2020.
  7. Menschenbilder, ausgestrahlt in Radio Österreich 1 am 29. Mai 2016
  8. Bazon Brock: Bazon Brock, was machen Sie jetzt so? J. Melzer, Darmstadt 1968 (59 S., nicht paginiert).
  9. Pape, Handwörterbuch der griechischen Sprache, Stichwort βάζω; die Grundform ist die 1. Person Singular Präsens Indikativ Aktiv.
  10. Bazon Brock im Munzinger-Archiv, abgerufen am 7. Februar 2012 (Artikelanfang frei abrufbar)
  11. Bazon Brock/Schirn Kunsthalle (en) Schirn Kunsthalle. 2006. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  12. Bazon Brock zu Gast am Kolleg Friedrich Nietzsche – Vier Vorlesungen im Goethe-Nationalmuseum verknüpfen Aspekte bei Nietzsche mit aktuellen Fragen der Philosophie. Klassik Stiftung Weimar. Abgerufen am 9. Februar 2012.
  13. Wuppertal: Bazon Brock erhält den Von der Heydt-Preis. In: RP ONLINE. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  14. Langfassung. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  15. Startseite - Denkerei. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  16. Bazon Brock: THEOREME. Er lebte, liebte, lehrte und starb. Was hat er sich dabei gedacht? Hrsg.: Marina Sawall. Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2011, ISBN 978-3-96098-001-8 (552 S.).
  17. Nicole Stratmann: Bazon Brock: Der Selbstfesselungskünstler. Einführung in eine Ästhetik des Unterlassens. VDG, Weimar 1995, ISBN 3-929742-75-6.
  18. Werkdetail Seite/Volltext. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  19. Bazon Brock: Ästhetik als Vermittlung. Arbeitsbiographie eines Generalisten. DuMont Reiseverlag, 1985, ISBN 978-3770106714. (online)
  20. Aktionen. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  21. Theoretische Objekte. In: Bazon Brock. (bazonbrock.de [abgerufen am 20. Februar 2020]).
  22. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 490–491.
  23. Besucherschule. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  24. Der Profi-Bürger. Handreichungen für die Ausbildung von Diplom-Bürgern, Diplom-Patienten, Diplom-Konsumenten, Diplom-Rezipienten und Diplom-Gläubigen. In: Bazon Brock, Peter Sloterdijk (Hrsg.): Schriftenreihe der HfG-Karlsruhe. Band 8. Fink, Karlsruhe 2011, ISBN 978-3-7705-5160-6 (ca. 120 S.).
  25. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 278–281.
  26. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 274–275.
  27. Selbsterregung – Eine rhetorische Oper zur Erzwingung der Gefühle. bazonbrock.de. Abgerufen am 21. Mai 2020.
  28. Werkdetail Seite/Volltext. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  29. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 88.
  30. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 391.
  31. Bazon Brock: Ästhetik als Vermittlung. Arbeitsbiographie eines Generalisten. Hrsg.: Karla Forhbeck. DuMont, Köln 1977, ISBN 3-7701-0671-7, S. 264.
  32. Documenta-Besucherschulen. In: Bazon Brock. (bazonbrock.de [abgerufen am 20. Februar 2020]).
  33. https://bazonbrock.de/bazonbrock/aktionen/besucherschulen/
  34. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 391.
  35. a b Hannes Soltau: Gentrifizierung: Bazon Brock muss seine Denkerei in Kreuzberg räumen. In: tagesspiegel.de. 11. April 2019, abgerufen am 11. April 2019.
  36. Bazon Brock, Paul Liessmann: Ein optimistischer Blick auf den Pessimismus. Hrsg.: Universitäts.Club | Wissenschaftsverein Kärnten. Wieser, Klagenfurt 2012, ISBN 978-3-99029-048-4 (48 S.).
  37. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 246–247.
  38. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 140.
  39. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 356–359.
  40. bazonbrock.de
  41. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 490.
  42. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3369&sectid=3132#sect (Siehe dazu auch den Text „Eine schwere Entdeutschung. Widerruf des 20. Jahrhunderts“; in: Bazon Brock: Lustmarsch durchs Theoriegelände. Köln: DuMont, 2008, S. 151 ff. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=1984&sectid=1350#sect )
  43. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 264-165.
  44. Bazon Brock: Theoreme. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 158–159.
  45. Bazon Brock: Der Barbar als Kulturheld. Bazon Brock III: gesammelte Schriften 1991–2002, Ästhetik des Unterlassens, Kritik der Wahrheit – wie man wird, der man nicht ist. Hrsg.: Anna Zika. DuMont, Köln 2002, ISBN 3-8321-7149-5, S. 953 S.
  46. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 336.
  47. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=1984&sectid=1354#sect
  48. https://bazonbrock.de/bazonbrock/themen/besucherschule/
  49. https://bazonbrock.de/bazonbrock/themen/design/?highlight=design
  50. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 175.
  51. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=1984&sectid=1353#sect
  52. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 170–171.
  53. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 252.
  54. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 359.
  55. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 320–323.
  56. Bazon Brock: Kritik der kabarettistischen Vernunft. Ein autobiografisches Scherbengerücht. In: Kritik der kabarettistischen Vernunft. Band 1. Distanz, Berlin 2016, ISBN 978-3-95476-163-0, S. 440 S.
  57. Bazon Brock: Noch ist Europa nicht verloren. Kritik der kabarettistischen Vernunft. In: Marina Sawall (Hrsg.): Kritik der Kabarettistischen Vernunft. Band 2. Distanz, Berlin 2020, ISBN 978-3-95476-336-8 (400 S.).
  58. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=1984&sectid=1354#sect
  59. https://bazonbrock.de/werke/detail/denkerei_mobil__einheit_durch_ve-3792.html
  60. https://bazonbrock.de/werke/detail/krieg_und_kunst-132.html
  61. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3793&sectid=3469#sect
  62. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=1984&sectid=1350#sect
  63. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=12&sectid=43#sect
  64. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 270.
  65. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=1984&sectid=1352#sect
  66. Bazon Brock: Lustmarsch durchs Theoriegelände. DuMont, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9024-8, S. 28.
  67. Nicole Stratmann: Der Selbstfesselungskünstler. Einführung in eine Ästhetik des Unterlassens. VDG, Weimar 1995, ISBN 3-929742-75-6, S. 122.
  68. Bazon Brock: Der Barbar als Kulturheld. Bazon Brock III: gesammelte Schriften 1991–2002, Ästhetik des Unterlassens, Kritik der Wahrheit – wie man wird, der man nicht ist. Hrsg.: Anna Zika. DuMont, Köln 2002, ISBN 3-8321-7149-5, S. 240.
  69. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 240.
  70. Bazon Brock: Ästhetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit. Buch Ästhetik gegen erzwungene Unmittelbarkeit Die Gottsucherbande – Schriften 1978-1986. Hrsg.: Nicola von Velsen. DuMont, Köln 1986, ISBN 3-7701-1976-2, S. 19.
  71. Neuronale Ästhetik Teil I. Brock, Uni Wuppertal. Abgerufen am 9. Februar 2012.
  72. Karla Fohrbeck: Ästhetik als Vermittlung. Arbeitsbiographie eines Generalisten. DuMont, Köln 1977, S. 796f..
  73. https://bazonbrock.de/bazonbrock/themen/kontrafaktisch/?highlight=kontrafakt
  74. Bazon Brock: Lustmarsch durchs Theoriegelände. Musealisiert Euch! DuMont, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9024-8, S. 136.
  75. Arno Bammé, Wilhelm Berger, Bazon Brock, Peter Heintel, Klaus Götz, Günter Ropohl, Ingrid Reschenberg: Unlösbare Probleme. Warum Gesellschaften kollabieren. Hrsg.: Arno Bammé. Profil, München 2013, ISBN 978-3-89019-694-7, S. 376 S.
  76. https://denkerei-berlin.de/gruendung/
  77. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 72–73.
  78. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 142–145.
  79. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3415&sectid=3161#sect
  80. https://bazonbrock.de/werke/detail/?id=3722&sectid=3424#sect
  81. https://bazonbrock.de/werke/detail/l_occhio_di_dio-3798.html
  82. https://bazonbrock.de/bazonbrock/theoretischeobjekte/
  83. Bazon Brock: THEOREME. Hrsg.: Marina Sawall. Walther König, Köln 2017, ISBN 978-3-96098-001-8, S. 362–363.
  84. https://bazonbrock.de/werke/detail/talks_on_immersion-3688.html
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